Aktuelles

680 Jahre an Arbeitsleistung gewürdigt

Die 30, 35, 40 und 45 Jahre in der HPZ-Werkstatt Beschäftigten sind am Mittwochnachmittag für ihr langjähriges Engagement und ihren Einsatz von Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (3.v. r.), Werkstattleiter Josef Albang (r.) und von Anna Dettelbacher von der Sozialdienstleitung (l.) ausgezeichnet worden.

Die 30, 35, 40 und 45 Jahre in der HPZ-Werkstatt Beschäftigten sind am Mittwochnachmittag für ihr langjähriges Engagement und ihren Einsatz von Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (3.v. r.), Werkstattleiter Josef Albang (r.) und von Anna Dettelbacher von der Sozialdienstleitung (l.) ausgezeichnet worden.

Werkstätte des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth ehrt langjährige Beschäftigte – Viel Engagement und Einsatz gezeigt  

Stolz halten sie ihre Urkunden hoch, freuen sich unbändig über die Geschenkkörbe und -taschen und lachen nach dem herzlichen Applaus glücklich in die Kamera: Die Werkstätten GmbH des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth ehrte am Mittwochnachmittag ihre Beschäftigten, die seit 30, 35,40 und 45 Jahren dort arbeiten. „Wir kommen so auf insgesamt auf eine Arbeitsleistung von 680 Jahren – eine tolle und unglaubliche Zahl“, sagte Vorstandsvorsitzender Christian Stadler.

Der nahm im kleinen Speisesaal der Werkstätten die Ehrungen zusammen Werkstattleiter Josef Albang, Anna Dettelbacher von der Sozialdienstleitung und den Vertretern des Werkstattsrates, Frauenbeauftrage Sandra Böhm und Vorsitzenden Ingo Kraus, vor. Bereits eine Woche zuvor wurden diejenigen ausgezeichnet, die 20 und 25 Jahre an Bord sind.

„Zunächst waren die sogenannten ‚jungen Hasen‘ dran,  jetzt die ‚alten‘. Ihr alle habt eine großartige Leistung vollbracht“, lobte Stadler die Geehrten. Er dankte ihnen vielmals für ihren Einsatz,  verbunden mit dem Wunsch, „zusammen zuhalten und gesund zu bleiben“.

Werkstatt-Chef Albang blickte auf seine HPZ-Anfänge vor 16 Jahren zurück, als „die alten Hasen noch jung waren“ und er als „Jungspund herzlich und mit viel Wärme aufgenommen“ worden sei. „Macht’s weiter so und kommt’s zu uns. Wir bringen die Corona sicherlich gut rum“, so Albang, nachdem im letzten Jahr aufgrund der Pandemie die Auszeichnungen ausfallen mussten.

Kraus, der Vorsitzende des Werkstattrates, und die Frauenbeauftragte Böhm schlossen sich den Glückwünschen an. „Es ist eine tolle Zusammenarbeit, die Spaß macht“, so die beiden unisono.

Geehrt wurden folgende 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

Für 20 Jahre: Thomas Stark, Georg Beer, Stefanie Berr, Christian Fischer, Simone Fütterer, Hans-Jürgen Meier, Christian Plaß, Maria Schwendner, Sandra Sehnke und Sylvia Treutler.

Für 25 Jahre: Bettina Bäumler, Gerald Beck, Norbert Böllath, Rana Jaafar, Rita Lindner, Regina Lippel, Martina Ramm, Wolfgang Strasdat und Manuela Süß.

Für 30 Jahre: Heike Lobinger und Sylvia Wurmitzer.

Für 35 Jahre: Christine Wöhrl, Elisabeth Herrmann, Andreas Tretter, Elvira Biemer, Felicia Kohl, Renate Liegl, Josef Varnhold und Rita Veigl.

Für 40 Jahre: Erwin Schnierer, Ingo Kraus, Richard Hermann und Gerlinde Stahl.

Für 45 Jahre: Gerhard Ott, Gerda Specht, Anneliese Weck und Wolfgang Dötsch.


Aufbruchsstimmung nach der Corona-Pandemie

Aufbruchsstimmung nach der Corona-Pandemie bei den Vertretern der Offenen Hilfen (OH) des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth, der Offenen Behindertenarbeit des Allgemeinen Rettungsverbandes (ARV) – Kreisverband Neustadt/WN-Weiden, des Behindertenbeauftragten der Stadt Weiden und der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (ETUB) Weiden (v. l. n. r.): Lydia Wetzel, Martina Grüner, Alexander Grundler, Elisabeth Milazzo, ARV-Bezirksgeschäftsführer Christian Henkens und Dr. Carola Preißer.

Aufbruchsstimmung nach der Corona-Pandemie bei den Vertretern der Offenen Hilfen (OH) des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth, der Offenen Behindertenarbeit des Allgemeinen Rettungsverbandes (ARV) – Kreisverband Neustadt/WN-Weiden, des Behindertenbeauftragten der Stadt Weiden und der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (ETUB) Weiden (v. l. n. r.): Lydia Wetzel, Martina Grüner, Alexander Grundler, Elisabeth Milazzo, ARV-Bezirksgeschäftsführer Christian Henkens und Dr. Carola Preißer.

Arbeitskreis „Offene Behindertenarbeit für den Landkreis Neustadt/WN und der Stadt Weiden“ zieht Bilanz – Ehrenamtliche willkommen – Viele kreative Lösungen gefunden

Eine durchwachsene, aber angesichts der vorhandenen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, dennoch erfreuliche Jahresbilanz – garniert mit einer vorsichtig optimistischen Aufbruchsstimmung: Die hat am Dienstagvormittag der Arbeitskreis (AK) „Offene Behindertenarbeit (OBA) für den Landkreis Neustadt/WN und die Stadt Weiden“ bei seiner Sitzung bei der Abteilung  „Offenen Hilfen (OH)“ am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth gezogen. „Wir stehen in den Startlöchern, wobei die Digitalisierung in allen Bereichen für unsere zu Betreuenden eine der größten Herausforderungen ist. Aber wir haben auch viele kreative Lösungen für unsere tägliche Arbeit gefunden“, sagte OH-Leiterin Martina Grüner.

Sie begrüßte zur turnusmäßigen jährlichen AK-Sitzung die Vertreter der OBA des Allgemeinen Rettungsverbandes (ARV) – Kreisverband Neustadt/WN-Weiden, Dipl.-Sozialwirtin (FH) Lydia Wetzel und Dipl.-Psych. (Univ.) Dr. Carola Preißer, ARV-Bezirksgeschäftsführer Christian Henkens, den Behindertenbeauftragten der Stadt Weiden, Alexander Grundler, und Elisabeth Milazzo von der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (ETUB) Weiden. Die Behindertenbeauftragte des Landkreises Neustadt/WN, Monika Robl, war aus beruflichen Gründen entschuldigt.

„Wir hatten wegen Corona viele Unsicherheitsfaktoren zu bewältigen. Gerade am Anfang der Pandemie erschwerten diese die Arbeit in der OBAN und OH“, brachte es Dr. Preißer in ihrem Jahresbericht auf den Punkt. Sie ging zunächst auf die im Jahr 2020 beim ARV vorhandene Personalstruktur mit fünf hauptamtlichen und sieben ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen ein. Insgesamt 115 Menschen mit dem Schwerpunkt „Körperbehinderung“ hätten die ARV-Angebote genutzt. Es gab demnach 77 Beratungskontakte, die aufgrund Corona jedoch überwiegend telefonisch stattgefunden hätten.

Beratungsschwerpunkte seien, so Dr. Preißer, Informationsvermittlung, leistungsrechtliche Fragen und Fragen zur Lebensgestaltung/psychosozialen Situation gewesen. 61 Freizeit, Bildungs- und Begegnungsmaßnahmen (FFB) mit 175 Stunden seien 2020 durchgeführt worden. Ein Beispiel dafür sei das im Herbst gestartete Programm „Mentoren am Telefon“ gewesen.

Im Bereich „Familienentlastender Dinst (FED)“ habe man 363 Stunden unter umfangreichen Hygienemaßnahmen abgeleistet. „In der Corona-Zeit war dies ein für die Familien sehr wichtig“, sagte die Dipl.-Sozialwirtin, die weiterhin auf die Ehrenamtlichkeit, die Öffentlichkeits- und die Netzwerkarbeit einging. „Wir haben bei unseren Klienten aufgrund fehlender Angebote während der Pandemie emotionale, sprachliche und kognitive Defizite feststellen können. Eine langsame Verbesserung ist inzwischen wieder erkennbar, aber wir sind noch nicht auf dem Stand wie vor Corona“, erklärte sie.

