Aktuelles

Vorweihnachtliches Geschenk für das HPZ

Filialdirektor Christian Wolf (l.) von der HypoVereinsbank Weiden und Tobias Wolf (r.), der als ehrenamtlicher Vorstand in mehreren der Stiftungen der HypoVereinsbank Region Bayern Nord tätig ist, überreichten am Freitagvormittag an HPZ-Vorstandsmitglied Claudia Prommersberger (2. v. l.) und an stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause (2. v. r.) im Schul-Innenhof einen Spendenscheck über 3000 Euro.

Filialdirektor Christian Wolf (l.) von der HypoVereinsbank Weiden und Tobias Wolf (r.), der als ehrenamtlicher Vorstand in mehreren der Stiftungen der HypoVereinsbank Region Bayern Nord tätig ist, überreichten am Freitagvormittag an HPZ-Vorstandsmitglied Claudia Prommersberger (2. v. l.) und an stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause (2. v. r.) im Schul-Innenhof einen Spendenscheck über 3000 Euro.

„Sigrid und Joachim Radecke-Stiftung“ spendet auch 2022 wieder – HypoVereinsbank-Vertreter Christian Wolf und Tobias Wolf haben Scheck über 3000 Euro im Gepäck

Irchenrieth. Die vorweihnachtliche Freude ist doch einfach die schönste Freude: Die hat es am Freitagvormittag im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth gegeben. Denn stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause und Vorstandsmitglied Claudia Prommersberger erhielten als vorgezogenes Weihnachtgeschenk von den HypoVereinsbank (HVB) -Vertretern Christan Wolf (Filialdirektor Weiden) und Tobias Wolf (ehrenamtlicher Vorstand in mehreren HVB-Stiftungen) einen Spendenscheck über 3000 Euro.

Die HypoVereinsbank Weiden unterstützt bereits seit über zehn Jahren das HPZ. „Es ist eine gewachsene Partnerschaft, die das HPZ und die HypoVereinsbank verbindet“, freute sich Krause. So helfen beispielsweise die Bank-Mitarbeiter im Rahmen ihres sozialen Engagements unter dem Motto „Wir für die Region“ regelmäßig ehrenamtlich bei den Werkstatt-Festen am HPZ. „Wir fühlen uns der Region verbunden und unterstützen darum das HPZ, das hier mit seinen verschiedenen Bereichen ungemein viel leistet“, sagte Filialdirektor Christian Wolf.

Er stellte das HPZ als „einzigartige Einrichtung“ heraus und lobte die hervorragende Arbeit für die Klienten. Gerade diese Einzigartigkeit war erneut ein Grund dafür, dass das HPZ zum wiederholten Male eine Spende von der „Sigrid und Joachim Radecke-Stiftung“ erhielt – heuer erneut in einer Höhe von 3000 Euro.

Die Stiftung, erklärte Tobias Wolf, wurde im Jahr 2017 von Sigrid und Joachim Radecke ins Leben gerufen. Ihnen war es dabei ein besonderes Anliegen, vom Schicksal benachteiligten Menschen, die der Hilfe anderer bedürfen, zu helfen, ein würdigeres Leben zu führen. Dabei lag den beiden Stiftern vor allem auch das Wohl von Kindern und Jugendlichen am Herzen. Mit der finanziellen Unterstützung für das HPZ werde, so Wolf, das Wirken der Stifter fortgeführt.

HPZ-Vorstandsmitglied Prommersberger dankte den HVB-Vertretern für das seit vielen Jahren bestehende soziale Engagement für das HPZ. „Es ist unsere Aufgabe, Menschen mit Behinderung so zu begleiten und zu unterstützen, dass sie ein möglichst eigenständiges und glückliches Leben führen können.“ Im Sinne der „Sigrid und Joachim Radecke-Stiftung“ werden die diesjährigen Spenden für die Anschaffung von weiteren Außenspielgeräten für die Innenhöfe in der „Schule am Kleefeld“ verwendet.


