Konzeptionelle Grundlagen
Heimat, entspannen, ausruhen, lernen, kochen, backen, putzen, fernsehen, lesen, reden, diskutieren, schlafen, Leute treffen, Erlebnisse verarbeiten, behagliche Atmosphäre, Briefe schreiben, telefonieren, Urlaub planen, schimpfen, spielen, malen, basteln, Körper pflegen, beten, Musik hören u.v.m.
Wohnen gehört zu den elementaren Bedürfnissen des Lebens. Wohnen heißt Lebensqualität, die in vielen Kleinigkeiten im Alltag zum Ausdruck kommt. Dazu gehört etwa ein persönlicher Bereich, der individuell gestaltet werden kann, wo der eigene Besitz aufbewahrt und auch abgesperrt werden kann und wo es Rückzugsmöglichkeiten gibt. Es muss aber auch die Möglichkeit bestehen, soziale Kontakte zu pflegen, in der Wohngruppe, im Wohnzimmer, in der Küche etc. und außerhalb der Gruppe. So erhält der behinderte Mitbürger für seine Alltagsgestaltung Unterstützung, die er braucht.
Für seine Lebensverwirklichung braucht er einen einfühlsamen und fachlich qualifizierten Ansprechpartner, der ihn begleitet, betreut, pflegt und in seiner persönlichen Entwicklung fördert. Dazu sind regelmäßige und abwechslungsreiche methodisch wie auch didaktisch auf ihn abgestimmte Förderangebote anzubieten.
Auf die Individualität des Bewohners einzugehen, seine Selbständigkeit und Unabhängigkeit zu fördern, ihn seine Fähigkeiten und Fertigkeiten verwirklichen zu lassen, sowie Beziehung, Freundschaft und Partnerschaft zu ermöglichen. Auf den Punkt gebraucht soll der Bewohner ein normales Leben führen können, um von der Gesellschaft akzeptiert und in sie integriert zu werden.
Ob zu Hause im Wohnheim oder die Nutzung von Freizeitangeboten in der näheren Umgebung, ja sogar die Urlaubsreise in der Ferne sind feste Bestandteile des Wohnheimalltags. Die aktive Teilnahme in örtlichen Vereinen, wie z.B. Feuerwehr, Eishockey-Fanclub, Fußballclub etc. ist ein wichtiger Schritt für die Integration unserer Bewohner.