Ein Umstand, den auch ihre HPZ-Kollegin Grüner bestätigte. Sie fügte zudem noch an: „Gerade bei den Online-Angeboten müssen wir beachten und Vorsicht walten lassen, dass die ältere Generation nicht abgehängt wird.“ Sie berichtete in ihrem Verwendungsnachweis für die OH am HPZ Irchenrieth, dass von den aktuell 236 registrierten Familien im letzten Jahr 139 die OH von den hauptamtlichen und rund 78 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in Anspruch genommen hätten.

Manche Ehrenamtlichen hätten sich während der Krise verständlicherweise zurückgezogen, aktuell seien 73 im Einsatz. „Trotz Corona haben sich weiterhin neue beworben, wobei wir sie zum Teil wegen der Vorsicht der Familien und wegen der fehlenden Bildungs- und Freizeitangebote vertrösten mussten“, erklärte die OH-Leiterin, die den Besuch der Wasserwacht am Steigenberger See als einen der Höhepunkte nannte. Leider hätten alle inklusiven Projekte ab April 2020 abgesagt werden müssen.

In der momentanen Situation versuche das HPZ, die Familien mit vielen kleinen Angeboten, Einzelbetreuungen und durch Beratung zu unterstützen. 2021 seien nach dem Abschluss der Renovierungsarbeiten im Gruppenhaus I die neuen Räumlichkeiten bezogen worden. Vorausblickend sagte Grüner, dass es ab 2022 keine Erhöhung der Förderung der Fachkraftstellen und der ehrenamtlichen Stellen geben werde.

Ihrer Meinung nach sollte es bei der Betreuung eine Mischform aus hauptamtlich Beschäftigten und ehrenamtlich Tätigen geben, weil Menschen mit Behinderung immer häufiger auffälliges Verhalten zeigen würden. Dafür bräuchte es mehr und eine höhere Förderung. „Wir hoffen sehr, dass die Pandemie bald vorüber geht und wir allen wieder  besser gerecht werden können. Sehr erwähnenswert finde ich bei uns die hohe Empathie der Ehrenamtlichen und ihr soziales Engagement und die vielen Menschen, die bereit sind zu helfen. Kleingruppen-Angebote wären sehr wichtig und hilfreich für die Psyche der zu Betreuenden“, so Grüner.

Wünsche, die auch der ARV unterstützt: Denn die Corona-Pandemie gehe weiterhin mit psychischer Belastung und deutlichen Mehrkosten einher. Es würden neue ehrenamtliche Kräfte dringend gesucht. Zudem, so die Verantwortlichen übereinstimmend, sollen die inklusiven Schulprojekte wieder ins Leben gerufen werden, mit denen man seit Beginn im Jahr 2012 rund 3500 Schüler*innen erreicht habe.

Eine Idee, die auch der Behindertenbeauftragte der Stadt Weiden befürwortete. Grundler gab abschließend einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand der barrierefreien Innenstadt in Weiden. Das Projekt laufe und werde aktuell auf seine Finanzierbarkeit hin überprüft. Er erhoffe sich bis Ende 2021 einen Stadtratsbeschluss. Er wies weiterhin darauf hin, dass in Weiden für die bevorstehende Bundestagswahl alle Wahllokale barrierefrei zu erreichen seien.


1, 2, 30, 40, 286, 750 und 1.200

Der ehemalige Aufsichtsvorsitzende Johann Bock (2. v. l.; r. daneben seine Ehefrau Elisabeth) wurde von den Aufsichtsräten Daisy Brenner (2. v. r.), Dieter Wettinger (r.) und seiner Nachfolgerin Birgit Reil (l.) mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

Der ehemalige Aufsichtsvorsitzende Johann Bock (2. v. l.; r. daneben seine Ehefrau Elisabeth) wurde von den Aufsichtsräten Daisy Brenner (2. v. r.), Dieter Wettinger (r.) und seiner Nachfolgerin Birgit Reil (l.) mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins „Lebenshilfe für Behinderte e. V. Irchenrieth“ werden beeindruckende Zahlen präsentiert – Zwei besondere Ehrungen

1, 2, 30, 40, 286, 750 und 1.200 – das sind ein Teil der beeindruckenden Zahlen, die der Verein „Heilpädagogisches Zentrum (HPZ) – Lebenshilfe für Behinderte e. V. Irchenrieth“ am Freitagabend bei seiner Mitgliederversammlung im großen Speisesaal des HPZ präsentiert hat. Bei der ernannte der Aufsichtsrat seinen ehemaligen Vorsitzenden Johann Bock für dessen 30-jährige ehrenamtliche Tätigkeit und sein Engagement zum neuen Ehrenmitglied. Zudem wurde Pfarrer Alfons Forster von Aufsichtsratsvorsitzender Birgit Reil für seine inzwischen 40-jährige Arbeit am HPZ geehrt.

HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler hieß in seiner Begrüßung nicht nur seine Stellvertreterinnen Brigitte Krause und Claudia Prommersberger sowie seinen Amtsvorgänger Helmut Dörfler willkommen, sondern natürlich neben den Geehrten auch die Mitglieder des Aufsichtsrates, die anwesenden Vertreter*innen der Städte und Gemeinden, die zahlreichen Vereinsmitglieder und den Irchenriether Bürgermeister Josef Hammer. Er bedankte sich bei allen fürs Kommen. Nach dem Totengedenken für die im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder durch Aufsichtsratsmitglied Helmut Brandl, ging Vorsitzende Reil in ihrem Bericht auf die letzten zwölf Vereinsmonate ein.

Es sei ein durch die Corona-Pandemie und deren vielen Regelungen geprägtes Jahr gewesen, in dem die Eltern ihre Kinder den HPZ-Mitarbeiter*innen anvertraut hätten. „Unsere Einrichtung hat für den bestmöglichen Schutz und Umgang für die Kinder garantiert“, sagte Reil. Sie blickte auf die im September 2020 abgehaltenen Neuwahlen sowie auf sieben Sitzungen zurück. Wirtschaftlich gesehen habe man trotz der schwierigen Zeiten keine Verluste gemacht und mit plus/minus null abgeschlossen.

Als  „Sorgenkind“ bezeichnete sie das Hotel am Hofgarten in Neustadt/WN, für dessen Umbau zu einem Wohnheim für leicht behinderte Menschen mit insgesamt vorgesehenen 24 Plätzen es noch keine Genehmigung geben würde. Man habe inzwischen ein neues Konzept vorgelegt und die Heimaufsicht gebeten, die Regelungen zu lockern. Weiterhin sei, so Reil, das Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ seiner Bestimmung übergeben worden. Eine offizielle Einweihung dessen sowie ein Tag der offenen Tür mit der Aktion „Der längste Schal der Oberpfalz“ würden, sofern es Corona zulasse, folgen.

Abschließend erklärte Reil, dass für den Aufsichtsrat künftig wieder ein Beirat, bestehend aus neun Mitgliedern, installiert werden soll. Ihr Wunsch an die Politik lautete: „Für unseren Bereich muss die Lobby geschafft werden, um viel mehr Gehör zu finden!“

Vorstandsvorsitzender Stadler machte in seinem Bericht deutlich, dass am HPZ aktuell u. a. in der Frühförderung 268 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren, 171 in der Förderschule und in der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE), 476 Werkstattgänger*innen (davon 86 in der Regenbogen-Werkstätte in Weiden) beschäftigt sowie 163 Bewohner*innen in der Wohnstätte und 69 im Pflegeheim untergebracht seien. Das Ambulant Betreute Wohnen kümmere sich um 23 Frauen und Männer, die Offenen Hilfen um 220. „So haben bei unseren Einrichtungen 1.100 bis 1.200 Menschen Platz gefunden, die wiederum von rund 750 Mitarbeiter*innen betreut werden“, wusste Stadler, der zudem weitere interessante Zahlen über den Fuhrpark und die Küche parat hatte.

Corona habe in den letzten zwölf Monaten das Leben am HPZ geprägt. Der Vorstandsvorsitzende lobte in diesem Zusammenhang den Einsatz der Angestellten bei der Erstellung von Hygienekonzepten sowie die Familien und deren Kinder mit Behinderung, die die hoch angelegten Messlatten perfekt eingehalten hätten. Ein Licht am Ende des Tunnels seien schließlich die Impfstoffe gewesen, wenngleich lange nicht klar gewesen sei, dass Behinderten-Einrichtungen priorisiert behandelt werden müssen. Stadler dankte auch dem Impfzentrum, das schnell vor Ort die Impfungen unkompliziert durchgeführt habe, und seiner Stellvertreterin Krause für die perfekte Organisation der Impfaktionen. „Das war ein Meilenstein für uns“, so der HPZ-Chef. Derzeit laufe es in allen HPZ-Einrichtungen wieder nahezu normal, wobei Stadler davor warnte, zu leichtsinnig zu werden. Man sei jedoch für eine mögliche neue Welle im Herbst bestens gerüstet.