Franz Weigl: Vordenker, Taktgeber und Unterstützer

Vereint für das HPZ Irchenrieth: Der ehemalige CSU-Politiker und Tirschenreuther Landrat Franz Weigl (l.) und Alfred Krause (r.), der als Gründungsmitglied mit 13 weiteren Personen bis 1990 Vorsitzender des Vereins Lebenshilfe für Behinderte e. V. gewesen war, kämpften gemeinsam für den Bau des HPZ Irchenrieth.

Vereint für das HPZ Irchenrieth: Der ehemalige CSU-Politiker und Tirschenreuther Landrat Franz Weigl (l.) und Alfred Krause (r.), der als Gründungsmitglied mit 13 weiteren Personen bis 1990 Vorsitzender des Vereins Lebenshilfe für Behinderte e. V. gewesen war, kämpften gemeinsam für den Bau des HPZ Irchenrieth.

Großer Gönner des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth wäre am Montag 90 Jahre alt geworden – Maßgeblichen Anteil an der Gründung der Einrichtung gehabt

Irchenrieth-München. Dem ehemaligen CSU-Politiker Franz Weigl, der am Montag seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte, sind die Sozial- und Regionalpolitik am Herzen gelegen. Während seiner Amtszeit als Tirschenreuther Landrat wurden zahlreiche Projekte verwirklicht, wie z. B. der Bau des Stiftland-Gymnasiums, des Berufsschulzentrums Wiesau und des Sibyllenbades in Bad Neualbenreuth. Was aber die wenigsten wissen: Weigl war auch Vordenker, Taktgeber, Unterstützer und Gönner des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth, an dessen Gründung er maßgeblich beteiligt war.

„Es waren arbeitsintensive Wochen, Monate und Jahre, bevor am 18. August 1969 mit dem Bau unserer Vorschule der Startschuss des HPZ in Irchenrieth fiel“, erinnert sich die heutige stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause, deren Vater Alfred Krause zusammen mit Weigl den Weg für die Einrichtung bereitete. Alfred Krause gründete am 27. März 1965 im damaligen Glötznerstüberl in der Weiden den „Ortsverein Lebenshilfe – für das geistig behinderte Kind e. V“ – dem Vorgänger des heutigen „Vereins Lebenshilfe für Behinderte e. V.“.

Schnell sei vor fast 60 Jahren von ihrem Vater erkannt worden, dass der Platz im Sonderkindergarten im „Waldheim Weiden“ mit seiner Tagespflege aufgrund der vielen Nachfragen nicht mehr ausreiche. So sei die Idee entstanden, eine größere Einrichtung ins Leben zu rufen. Viele der früheren Kommunalpolitiker wurden von Alfred Krause kontaktiert, bis eben mit Franz Weigl ein „interessierter und bis ins Detail informierter“ Unterstützer und Förderer zum HPZ-Aufbau gefunden worden war.

„Er hat meinen Vater nicht nur mit seiner Verwaltungs- und Rechtsberatung geholfen, sondern als Politiker die damals noch nicht vorhandenen Änderungen im Sozialgesetzbuch angeleiert und forciert“, blickt die stellvertretende Vorstandsvorsitzende unter anderem auf die vielen Sonntage, an denen die Pläne in den Privatwohnungen in Weiden und Tirschenreuth geschmiedet wurden, zurück.

Es folgte schließlich am 3. Januar 1968 der Grunderwerb in Irchenrieth, dem sich die erwähnte Grundsteinlegung der Vorschule anschloss. „Ohne Franz Weigl, der dann auch unser erstes Ehrenmitglied wurde, wäre das nicht möglich gewesen“, sagt Brigitte Krause. „Wir haben ihm sehr viel zu verdanken.“ Viel Zeit des Ruhestandes war Franz Weigl jedoch leider nicht vergönnt.

Aus der gemeinsamen Arbeit für das HPZ Irchenrieth entstand zwischen Alfred Krause (l.) und Franz Weigl (r.) auch eine tiefe persönliche Freundschaft.

