Therapieabteilung

In unserer Therapieabteilung steht ihr Kind, sowie die Förderung seiner individuellen Fähigkeiten im Mittelpunkt. Ziel ist es, dem Kind spielerisch Möglichkeiten aufzuzeigen bzw. Fertigkeiten anzubahnen, seinen Alltag in Schule und Freizeit weitgehend selbständig zu bewältigen. Behandelt werden die Kinder aus der SVE und der Schule auf Weisung des Arztes. Die Einzel- bzw. Gruppentherapien finden in unseren gut ausgestatteten Therapieräumen statt. Regelmäßig erfolgen interdisziplinäre Teamsitzungen mit den einzelnen Klassen/Gruppen, sowie den Ärzten.

Zu Beginn der Therapie wird eine ausführliche Diagnostik durchgeführt. Die Ergebnisse bilden zusammen mit dem ärztlichen Befund die Grundlage für die Auswahl der Behandlungsschwerpunkte und –methoden.

Einen wichtigen Bestandteil der therapeutischen Intervention stellt die Beratung von Eltern, Lehrern, Erziehern etc. dar. Diese beinhaltet die Aufklärung über Ursache und Auswirkung der jeweiligen Entwicklungsdefizite und informiert über die Inhalte und den Verlauf der Behandlung. Aufgezeigt werden zudem Möglichkeiten, Therapieinhalte in den Alltag zu integrieren.

Aufgabe der Logopädie ist es, durch eine gezielte Behandlung die Kommunikationsfähigkeiten von Patienten aller Altersstufe aufzubauen, zu verbessern oder wiederherzustellen. Im Rahmen der Früherkennung nehmen auch präventive Maßnahmen einen immer größeren Raum ein.

So umfasst die logopädische Therapie Methoden in den Bereichen Sprech- und Sprach- sowie Schluckstörungen. Darunter fallen Fehlbildungen einzelner Laute, Einschränkungen in den Bereichen Grammatik, Wortschatz, Sprachverständnis, Mundmotorik etc. Mit nicht-sprechenden Kindern werden alternative Kommunikationsmöglichkeiten wie z.B. Gesten, elektronische Kommunikationsmittel, Tafeln etc. erarbeitet.

Nachfolgende Therapieansätze sind für oben genannten Störungen wichtige
Therapiebausteine:

  • Orofaciale Therapie, z.B. nach A. Kittel
  • Therapie nach C. Morales
  • Mund-Ess-Trinktherapie
  • Gezielte Therapie einzelner sprachlicher Bereiche (McGinnis, Handlungsorientierte
  • Therapie (HOT) sowie die Therapie in Anlehnung an F. Affolter und B. Zollinger)
  • Unterstützte Kommunikation mit Gebärden, Kommunikationshilfen o.ä. bei fehlender oder unzureichender Lautsprachentwicklung
  • TEACCH und PECS als spezielle Behandlungskonzepte für autistische Kinder
  • Gezielte Therapie auffälliger auditiver Wahrnehmungsbereiche
  • TAKTKIN zur Behandlung von Sprechapraxien
  • Theraplay

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Grundsatz der Ergotherapie ist es am momentanen Entwicklungsstand des Kindes anzusetzen und es in der gesamten Entwicklung so zu fördern, dass es die größtmögliche Selbständigkeit in allen Bereichen, z. B. in den schulischen bzw. geistigen Fähigkeiten, dem Bewegungsverhalten, der Freizeitbeschäftigung, dem Essen und Anziehen erlangt.

Dies geschieht durch den gezielten Einsatz von Therapiegeräten, – materialien und
Spielen. Dabei wird an den Stärken und Interessen des Kindes angeknüpft und immer alltagsnah, handlungs- und zielorientiert gearbeitet.

Behandlungsschwerpunkte in der Ergotherapie sind:

  • Verbesserung von grobmotorischen  Bewegungsabläufen
  • Verbesserung der Feinmotorik (Handhabung und Kraftdosierung beim Einsatz von Werkzeugen, wie z. B. Besteck, Stift, Schere)
  • Händigkeitsabklärung und –festigung
  • Steigerung von Handlungskompetenz und der Bewegungsplanung, wenn erforderlich angelehnt an das Therapiekonzept nach Affolter
  • Verbesserung der Sinneswahrnehmungen (Eigenwahrnehmung, sehen, hören, fühlen, schmecken, riechen) und deren Verknüpfung nach dem Therapiekonzept von Jean Ayres
  • Verbesserung der Aufmerksamkeit, Konzentration und Ausdauer
  • Verbesserung der Gedächtnisleistungen
  • Förderung der Selbständigkeit im Alltag (z. B. Anziehtraining, Esstraining)
  • Verbesserung von Sozial- und Spielverhalten
  • Interessen wecken und Motivation steigern
  • Hilfsmittelversorgung (z. B. Griffe für Stifte und angepasstes Essbesteck)

Ergo Ergo

In der Physiotherapie liegen die Schwerpunkte in der Optimierung und Differenzierung der Bewegungsentwicklung, Bewegungserfahrung und des Bewegungsverhaltens. Bei der Entwicklung eigener Bewegungsstrategien im therapeutischem Prozess werden im Besonderen die individuellen biomechanischen Gegebenheiten, die Interaktion und
Kommunikation mit dem Umfeld des Kindes berücksichtigt und somit sensomotorisches Lernen ermöglicht.

Weiterhin ermitteln wir in Zusammenarbeit mit Eltern , Schule und Ärzten den individuellen Hilfsmittelbedarf der Kinder und Jugendlichen. Auf Wunsch der Eltern  können die benötigten Hilfsmittel mit unserer Mitarbeit auch hier im Haus angepasst werden.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Wassertherapie nach Halliwick, von der insbesondere die schwerst- und mehrfachbetroffenen Kinder erheblich profitieren, da sie im Wasser neue Bewegungsmöglichkeiten erleben. Durch diese positiven Erfahrungen im Wasser wird motorisches Lernen gefördert und gleichzeitig der gesamte Bewegungsapparat gepflegt.

Zusatzqualifikationen:

  • Bobath-Therapie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene
  • Castillo-Morales-Therapie
  • Wassertherapie nach Halliwick und der Bad-Ragazer-Ringmethode
  • Rückenschule für Kinder
  • Synergetische Reflextherapie nach Pfaffenroth
  • Lymphdrainage
  • Orthesenversorgung nach Nancy Hilton

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