Der Vorstandsvorsitzende ging ebenso kurz auf die drei abgeschlossenen Bauprojekte „Obere Förderstätte“, „Kinder- und Jugendwohnen am Kleeefeld“ und „Werkstatt in Irchenrieth“ ein. „Wir können momentan, im Gegensatz zu  vielen anderen Einrichtungen genügend Betreuung in allen Bereichen bieten“, freute er sich. Vorausschauend sagte er, dass künftig die Werkstätten, bei denen durch die Pandemie viel durcheinander gewirbelt worden sei, ein wichtiges Thema seien. Dort habe man 2020 Umsatzeinbußen zu verzeichnen gehabt, wobei in den letzten Monaten die Auftragslage wieder nach zeigen würde. „Wir sind hier auf einem guten Weg, wobei es zwei bis drei Jahre dauern wird, ehe wir das Niveau vor Corona erreicht haben“, erklärte Stadler.

Der versprach zudem, dass das HPZ in Zukunft in die Projekte „Sanierung/evtl. Neubau der Schule“ sowie „Schaffung von neuen Wohnplätzen“ investieren wolle. Vor allem bei Wohnplätzen sei nämlich die Nachfrage ungebrochen, wobei am Standort in Irchenrieth dringend saniert werden müsse. Auf das „Hotel am Hofgarten“ eingehend lobte Stadler die Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern und Landrat Andreas Meier. Auch wenn es Verzögerungen  gegeben habe, sei man guter Dinge und man habe zuletzt die Konzepte angepasst. Entscheidend sei, dass die geforderten sehr hohen Pflegeheimstandards, die für das HPZ nicht zu finanzierende Kosten verursachen würden, aufgrund der vorhandenen Selbstständigkeit der Bewohner*innen gesenkt würden. Stadler, der in Kürze eine Entscheidung erwartet, dazu: „Wir wollen nicht, dass der Hofgarten scheitert. Er wäre ein absolutes Vorzeigeprojekt, das den Anforderungen des Bundesteilhabegesetzes perfekt entsprechen würde.“

Nachdem Martina Grüner, die Leiterin der Offenen Hilfen, den Anwesenden ihre Abteilung näher  vorgestellt hatte, bescheinigten die Kassenprüferinnen Waltraud  Hierold und Elisabeth Walberer sowie die beauftragten Wirtschaftsprüfer dem Verein eine absolut einwandfreie sogenannte „Taschengeld-Regelung“ und einem den handelsrechtlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss. Die einstimmige Entlastung des Aufsichtsrates war somit reine Formsache.

Brigitte Krause als Vorsitzende der „Stiftung Sonnenblume“ erklärte in ihrem kurzen Vortrag, dass die Stiftung trotz Corona „nicht ausgebremst gewesen“ sei. Man habe rund 46.000 Euro Zugewinn gemacht. Krause sicherte zu, auch weiterhin Wünsche der verschiedenen HPZ-Einrichtungen zu unterstützen.

Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Daisy Brenner wies noch auf die Nähaktionen für den „Längsten Schal der Oberpfalz“ hin, die am 11. Oktober und 18. November jeweils ab 19 Uhr im Hotel am Hofgarten geplant seien, ehe Reil Pfarrer Forster ehrte und Aufsichtsrat Dieter Wettinger den  ehemaligen Vorsitzenden Bock zum Ehrenmitglied ernannte und sich bei dessen Ehefrau Elisabeth für die  Unterstützung der Arbeit ihres Mannes dankte. Bock passend in seiner Dankesrede zum Abschluss der Mitgliederversammlung: „Ein Leben ohne HPZ ist für mich nicht vorstellbar!“


RehaSport e. V. des HPZ startet wieder durch

Auftakt: Die Sportlerinnen und Sportler (hier die Fußballer) des RehaSport e. V. des HPZ Irchenrieth steigen nach und nach wieder ins Training ein.

Auftakt: Die Sportlerinnen und Sportler (hier die Fußballer) des RehaSport e. V. des HPZ Irchenrieth steigen nach und nach wieder ins Training ein.

Seit dieser Woche wieder Training möglich – Fußballer reisen im April 2022 nach Spanien – Auch Teilnahme an den Special Olympics in Berlin

Nach langer Corona-bedingter Pause und schwierig umzusetzenden Hygienemaßnahmen startet der RehaSport e. V. des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) nun wieder durch. Den Anfang machten vor kurzem die Fußballer und Fußballerinnen, die auf dem bestens präparierten Platz ihre erste Trainingsstunde abhielten. Die Übungseinheiten werden von den bewährten Trainerinnen und Trainern (natürlich alle mit ÜL-Schein) Marina Plakhotnik-Hastler, Mandy Bäumler, Julian Müssig, Jonas und Felix Fritsch geleitet.

Seit dem 13. September läuft ebenso wieder das Training für die Step-by-Step-Gruppe um Trainer Sebastian Hanauer. Ab Donnerstag, 16. September, schieben dann die Boccia-Spieler wieder „eine ruhige Kugel“ in der Halle und evtl. noch auf den neuen Boccia-Bahnen im Freien. Trainer sind weiterhin Lukas Woldrich, Kristina Schmid und Jolina Fleißer.

Die Leichtathleten bringen ihre Fitness ab 5. Oktober auf Vordermann. Als Coaches stehen weiterhin Verena Bönsch und Dominik Koslowsky zur Verfügung. Ein größere Veränderung gibt es bei den Gymnastikgruppen der „Buschbecks“: Renate und Manfred legen eine längere Pause ein. Die beiden Gymnastikstunden finden dann ab nächster Woche immer samstags statt. Beginn ist am 18. September um 9.30 Uhr für die ehemalige Dienstagsgruppe und um 10.30 Uhr für die frühere Mittwochsgruppe. Übungsleiter sind Jonas und Felix Fritsch.

Noch eine Pause muss das Schwimmteam einlegen. Das Schwimmbad ist leider noch nicht zu benutzen und es kann noch bis Ende Oktober dauern, bis wieder geschwommen werden kann. Trainer ist natürlich weiterhin Sebastian Hanauer.

Der Ausblick auf das Jahr 2022 zeigt, wie wichtig es ist, wieder regelmäßig zu trainieren. So steht für das Unified-Fußballteam ab 4. April 2022 bereits ein internationaler Einsatz an. Das Team fliegt auf Einladung nach Mallorca zum Trainingslager für Berlin und Regensburg und spielt nach einigen Trainingseinheiten zum Abschluss gegen die Unified-Mannschaft aus Palma de Mallorca.

Im Juni nimmt dann eine große Delegation von ca. 60 Teilnehmern aus den verschiedenen Sportgruppen an den Nationalen Spielen von Special Olympics in Berlin teil, bevor im Juli die im letzten Jahr ausgefallenen Spiele in Regensburg nachgeholt werden. Auch hier werden 60 HPZ-Sportler mit in die Dom- und Donaustadt reisen.


FC Bayern-Fanclub Floß unterstützt erneut das HPZ

Bayern-Fanclub-Präsident Gerhard Stadler (r.) und Kassier Christian Haberkorn (l.) überreichten HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (Mitte) die Spende in Höhe von 1.000 Euro.

Bayern-Fanclub-Präsident Gerhard Stadler (r.) und Kassier Christian Haberkorn (l.) überreichten HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (Mitte) die Spende in Höhe von 1.000 Euro.

Präsident Gerhard Stadler und Kassier Christian Haberkorn überreichen Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler Scheck in Höhe von 1.000 Euro – Geld wird für sportliche Aktivitäten eingesetzt

Der FC Bayern München-Fanclub Floß spendet erneut für den guten Zweck. Nutznießer ist dieses Mal das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth, das von Präsident Gerhard Stadler und Hauptkassier Christian Haberkorn mit einer Spende von 1.000 Euro überrascht wurde. HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler nahm am Mittwochabend den Scheck entgegen.

Fanclub-Chef Stadler hob bei der Übergabe die lange Verbundenheit zu seinem Namensvetter, der übrigens selbst seit 24 Jahren Mitglied im Flosser Fanclub ist, hervor. „Als Verein mit unseren rund 2.600 Mitgliedern haben wir es uns auf die Fahne geschrieben, regelmäßig soziale Einrichtungen in unserer Region zu unterstützen“, erklärte der Präsident.

Dieses Mal werde auch wieder das HPZ bedacht, das sich durch seine vielfältige Arbeit die Spende des Bayern-Fanclubs in Höhe von 1.000 Euro redlich verdient habe. Seit dem Bestehen des Flosser Fanclubs sind es schon rund 82.500 Euro – allesamt aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert – gewesen, die an karitative, kulturelle, gesellschaftliche, sportliche Vereine und Organisationen gespendet wurden. Alleine 12.400 Euro davon in den letzten eineinhalb Jahren der Corona-Pandemie. „Das kann sich sehen lassen“, so Gerhard Stadler weiter.