Aus der gemeinsamen Arbeit für das HPZ Irchenrieth entstand zwischen Alfred Krause (l.) und Franz Weigl (r.) auch eine tiefe persönliche Freundschaft.

Nur fünf Jahre nach seinem Rücktritt als Landrat des Landkreises Tirschenreuth erlag Weigl am 21. August 1996 im Alter von 64 Jahren in München einem Herzinfarkt. In der Landeshauptstadt hatte er mit seiner Familie, seiner Ehefrau und seinen Kindern, den Lebensabend verbracht. Der gebürtige Tirschenreuther hatte Jahrzehnte die Politik in seinem Landkreis, und durch das HPZ bedingt, auch im Neustädter Landkreis geprägt, bevor er 1991 aus gesundheitlichen Gründen vom Amt des Landrats zurücktrat.

Am 31. Oktober 1932 als ältestes von sieben Kindern geboren, besuchte Weigl die Volksschule in Tirschenreuth, dann die Oberrealschule Eger. Nach einem schweren Luftangriff der Amerikaner wurde die Schule 1945 geschlossen, Weigl besuchte wieder die Volksschule. Der damalige Lehrer empfahl ihn als kaufmännischen Lehrling der Tuchfabrik Mehler. Domvikar Böhm aus Kleinkonreuth vermittelte 1955 eine Stelle bei Kolping. Hier wurde Franz Weigl Landessekretär für die bayerischen Diözesen.

Schon in jungen Jahren interessierte sich der Tirschenreuther für die Politik. 1953 sprach er bereits als JU-Kreisvorsitzender in verschiedenen Versammlungen der CSU. Der große Durchbruch kam 1961: Mit nicht einmal 29 Jahren wurde Franz Weigl eines der jüngsten Mitglieder des Deutschen Bundestages, dem er bis 1972 angehörte. Über elf Jahre arbeitete er in Bonn, bevor er 1972 als Landrat von Tirschenreuth die Nachfolge von Otto Freundl antrat.

Es war damals die Zeit der Gebietsreform. Der neue Landkreis Tirschenreuth setzte sich zusammen aus dem Stiftland im Osten, dem früheren Landkreis Kemnath im Westen und dem Erbendorfer Gebiet, das aus dem Landkreis Neustadt/WN umgegliedert wurde. Es war keine leichte Aufgabe, diese Gebiete zu einer Einheit zusammenzuführen.

„Franz Weigl hat sein Amt als Landrat und als Politiker nicht bloß verwaltet, sondern gestaltet. Mit seiner ausgleichenden, menschlichen Art hat er viel erreicht. Menschlichkeit und Toleranz praktizierte er aber auch in der täglichen Arbeit“, schrieb so beispielsweise der Neue Tag in Weiden – Charakterzüge, die er auch fürs HPZ Irchenrieth gewinnbringend einsetzte. Viermal wurde der Tirschenreuther mit überwältigender Mehrheit zum Landrat gewählt, bevor er 1991 sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niederlegte.


„Große Stützen der verschiedenen Bereiche“ geehrt

Die 35, 40 und 45 Jahre in der HPZ-Werkstatt Beschäftigten sind am Dienstagnachmittag für ihr langjähriges Engagement und ihren Einsatz von stellvertretener Vorstandsvorsitzenden Brigitte Krause (3.v. r.), den Fertigungsleitern Manuel Müllner (l.) und Reinhard Kagerer (2. v. r.), von Anna Dettelbacher von der Sozialdienstleitung (2. v. l.) und vom Vorsitzenden des Werkstattrates, Ingo Kraus (r.) ausgezeichnet worden.

Die 35, 40 und 45 Jahre in der HPZ-Werkstatt Beschäftigten sind am Dienstagnachmittag für ihr langjähriges Engagement und ihren Einsatz von stellvertretener Vorstandsvorsitzenden Brigitte Krause (3. v. r.), den Fertigungsleitern Manuel Müllner (l.) und Reinhard Kagerer (2. v. r.), von Anna Dettelbacher von der Sozialdienstleitung (2. v. l.) und vom Vorsitzenden des Werkstattrates, Ingo Kraus (r.) ausgezeichnet worden.