Eine Einschätzung, die HPZ-Vorstandsvorsitzender Stadler uneingeschränkt teilte. „Das HPZ und der Bayern-Fanclub Floß pflegen eine langfristige und intensive Verbindung“, sagte er, als er sich bei Stadler und Haberkorn herzlich bedankte. Für seine Einrichtung sei der Fanclub als mitgliedstärkster FCB-Verein in der Region „ein ungemein wichtiger Partner“. Er versprach, dass die 1.000 Euro im HPZ sinnvoll und zweckgebunden für den Bereich „Bewegung, Fußball, Sport“ eingesetzt werden.


Die spezielle Leidenschaft des Ludwig Kolnberger

AUW des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth trägt dazu bei, Lebensfreude und -qualität zu gewinnen – In den Charme alter Radios verliebt

Leidenschaften und Interessen unterstützen, ist ein Ziel, das sich das Team des Ambulant Unterstützten Wohnens (kurz AUW) des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth zur Aufgabe gemacht hat. Denn die Möglichkeit, Leidenschaften und Interessen auszuleben, bedeutet zugleich auch, Lebensfreude und -qualität zu gewinnen.

Bei Ludwig Kolnberger geht es um eine ganz besondere und  spezielle Leidenschaft. Er hat sich in den Charme und den Klang der alten Radios der 50er, 60er und 70er Jahre verliebt. Jene, die noch mit Elektronenröhren verstärkt werden und einen optischen Charme und eine Detailverliebtheit besitzen, die man heutzutage leider kaum noch findet. Zudem besitzt der Klang, der den Lautsprechern der Radios entweicht, eine unverwechselbare Wärme und Leichtigkeit.

Leider ist es ziemlich schwer, gut erhaltene und voll funktionsfähige Geräte zu bekommen. Doch in Ansbach gibt es einen dieser Fachmänner, der sich bestens mit der Technik alter Röhrenradios auskennt und eine riesige Auswahl der tollsten Geräte des erwähnten Zeitraumes besitzt. Ludwig Kolnberger ist dort mittlerweile nicht mehr nur noch Kunde, sondern auch ein gern gesehener Freund.

Da er für die Reise nach Ansbach Unterstützung benötigt, begleitet ihn das Team des AUW gerne dorthin. Und so machen wir uns meist mit dem Zug auf den Weg ins schöne Frankenland, um ein neues Radio zu kaufen oder eins reparieren zu lassen.

Ludwig Kolnberger besitzt mittlerweile vier dieser wunderbaren Radios. Von der Musiktruhe bis hin zum kleinen Radio für das Nachtkästchen ist alles dabei. Und keines ist jünger als 40 Jahre. Zudem ist er stolzer Besitzer eines Tonbandgerätes und eines Plattenspielers. Beide sind natürlich an Röhrenradios angeschlossen, versteht sich. CDs oder MP3-Player findet man bei ihm  hingegen nicht. Die sind ihm zu modern und an Charme haben sie leider auch kaum etwas zu bieten.

Wenn Ludwig Kolnberger dann vor einem seiner wunderschönen Radios steht und mit Fingerspitzengefühl nach dem gewünschten Radiosender sucht, sieht man ihm die Lebensfreude an, die er durch die Verwirklichung seiner Leidenschaft erlangt. Und darum geht es doch im Leben. Man sollte nach dem suchen, was einen glücklich macht. Dabei unterstützt das AUW-Team Ludwig Kolnberger natürlich sehr gerne.


Alle unter den Top 20 und zwei mit der Traumnote 1,1!

Stellvertretende HPZ-Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause (2. v. r.), stellvertretende Förderstätten-Leiterin Annegret Eismann (r.) und Förderstätten-Leiter Thomas Fritsch (hinten, 3. v. r.) verabschiedeten am Freitag die HEP-Absolventen (mit gelben Blumen) und dankten deren Mentoren.

Stellvertretende HPZ-Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause (2. v. r.), stellvertretende Förderstätten-Leiterin Annegret Eismann (r.) und Förderstätten-Leiter Thomas Fritsch (hinten, 3. v. r.) verabschiedeten am Freitag die HEP-Absolventen (mit gelben Blumen) und dankten deren Mentoren.

Förderstätte des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth ehrt frischgebackene Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger – Nur Spitzenpositionen erreicht

Das ist mal eine Ansage: Alle sechs frischgebackenen Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger (HEP) der Förderstätte des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth sind heuer unter den insgesamt 100 Absolventen unter den Top 20 zu finden. Und zwei von den HPZ-Auszubildenden warteten bei den Abschlussprüfungen sogar mit der Traumnote 1,1 auf. „Wir sind stolz auf Euch. Diese Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie toll bei uns ausgebildet wird“, freute sich stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause, als sie am Freitagvormittag zusammen mit Förderstätten-Leiter Thomas Fritsch und dessen Stellvertreterin Annegret Eismann die erfolgreichen Prüflinge auszeichnete.

In einer kleinen Feierstunde mit Abstand und Hygieneregeln dankte Fritsch nicht nur den neuen HEPs, sondern auch den Mentoren, die die Schüler in ihrer zwei- oder dreijährigen Ausbildung begleitet und mit ausgebildet hatten. Durch ihre Unterstützung und Begleitung der Fachschüler seien sie mit Garanten für eine erfolgreiche praktische Ausbildung gewesen.

Fünf der sechs Absolventen, die in der Praxis in Irchenrieth ausgebildet worden waren und in Neuendettelsau die Schule besucht hatten, bleiben dem HPZ auch weiterhin erhalten. Der Förderstätten-Leiter zitierte in seiner Ansprache den bekannten Tom Hanks-Film „Forrest Gump“: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – man  weiß nie, was man kriegt!“ Die Ausbildung der vier Frauen und zwei Männer sei wie die Schachtel Pralinen gewesen: „Bei vielen Dingen habt Ihr Euch  überraschen lassen müssen“, blickte Fritsch zurück.

Jetzt gehe es für alle in einen neuen Lebensabschnitt. Der Förderstätten-Leiter wünschte allen für ihre Zukunft „viele süße und vor allem Lieblingspralinen. „Probiert aber ruhig auch einmal die eine oder andere unbekannte Praline. Es bringt Euch auf alle Fälle weiter“, sagte er. Ihm habe es sehr viel Spaß bereitet, der Anleiter dieser Klasse gewesen zu sein.

Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Krause, die die Grüße von Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler überbrachte, wünschte den neuen HEPs eine schöne künftige Zeit im HPZ und dankte vor allem den Mentoren, die die Ausbildung mit Ausdauer und Fachwissen begleitet hätten. Stellvertretende Förderstätten-Leiterin Eismann fügte an, dass die „Verabschiedung durchaus schwer fällt“. Allerdings würden den Absolventen nun viele neue Wege in ihrem weiteren Berufsleben offen stehen. „Euch allen gutes Gelingen an den neuen Arbeitsplätzen und alles erdenklich Gute für die weitere  Karriere“, so Eismann, die den Absolventen und  Mentoren kleine Blumengeschenke überreichte.

In Vertretung aller Auszubildenden bedankten sich Selina Schätzler und Julian Müssig bei Fritsch für dessen Unterstützung in den letzten Jahren mit einem italienischen Geschenkkorb, ehe als besondere Überraschung sogar der Förderstätten-Rat um Vorsitzenden Wolfgang Scharbauer gratulierte.

Die frischgebackenen HEPs sind: Stephan Schieder, Selina Schätzler, Ellen Mücke, Julian Müssig, Alexandra Thiel und Corinna Voith.


Lernts HEP, kommts ins HPZ!

Abwechslungsreich, herausfordernd, kreativ und teamorientiert: Auf diesen kurzen Nenner lässt der Beruf des Heilerziehungspflegers (HEP) am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth bringen.

In unserem Video geben unsere Auszubildenden Selina Schätzler, Corinna Voith und Felix Beimler einen kleinen Einblick, was ein HEP macht, wie seine Ausbildung abläuft und was die Arbeit als HEP so besonders macht.

Wenn Ihr also für eine interessante und anspruchsvolle Beschäftigung bereit seid und Lust auf eine neue Aufgabe habt, dann bewirbt Euch doch bei uns. Denn: Wir bieten Euch einen Ausbildungs- oder einen Praktikumsplatz mit vielen Vorzügen in einer lebens- und arbeitswerten Region – mehr: https://www.weiden.de/ und https://www.neustadt.de/

Das HPZ freut sich auf Euch! Weitere Infos und noch mehr Jobangebote gibt es hier: https://bit.ly/2U43RCi


Übersichtlich, informativ und serviceorientiert!

Geschafft – das Redaktionsteam des Infoblattes des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ)  Irchenrieth um stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause ist in den letzten Wochen und Monaten richtig fleißig gewesen! Mit Erfolg, denn das Infoblatt präsentiert sich mit der neuesten Ausgabe nicht nur komplett in Farbe, sondern auch in einem neu überarbeiteten Design im Magazin-Stil.

Ab sofort ist es zudem noch übersichtlicher, wesentlich informativer und bietet erheblich mehr Service, Inhalte und Geschichten rund um das HPZ. Ein großes Dankeschön gilt dabei der Windischeschenbacher Werbeagentur Lebegern (https://lebegern.com) um Thomas  Lebegern und der Flosser PR-Agentur ideen-theke (https://www.ideen-theke.de) um Stephan Landgraf sowie der Weidener Druckerei Spintler (https://www.spintler.com) für die hervorragende Umsetzung.

Das neue Infoblatt (HPZ_Irchenrieth_Infoblatt01_2021) kann sich sehen lassen, oder? Schaut doch einfach mal rein, es lohnt sich!

Weitere Ausgaben zum Downloaden gibt es hier: https://www.hpz-irchenrieth.de/hpz-news/


Flexible und individuelle Fürsorge rund um die Uhr!

Wohnstätten GmbH des Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth erweitert ihr Angebot – Seit April gibt es erstmals eine Erwachsenen-Gruppe mit Intensivbetreuung

„Alles neu macht der Mai“ – so heißt ein Sprichwort, das aktuell – leicht abgeändert – auf die Wohnstätten GmbH des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth perfekt zutrifft. Abgewandelt deswegen, weil einhergehend mit dem Umzug des Kinder- und Jugendwohnens, bereits seit Anfang April die neue Wohngruppe 8 für Erwachsene mit Intensivbetreuung in Betrieb genommen wurde.

Der „Wonnemonat“ Mai, für die Wohnstätten GmbH also der April, steht für das Aufblühen der Natur und ist somit ein Symbol für Aufbruchsstimmung. „Wir freuen uns, dass  wir die neue Gruppe 8 – eine neue Art von Wohnangebot‚ zwischen komplett offenem und  geschlossenem Wohnen‘ – bei uns anbieten können. Denn der Bedarf und die Nachfrage waren vorhanden“, weiß Sozialpädagogin Annabell  Schulze vom Sozialdienst der Wohnstätten GmbH, die zusammen mit Wohnheim-Leiter Rainer Zintl für sie verantwortlich ist.

Zur Seite stehen ihnen dabei ein fachlich kompetentes Team aus aktuell sechs Mitarbeitern, das sich rund um die Uhr um die Betreuung der Bewohner, vom Alter und Geschlecht her bunt gemischt, kümmert. Von den zur Verfügung stehenden sieben freien Plätze der Wohngruppe 8 sind bereits alle belegt.

Untergebracht sind in der neuen Gruppe 8  Erwachsene, die einen sogenannten „erhöhten Betreuungsschlüssel“ vorweisen. Sprich: Menschen, die eine intensive Betreuung sowie einen stark strukturierten Tagesablauf benötigen. Ihnen soll, sagt Schulze weiter, ein wunderschönes, bedarfsgerechtes und festes Zuhause in Einzelzimmern mit Bad und Dusche dazu dienen, den jederzeit möglichen Übergang ins offene Wohnen und sogar in die Werk- und Förderstätten leichter zu gestalten.

Dazu arbeitet die Wohngruppe 8 auch mit den anderen eng zusammen. Und nicht nur das: Das Mitarbeiter-Team, für das sich bei Schulze oder Zintl gerne geeignete Heilerziehungspfleger (HEP), Heilerziehungspflegehelfer, Sozialbetreuer oder Erzieher bewerben können, sorgt für ihre Bewohner für ein abwechslungsreiches Programm, das in einen strukturierten Tagesablauf integriert ist.

So gibt es täglich um 7.30 Uhr ein gemeinsames Frühstück, ehe anschließend ein Bewohner  in die Werkstatt, einer in die Förderstätte geht und der Rest der Gruppe individuell beschäftigt wird. Dazu gehören Einkaufen, Putzen oder Waschen – Tätigkeiten, die es auch zu Hause regelmäßig zu bewältigen gilt.

Nach dem Mittagessen folgen eine zweistündige  Ruhepause, Kaffeetrinken und die freie Beschäftigungszeit, ehe nach dem Abendessen u. a. die Möglichkeit zum Fernsehen besteht. Aufgelockert wird das Ganze durch Events wie gemeinsame Grillabende oder Gartenarbeit – immer alles individuell und flexibel auf die erhöhten Betreuungsbedürfnisse jedes Einzelnen zugeschnitten!


Wissenswertes rund ums HPZ Irchenrieth!

Zahlen, Daten und Fakten – in unserer neuen Rubrik erfahren Sie Dinge über das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth, die Sie bislang sicherlich so überhaupt noch nicht gehört haben! Heute stellen wir Ihnen die Zentralküche und ihr Team um Leiter Frank Bayer vor, die anhand zum Teil unglaublicher Zahlen einen kleinen Einblick in ihren Bereich geben.

Wussten Sie zum Beispiel, dass…

  • …dort 17 Mitarbeiter, davon drei Köche einschließlich Leitung und drei Küchenhilfen in Vollzeit angestellt sind?
  • …es zudem elf Mitarbeiterinnen in Teilzeit und neun betreute Mitarbeiter gibt?
  • …die Zentralküche von Montag bis Donnerstag von 6 bis 16 Uhr und am Freitag von 6 bis 15.30 Uhr in Betrieb ist?
  • …zurzeit täglich ca. 580 Mittagessen zubereitet werden?
  • …täglich ein Drei-Gänge-Menü, inklusive Getränke, angeboten wird?
  • …die Lebensmittel dafür von Lieferanten überwiegend aus der Region wie Grafenwöhr, Wurz, Weiden, Regensburg und Amberg kommen?
  • …das Mittagessen an das Pflegewohnheim mit ca. 90 Personen und an die beiden Förderstätten mit rund 40 und 45 Personen mit Thermobehältern und einem Wärmewagen verschickt wird?
  • …des Weiteren drei Speisesäle auf dem HPZ-Gelände bewirtschaftet werden, in denen Speisen und Getränke ausgegeben werden?
  • …täglich zwischen 3500 bis 4000 Besteck- und Geschirrteile gespült werden müssen?

Gehandicapt? Behindert? Nein, Jonas ist „einfach nur anders!“

Der neunjährige Sohn von Susi und Christian Höchtl leidet an einer Autismus-Spektrum-Störung – Das HPZ Irchenrieth unterstützt die Familie in vielen Belangen und fördert die Kindes-Entwicklung

Eine glückliche Familie, die durch das geordnete und umfangreiche Rundum-Konzept des HPZ Irchenrieth perfekt unterstützt wird: Christian, Jonas und Susi Höchtl (v. l.).

Eine glückliche Familie, die durch das geordnete und umfangreiche Rundum-Konzept des HPZ Irchenrieth perfekt unterstützt wird: Christian, Jonas und Susi Höchtl (v. l.).

Jonas ist neun Jahre alt. Beim Sohn des Weidener Ehepaares Susi und Christian Höchtl kann man auf den ersten Blick nur schwer erkennen, dass er seit seiner Geburt an einem Gen-Defekt leidet – an einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung, die als Autismus-Spektrum-Störung, genauer als Suszeptibilität für Autismus-Typ 18, diagnostiziert wird. „Ab und zu lebt er in seiner eigenen Welt““, erzählt Susi Höchtl, die ihr Kind 2018 in die Partnerklasse des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth in Rothenstadt eingeschult hat.

Eine Entscheidung, die die 37-Jährige bis heute nicht bereut. Aber auch eine Entscheidung, die sich ihr Mann und sie zunächst nicht leicht gemacht haben: „Sie war jedoch absolut richtig. An der Hans-Sauer-Schule und dann nachmittags anschließend in der HPZ-Tagesstätte in Irchenrieth wird sich um Jonas bestens gekümmert. Er ist dort perfekt aufgehoben, wird rundum gefordert und betreut und in seiner Entwicklung gefördert“, umschreibt Susi Höchtl kurz und treffend die „tolle Arbeit“, die Lehrer Christian Reichl in Rothenstadt und das HPZ-Team vor Ort leisten.

Die anfänglichen Zweifel und Vorbehalte, das eigene Kind zu einem großen Teil in die Obhut Fremder zu geben, sind inzwischen gewichen. Mit Selbstbewusstsein und Offenheit spricht die 37-Jährige heute über das Leben mit einem Kind, das durch eine „Laune der Natur“ behindert auf die  Welt gekommen war. Wobei: Behindert? Gehandicapt? Nein: „Jonas ist einfach nur anders“, sagt die Weidenerin, die als ausgebildeter Fitness- und Personal-Coach und als Ernährungsberaterin in Vohenstrauß seit September 2020 ihr eigenes Studio „Room4you“ (https://www.room4you-fitness.de/) betreibt.

„Mit meinem Schritt in die Selbständigkeit wollte einen Ort schaffen, wo sich Menschen treffen können, um ihre Ziele zu erreichen und umzusetzen. Ich habe kein klassisches Fitness-Studio. Bei mir sollen Menschen zusammenkommen, sie sollen lachen und Spaß haben, Freundschaften sollen sich entwickeln und es soll sich natürlich bewegt werden“, sagt Susi Höchtl.

Eine Beschreibung, die irgendwie auch auf ihren Sohn Jonas und sein bisheriges Leben zutrifft. Zunächst besuchte er in Weiden einen öffentlichen Kindergarten. Wegen Jonas‘ geistiger und körperlicher Behinderung – er hat u.a. Probleme mit der Verdauung und mit der Fein- und Grobmotorik – war schnell klar, dass das zu viel für ihn war. Es schloss sich der Wechsel in eine Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) in Weiden an. Über das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) der Kliniken Nordoberpfalz AG entstand damals der Kontakt zum HPZ, zur Partnerklasse in Rothenstadt und zur Tagesstätte in Irchenrieth.

„Hier ist Jonas angekommen. Er wird entsprechend seiner Behinderung umfassend unterstützt, gefördert und gefordert“, lobt die 37-Jährige. Und: Ihrem Sohn werden feste Strukturen und ein regelmäßiger Tagesablauf geboten, die aufgrund seiner Störung für ihn ungemein wichtig sind. So wird er jeden Tag zu Hause abgeholt und nach Rothenstadt gefahren. Nach der Schule geht es mit nach Irchenrieth zur nachmittäglichen Betreuung in die Tagesstätte, wo er bis 16 Uhr auch verschiedene Behandlungen, wie z. B. Ergo- oder Physiotherapie erhält, ehe er wieder zurück nach Weiden gebracht wird.

Das geordnete und umfangreiche Rundum-Konzept des HPZ, das von der SVE über die Schule und Ausbildung bis zu einem Arbeitsplatz reicht, sorge für Jonas zum einen für Sicherheit. Zum anderen werde ihm, soweit wie möglich geholfen, selbstständig zu werden. Dennoch: „Christian und ich haben natürlich Zukunftsängste bezüglich Jonas“, gibt Susi Höchtl unumwunden zu. Ängste, die ihnen  auch das HPZ natürlich nicht vollkommen nehmen kann, aber sie etwas erleichtert.

Denn Jonas,  so seine Mama, gehe „sehr gerne in die Schule und in die Tagesstätte“. Was nicht zuletzt dem Umstand geschuldet ist, dass er inzwischen sogar schon Freundschaften zu anderen Kindern aufgebaut hat. Wie gerne der Neunjährige das HPZ besucht, habe sich während der Corona-Pandemie und einer nötigen einhergehenden zehnwöchigen HPZ-Pause  gezeigt. „Er hat ständig gefragt, wann er denn wieder hin kann“,  erinnert sich Susi Höchtl.

Sie möchte daher auf alle Fälle ihren Jungen so lange wie möglich in der HPZ-Schiene laufen lassen. „Wir sind für alles offen, wobei Jonas‘ Berufswunsch ist, einmal Landwirt zu werden. Was wohl  daran liegt, dass meine Schwester einen Bauernhof hat und  er dort liebend  gerne zu Besuch  ist“, sagt die 37-Jährige. Sie hat sich übrigens, nicht zuletzt wegen ihres Sohnes, nun dazu entschieden, eine weitere Ausbildung zum Thema „Sport und Bewegung für behinderte Kinder“ zu machen. Behindert? Nein: Für Kinder, die einfach nur anders sind!

Hintergrund:

Die tiefgreifende Entwicklungsstörung, die als Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert wird, tritt in der Regel vor dem dritten Lebensjahr auf und kann sich in einem oder mehreren der folgenden Bereiche zeigen:

  • Probleme beim wechselseitigen sozialen Umgang und Austausch (etwa beim Verständnis und Aufbau von Beziehungen)
  • Auffälligkeiten bei der sprachlichen und  nonverbalen Kommunikation (etwa bei Blickkontakt und Körpersprache)
  • eingeschränkte Interessen mit sich wiederholenden, stereotyp ablaufenden Verhaltensweisen

Betroffene Menschen werden als Autisten oder als autistisch bezeichnet. Aufgrund ihrer Einschränkungen benötigen viele autistische Menschen – manchmal lebenslang – Hilfe und Unterstützung. Autismus ist unabhängig von der Intelligenz-Entwicklung, jedoch gehört Intelligenzminderung zu den häufigen zusätzlichen Einschränkungen. Trotz umfangreicher Forschungsanstrengungen gibt es derzeit keine allgemein anerkannte Erklärung der Ursachen autistischer Störungen.

Im derzeit gültigen Klassifikationssystem ICD-10 wird zwischen verschiedenen Autismusformen unterschieden (etwa frühkindlicher, atypischer Autismus und Asperger-Syndrom). Das DSM-5 und die ICD-11 (gültig ab 2022) hingegen enthalten keine Subtypen mehr und sprechen nur noch von einer allgemeinen Autismus-Spektrum-Störung (ASS; englisch autism spectrum disorder, kurz ASD).

Grund für diese Änderung war die zunehmende Erkenntnis in der Wissenschaft, dass eine klare Abgrenzung von Subtypen (noch) nicht möglich ist – und man stattdessen von einem fließenden Übergang zwischen milden und stärkeren Autismus-Formen ausgehen sollte.


Was sind wir Ihnen wert?

HPZ-Förderstätte wartet mit neuem Angebot auf: Team hebt die Föst AG aus der Taufe – Zusammenarbeit mit Firmen ein Schwerpunkt

„Was sind wir Ihnen wert?“ Zugegeben, ein leicht provokanter Slogan, der aber die Sache kurz, knackig und am besten beschreibt. Denn das Team der Förderstätte des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth wartet mit einer interessanten Neuigkeit auf. Sie hat nämlich vor kurzem die neue Förderstätten Arbeitsgruppe (Föst AG) aus der Taufe gehoben.

„Während der letzten Monate, die natürlich auch bei uns von der Corona-Pandemie  und deren Auswirkungen gekennzeichnet  waren, hat unser Team lange gegrübelt und überlegt, wie Arbeit mit Förderstätte vereint werden kann“,  erklärt Susanne Sindersberger (Heilerziehungspflegerin und Leiterin der Gruppe 11) stellvertretend für das Team mit Tina Beer (Heilerziehungspflegerin und  Leiterin der Gruppe 9), Marina Plakhotnik-Hastler (Heilerziehungspflegerin, Diplom-Sozialpädagogin und Sozialdienst), Mandy Bäumler (Heilerziehungspflegerin und Leiterin der Gruppe 7), Sylvie Weidner (Heilerziehungspflegerin und Leiterin der Gruppe 8) und Angelina Weidner (Heilerziehungspflegerin und Leiterin der Gruppe 12).

Denn Arbeit solle ein fester Bestandteil des Förderstätten-Alltags sein. „Wichtig war uns daher, dieses Angebot möglichst werkstattgetreu zu gestalten, um eine arbeitsrealistische Atmosphäre zu schaffen“, so Plakhotnik-Hastler weiter.

Schließlich hatte die  Förderstätte dann die Idee der Föst AG, ein Angebot, bzw. eine Arbeitsgruppe, für den Förderstätten-Klienten, die sich im Untergeschoss der oberen Förderstätte am HPZ befindet. An der AG kann jeder teilnehmen, der Interesse an Arbeit hat. Gleichzeitig kann die Föst AG aber auch, nach einem Wechsel aus der Werkstatt, dem Betreuten helfen, sich leichter in die Förderstätte einzugewöhnen. „Die Tagesstruktur wird so größtmöglich beibehalten. Weiterhin kann mit Hilfe der Föst AG auch auf einen Wechsel in die Werkstatt hingearbeitet werden“, erklärt Beer.

Die Föst AG gliedert sich dabei in drei Arbeitsbereiche – „Wäsche“, „Holz“ und „Extern“. In jedem Arbeitsbereich sind verschiedene Arbeiten bzw. Tätigkeiten zu erledigen. Zum Beispiel: Im Bereich „Wäsche“ wird die bereits gewaschene Wäsche aus der Wäscherei sortiert und anschließend auf die jeweiligen Gruppen verteilt. Im Arbeitsbereich „Holz“ bekommt die AG Materialien aus der Werkstatt und fertigen die bereits bekannten Kaminanzünder.

Der größte und neuste Bereich ist der Arbeitsbereich „Extern“. Hier arbeiten die AG mit externen Firmen zusammen und erledigen für die Unternehmen leichte Aufgaben wie Sortieren, Eintüten, Abfüllen oder Abzählen für verschiedenste Aufträge. Den Anfang machte die Gruppe hier bereits mit ihrem ersten Auftrag „Chips-Aktion“, bei der verschiedene Chips- und Flips-Sorten in eine Tüte verpackt und anschließend verkauft werden. „Da wir in der Förderstätte, im Unterschied zur Werkstatt, jedoch kein Geld verdienen dürfe, arbeiten wir hier gegen eine freiwillige Spende. Daher auch der hoffentlich  animierende  Slogan ‚Was sind wir Ihnen wert?‘“, berichtet Sindersberger.

Vorerst findet das Angebot in der Förderstätte täglich von 9 bis 11 Uhr statt. In der Zukunft soll die Föst AG aber ganztags angeboten werden. Hierfür wird ab September das Team um eine feste Angestellte erweitert. Interessierte Firmen können sich übrigens gerne bei Förderstätten-Leiter Fritsch melden, Tel.: 09659/91106, Mail: t.fritsch@hpz-irchenrieth.de


Die beste Masche, um weiter Gutes zu tun!

Wem bei diesen Temperaturen nicht warm genug sein sollte, dem sei der Schal der Stiftung „Sonnenblume“ des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth empfohlen. Das Motto dabei: Masche an Masche für einen gemeinsamen guten Zweck. Und, wenn möglich, dabei den längsten Schal der Oberpfalz entstehen zu lassen.

Bereits 2019 wurde von der Stiftung die Spendenaktion zugunsten des Baus des inzwischen fertiggestellten neuen Kinder- und Wohnheims „Am Kleefeld“ ins Leben gerufen. Eine Aktion, die bei vielen Verbänden, Vereinen und  Strickrunden in der Region auf fruchtbaren Boden fiel und aktuell noch weiter läuft.

Denn der ursprünglichen Planung, den Verkaufserlös bei der offiziellen Einweihungsfeier des Heimes zu  übergeben, machte die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Daher entschloss sich das Team der „Sonnenblume“ nun, einfach so lange weiter zu stricken und zu sammeln, bis die Schals bei anstehenden HPZ-Veranstaltungen gegen eine Spende verkauft werden können.

Die Idee dahinter: An dem Vorhaben kann sich jeder mit einem handgestrickten Schal beteiligen. Einzige Bedingung: Er muss 15 Zentimeter breit sein. Bei Länge und Farbe sowie beim Muster können alle Stricker ihre Fantasie freien Lauf lassen. Die einzelnen Werke werden dann zum eventuell längsten Schal der Oberpfalz auf einer Rolle zusammengefügt.

Übrigens: Die Unikate nehmen die Mitarbeiter an der HPZ-Pforte bis auf Weiteres gerne entgegen.


Wissenswertes rund ums HPZ Irchenrieth!

Zahlen, Daten und Fakten – in unserer neuen Rubrik erfahren Sie Dinge über das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth, die Sie bislang sicherlich überhaupt noch nicht gehört haben! Heute stellen wir das Pflegeheim und sein Team um Leiter Georg Schießl vor. Die Einrichtung, die aktuell dringend Personal, vor allem Pflegefachkräfte, sucht (mehr hier: https://bit.ly/3dNIV8k), gibt anhand interessanter Zahlen einen Einblick in ihren Bereich.

Wussten Sie zum Beispiel, dass…

  • …es im Pflegeheim insgesamt 71 Pflegeplätze, die auf zwei Gebäude verteilt sind, gibt?
  • …in einem Bereich 37 und im anderen 34 Plätze sowie zwei Kurzzeitpflegeplätze vorhanden sind?
  • …der Altersdurchschnitt der Heimbewohnerinnen und -bewohner lediglich bei rund 60 Jahren liegt?
  • …die Aufenthaltsdauer im Pflegeheim im Schnitt bei fünf Jahren liegt?
  • …der/die älteste Bewohner(in) 83 Jahre alt und der/die jüngste 29 Jahre alt sind?
  • …im Pflegeheim aktuell 65 Mitarbeiter die Bewohnerinnen und Bewohner in den Bereichen Hauswirtschaft, Pflege und Pädagogik betreuen?
  • …sich die 65 Mitarbeiter in 59 Frauen und sechs Männer aufteilen?
  • …zwei der sechs Männer als Pflegefachkraft, einer als Pflegefachhelfer, einer als Hauswirtschafter, einer als Heilerziehungspfleger und einer als Betreuungskraft eingesetzt werden?
  • …jede Berufsgruppe im eigenen bedarfsorientierten Schichtsystem arbeitet?
  • …im Pflegebereich das Drei-Schicht-System (Früh, Spät, Nacht) und in der Hauswirtschaft und in der Pädagogik das Zwei-Schicht-System (Früh, Spät) Anwendung findet?
  • …es beim Personal im Pflegeheim eine ganz geringe Fluktuation gibt?
  • …den Beschäftigten pro Jahr insgesamt 29 Urlaubstage zur Verfügung stehen?
  • …für den Heiligen Abend und für Silvester kein Urlaub genommen werden muss?
  • …einmal pro Jahr im November eine einmalige Sonderzahlung ausgeschüttet wird?
  • …die Arbeit im Pflegeheim im Branchenvergleich attraktiv vergütet wird?
  • …es die Möglichkeit gibt, eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge abzuschließen?
  • …die Beschäftigten Beihilfe versichert sind?
  • …die jeweiligen Dienstpläne immer sechs Wochen im Voraus erstellt werden, bei der Dienstplangestaltung die Wünsche des Kollegiums Berücksichtigung finden, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbindlich ihre Freizeitaktivitäten planen können?
  • …geleistete Mehrstunden sehr zeitnah ausgeglichen werden?
  • …betriebliche Fort- und Weiterbildungen ausdrücklich erwünscht sind und dementsprechend unterstützt und gefördert werden
  • …die Teams im Pflegeheim interdisziplinär zusammenarbeiten und damit ein intensiver Wissenstransfer in den Bereichen Pflege und Pädagogik zustande kommt?

Für das Pflegeheim werden auch Initiativ-Bewerbungen bei Personalverwalterin Christine Schieder, Mail: c.schieder@hpz-irchenrieth.de, sehr gerne entgegen genommen.


JAV im HPZ Irchenrieth neu gewählt!

Die Jugendausbildungsvertretung (JAV) im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth betreut mehr als 80 Auszubildende und junge Erwachsene bis 25 Jahre. „Die JAV ist ein wichtiges und positives Bindeglied zwischen den jugendlichen Auszubildenden und jungen Beschäftigten“, sagte vor kurzem Vorstandsvorsitzender Christian Stadler (Foto l.) bei den Neuwahlen der JAV-Mitglieder Corinna Voith (2. v. r.), Selina Schätzler (2. v. l.), Felix Beimler (r.), Lena Klier, Kristina Schmid und Corinna Donhauser.

Beimler (20 Jahre) ist der neugewählte Vorsitzende und im Berufsbildungsbereich beschäftigt. Voith (23) ist seine Stellvertreterin und Auszubildende zur Heilerziehungspflegerin (HEP) in der Förderstätte. Schätzler (22) ist ebenfalls in Ausbildung als HEP. Weiter gehören noch zum Jugendgremium Klier (20) in Ausbildung zum HEP in der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE), Schmid (18) in Ausbildung zum HEP im Wohnheim sowie Donhauser (23) mit beendeter Ausbildung zum HEP im Wohnheim. Alle wurden übrigens für die kommenden zwei Jahre gewählt.

Stadler stellte heraus, dass die Einrichtung für Menschen mit Behinderung in den Auszubildenden die personelle Zukunft sieht. „Für uns ist es wichtig, sie an uns zu binden.  Dazu gehört besonders, dass sie auch spüren, dass das HPZ auf sie baut. Nachwuchs gewinnen und sichern, das ist das Konzept, das man umsetzen will“, so der HPZ-Chef. Das beginne bei der Einbindung der Jugendlichen durch eine gute Betreuung ins Unternehmen.

Wichtiger Teil in diesem Konzept ist für Stadler die JAV, durch die sich die Jugendlichen im Unternehmen repräsentiert sehen. Ein JAV-Vertreter ist auch immer bei den regelmäßigen Betriebsratssitzungen dabei. Dass sich die JAV aktiv für die Azubi und Jugendlichen am HPZ engagiert, stellten Beimler, Voith und Schätzler mit einigen Beispielen heraus. So habe man erfolgreich bei der Erhöhung der Ausbildungsvergütung mitgewirkt.

„Bei diesen Anliegen haben wir uns von der Geschäftsleitung sehr ernst genommen gefühlt“, sagen die drei. Die JAV möchte aber dazu noch über den Tellerrand ihrer Aufgaben hinausschauen. „Wir wollen den sozialen Beruf auch nach außen tragen, bei der Darstellung der Attraktivität mitwirken und besonders die sich bietenden Möglichkeiten im  HPZ als einen der größten Ausbildungsbetriebe der Region den Jugendlichen näher bringen“, so die drei unisono (Text/Foto: Ernst Frischholz).


Wissenswertes rund ums HPZ Irchenrieth

Zahlen, Daten und Fakten – in unserer neuen Rubrik erfahren Sie Dinge über das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth, die Sie sicherlich bislang überhaupt noch nicht gehört haben! Den Auftakt macht das Team vom Fuhrpark und Fahrdienst um Leiter Andreas Schnupfhagn (Foto l.), seinen Stellvertreter Martin Graf (Foto r.) und die Mitarbeiter Josef Winter und Renate Pregler, die anhand zum Teil unglaublicher Zahlen einen Einblick in ihren Bereich geben.

Wussten Sie zum Beispiel, dass…

  • …die Busse pro Jahr über 2 Millionen Kilometer zurücklegen?
  • …die Neun-Sitzer-Busse auf insgesamt 73 Linien unterwegs sind?
  • …tagtäglich morgens ab 55 Uhr und nachmittags ab 15.45 Uhr über 500 Menschen gefahren werden?
  • …insgesamt 120 Fahrer und Begleitpersonen und ca. 10 Aushilfskräfte für die Sicherheit beim Transport sorgen?
  • …die Busse in der gesamten nördlichen Oberpfalz von Waldsassen, Neustadt am Kulm, Kirchenthumbach bis Schwarzhofen, Altendorf, Nabburg sowie östlich von Mähring, Bärnau, Waidhaus, Eslarn, Schönsee und Weiding fahren?
  • …alle ca. 120 HPZ-Fahrzeuge in der Regel in der eigenen Werkstatt gewartet, repariert, in der eigenen Waschanlage auf Vordermann gebracht und an der eigenen Tankstelle betankt werden?
  • …jeder Fahrer regelmäßig geschult, durch den Betriebsarzt untersucht wird und einen Seh- und Reaktionstest ablegen muss?
  • ….die Busse bei der weitesten Strecke pro Tag ca. 280 Kilometer und bei der kürzesten ca. 50 Kilometer zurücklegen?
  • …die HPZ-Busse jährlich vom TÜV auf Herz und Nieren geprüft werden?
  • …die Fahrer bei gesundheitlicher Eignung höchstens bis zum 70. Lebensjahr und die Beifahrer höchstens bis zum 75. Lebensjahr im Einsatz sind?
  • …die Busse nach rund 10 Jahren oder 300.000 gelaufenen Kilometern ersetzt werden?
  • …der Fahrdienst wochentags von 5.50 bis 18 Uhr (freitags bis 16.30 Uhr) geöffnet ist?

Ein Zuhause, in dem sich alle rundum wohlfühlen

Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ am HPZ Irchenrieth seit September 2020 in Betrieb genommen – Heller, moderner und perfekt ausgestatteter Neubau – Personal wird gesucht!

Hochmodern, hell, freundlich und in allen Belangen perfekt auf die Bedürfnisse der Bewohner aus- und eingerichtet – so präsentiert sich das Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth. Der Neubau, für den im Herbst 2017 die Grundsteinlegung über die Bühne gegangen war, wurde im September 2020 eröffnet und seiner Bestimmung übergeben. „Wir wollen unseren Kindern und Jugendlichen ein schönes  Zuhause bieten, in dem sie sich rundum wohlfühlen“, umschreibt Leiterin Stephanie Filchner auf den Punkt gebracht die Grundidee der Einrichtung.

Wohnen, das individuell auf die Mädchen und Jungen angepasst ist, hat im Konzept des HPZ eine wichtige Funktion. Schließlich gehört Wohnen zu den Grundbedürfnissen des Menschen und ist Grundlage eines weitgehend selbst bestimmten Lebens – in jungen und in älteren Jahren. „Unser Wohnheim bietet 365 Tage im Jahr freundliche Wohn- und Lebensbedingungen für gehandicapte Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 20“, so Filchner weiter.

Mit dem Neubau und dem erfolgten Umzug geht für die Leiterin und ihr rund 20-köpfiges Team, die „am Kleefeld“ nun ebenso ihre neuen Büro- und Besprechungsräume vorfinden, ein Traum in Erfüllung: „Bereits mit dem Eintritt in den Kindergarten und die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) können die bei uns betreuten Kinder und Jugendlichen hier wohnen und werden ganzheitlich und individuell in ihrer Entwicklung begleitet und gefördert. Therapie und Heilpädagogik arbeiten hierbei Hand in Hand und stellen sicher, dass sie genau die Förderung erhalten, die sie benötigen.“

Dabei spielen ein fester und geregelter Tagesablauf sowie das Wohnumfeld, in dem sich leicht zu orientieren sein muss, eine wichtige Rolle. Die drei Häuser im HPZ bieten Platz für insgesamt 24 Bewohnerinnen und Bewohner und sind dabei ganz auf die Bedürfnisse derer zugeschnitten. Drei Wohngruppen, unterteilt in blau, gelb und grün, fördern die familiäre Atmosphäre. Jede Wohngruppe verfügt über einen gemütlichen Gemeinschaftsraum mit integrierter Küche. „Wir bieten 20 Einzel- und zwei Doppelzimmer“, erzählt Filchner.

Alle sind jeweils mit einem großen und barrierefreien Bad mit Dusche, Waschbecken und WC ausgestattet. In jedem der drei Häuser befindet sich zudem ein modernes Pflegebad mit Lichteffekten. Jede Gruppe verfügt zudem einen eigenen Gartenbereich mit entsprechenden Spielgeräten, die auch Platz für Grillabende bieten. „An den alten Räumlichkeiten hatte der Zahn der Zeit genagt. Zudem veränderten sich in den letzten Jahren die Anforderungen, so dass der Neubau nötig wurde“, weiß die Leiterin. Jetzt habe man alles unter einem Dach und könne so Synergie-Effekte perfekt nutzen.

In der blauen Gruppe, der heilpädagogischen, stehen acht Plätze, darunter ein Kurzzeitpflegeplatz, zur Verfügung. In der voll belegten gelben, der heilpädagogisch-therapeutischen, sechs und einer für Kurzzeitpflege. Die grüne, die eigentlich als Internatsgruppe angedacht war, soll im Laufe des Jahres umgewandelt werden.

„Für das Internat gibt es leider zu wenig Anfragen. Dafür ist der Bedarf an heilpädagogisch-therapeutischen Plätzen umso größer. Wir haben Nachfragen aus ganz Bayern und darüber hinaus“, sagt Filchner. Fast logisch, dass das HPZ für die Umwandlung Personal sucht, Interessenten können  sich  jederzeit schon jetzt bei ihr melden: Stephanie Filchner, Leitung – Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“, HPZ-Wohnstätten GmbH, Zur Lebenshilfe 1, 92699 Irchenrieth, Tel.: 0 9659/91450, Fax: 09659/91452, Mail: s.filchner@hpz-irchenrieth.de.

„Unser Wohnheim bietet beste Voraussetzungen für die Individualität und das Zusammenleben seiner Bewohnerinnen und Bewohner. „Die Kinder und Jugendlichen sollen hier nicht nur in allen Lebensbereichen  gefördert werden, sondern ein echtes Zuhause vorfinden“, erzählt Filchner weiter. Heißt konkret: Es herrscht an  allen Wochentagen und am Wochenende ein völlig normaler Tagesablauf, wie auch in Familien, vor.

Die Kinder und Jugendlichen werden in der Früh geweckt. Es folgt das gemeinsame Frühstück, ehe sie von 8 bis 13 Uhr die HPZ-Schule, dann anschließend bis 16 Uhr die Tagesstätte besuchen und schließlich wieder in die Wohnstätte zurückkehren und dort gemeinsam zu Abend essen. „Wir sind für sie aber kein Hotel,  sondern wir wollen ein Zuhause sein“, sagt die „Kleefeld“-Leiterin. Sprich: Für die Kinder und Jugendlichen gibt es klare Regeln, jeder muss im Haushalt mithelfen, jeder hat seine  festen Aufgaben.

„Sie sollen individuell zur Selbstständigkeit erzogen werden. Und das beinhaltet unter anderem auch das Einkaufen vor Ort in Irchenrieth. Wir geben ihnen das Rüstzeug für das Alltagsleben“, umschreibt Filchner die Arbeit ihres Teams. Dazu gehört ebenso ein Wochenend-Programm mit Ausflügen, Spaziergängen, Bastel- oder Rama-Dama-Aktionen oder jahreszeitlichen Veranstaltungen. Das sei  zurzeit jedoch aufgrund der Corona-Pandemie stark eingeschränkt. Man freue sich schon auf die Rückkehr zur völligen Normalität – ein weiteres Puzzleteil zum Wohlfühlen.


 

Zertifizierung schreitet fort – Qualitätsmanagementsystem des HPZ wiederum erweitert