Werkstätte des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth zeichnet langjährige Beschäftigte aus – Viel Engagement und Einsatz gezeigt 

Irchenrieth. Sie freuen sich unbändig über die Geschenkkörbe und -taschen. Stolz halten sie ihre Jubilars-Urkunden hoch und lachen nach dem herzlichen Applaus glücklich in die Kamera: Die Werkstätten GmbH des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth hat am Dienstagnachmittag ihre Beschäftigten geehrt, die seit 35, 40 und 45 Jahren dort arbeiten. „Wir danken Euch für Eure Treue, Loyalität und für Eure Leistung, die Ihr in all den Jahren erbracht habt“, sagte stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause.

Sie nahm im kleinen Speisesaal der Werkstätten die Ehrungen zusammen den Fertigungsleitern Manuel Müllner und Reinhard Kagerer, Anna Dettelbacher von der Sozialdienstleitung und dem Vertretern des Werkstattrates, Ingo Kraus, vor. Bereits zuvor wurden am HPZ diejenigen ausgezeichnet, die 20, 25 und 30 Jahre an Bord sind.

„Es ist ein ganz schön großes Stück, das ihr bei uns bewältigt habt“, so Krause weiter. Sie wünschte sich, dass „alle so weitermachen“. „Ihr könnt stolz darauf sein, was Ihr vollbracht habt“, fügte Kraus als Vorsitzender des Werkstattrates an, der sich zudem besonders freute, dass mit Peter Weig ein Beisitzer des Rates ausgezeichnet wurde.

Dettelbacher hob die „tolle Zeit hervor, die alle am HPZ verbracht haben“, während Müllner und Kagerer, auch stellvertretend für Werkstatt-Leiter Josef Albang, für die „hervorragende Arbeit der Jubilare“ dankten. „Ihr seid große Stützen in unseren verschiedenen Werkstatt-Bereichen“, so die beiden unisono.

Geehrt wurden folgende 31 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

Für 20 Jahre: Andreas Baumbach, Stefan Beutl, Nicole Dietz, Daniel Grundler, Simone Heldmann, Stephan Hösl, Christian Hübner, Sandra Monat und Susanne Prem.

Für 25 Jahre: Klaus Böhm, Alexander Bösl, Kristin Ilg und Hubert Reindl.

Für 30 Jahre: Alfons Heuberger, Werner Kulzer und Patrizia Saller.

Für 35 Jahre: Sabine Andresen, Josef Hackl, Erwin Häckl, Norbert Herl, Thomas Meiler, Heidemarie Pemp, Beate Reber und Karin Wojtenek.

Für 40 Jahre: Peter Weig.

Für 45 Jahre: Gabriele Dobler, Claudia Giehl, Ludwig Haimerl, Gabriele Hollmann, Jaqueline Jeske und Christine Schraml.


Statt Geburtstagsgeschenken gibt es eine Spende

Christian Meiler (r.), Thomas Fritsch (2. v. r.) und Kurt Seggewiß (l.) freuten sich über die Spende in Höhe 500 Euro, die Organisationsmitglied und stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger (2. v. l.) für das gemeinsame „Host Town-Projekt der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt/WN überreichte.

Christian Meiler (r.), Thomas Fritsch (2. v. r.) und Kurt Seggewiß (l.) freuten sich über die Spende in Höhe 500 Euro, die Organisationsmitglied und stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger (2. v. l.) für das gemeinsame „Host Town-Projekt der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt/WN überreichte.

Stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger überreicht 500 Euro für „Host Town“-Bewerbung der Stadt und des Landkreises – Im Juni 2023 kommt eine ungarische Delegation in die Nordoberpfalz

Irchenrieth/Weiden. Im Hintergrund wird weiter kräftig gearbeitet und organisiert. Nachdem Anfang 2022 bekannt geworden ist, dass der Landkreis Neustadt/WN und die Stadt Weiden mit ihrer gemeinsamen Bewerbung Erfolg hatten und so vom 12. bis zum 15. Juni 2023 als „Host Town“ Gastgeber für die120-köpfige ungarische Delegation von Special Olympics-Sportler*innen sein werden, gab es in den letzten Wochen im Organisationsteam viele produktive Gespräche und Ideen. Und nicht nur das: In der letzten Sitzung hatte stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger eine Überraschung parat und überreichte eine erste Spende in Höhe von 500 Euro.

„Eine tolle Geschichte“, freute sich Thomas Fritsch, Leiter der HPZ-Förderstätte und Vorsitzender des Vereins „HPZ RehaSport e. V.“. Das Geld werde für die Finanzierung der Ausgaben verwendet, sagte er im Beisein der Teammitglieder Kurt Seggewiß (Weidener Alt-Bürgermeister), Christian Meiler (Sportbeauftragter der Stadt Weiden) und Kirzinger. Die stellvertretende Landrätin hatte anlässlich ihres Geburtstages dazu aufgerufen, statt Geschenken das Geld für die „Host Town“-Bewerbung zu spenden. Mit Erfolg: So kamen immerhin 500 Euro zusammen.

In den insgesamt 216 „Host Towns“ aus 16 Bundesländern bereiten sich die Athletinnen und Athleten in den jeweiligen Regionen abschließend auf die Special Olympics World Games vor, die vom 17. bis 25. Juni 2023 in Berlin und somit erstmals in Deutschland über die Bühne gehen. Fritsch hatte in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und dem Landkreis im letzten Jahr die Bewerbung in die Wege geleitet.

Dass Weiden und Neustadt/WN den Zuschlag zur gemeinsamen „Host Town“ bekommen hatten, war vor allem den Konzepten für die inklusiven Projekte vor Ort geschuldet. „Die Kommunen überzeugten zudem mit Motivation und Ideen“, so der Förderstätten-Leiter. Eine Rolle hätten ebenso praktische Gründe wie die Reisezeiten und -wege gespielt.


Hochwertiges handgemacht!

Irchenrieth/Weiden. Vorbei kommen, anschauen und einkaufen – „Besuchen Sie uns!“ Damit werben das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth und die Regenbogen-Werkstatt für ihren Werkstattladen in Weiden, Zur Centralwerkstätte 1.

Der hat ab sofort neue Öffnungszeiten, die wie folgt lauten:

  • Montag bis Mittwoch: Besuch nur nach Anmeldung unter Tel.: 0961/38963-228 (oder -229)
  • Donnerstag: Geöffnet von 9 bis 15.30 Uhr
  • Freitag: Geöffnet von 9 bis 13.30 Uhr

Betreut wird der Verkauf dabei ausschließlich von Beschäftigten aus der Regenbogen-Werkstatt. Angeboten werden Artikel, die ausschließlich aus eigener HPZ-Produktion stammen. So zum Beispiel Figuren und Blumen aus Metall für Haus und Garten (gestaltet von der Schlosserei), kleine Gegenstände als Geschenke und auch hochwertige Gartenmöbel aus Massivholz (gefertigt von der Schreinerei der Regenbogen-Werkstatt).

Alle Produkte werden auch auf Bestellung nach Kundenwünschen erstellt. Und: Alles ist zu 100 Prozent Handarbeit, produziert auf höchsten handwerklichem Niveau.

Mehr gibt es auch im Online-Shop: www.hpz-werkstaetten.de


Ein- und Ausblicke in die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

Der Aufsichtsrat mit Vorsitzender Birgit Reil (3. v. r.) und HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler (2. v. r.) berichteten bei der Mitgliederversammlung des Vereins „Lebenshilfe für Behinderte e. V.“ nicht nur über das letzte Jahr, sondern auch über viele aktuelle Dinge und Planungen in der Zukunft.

Der Aufsichtsrat mit Vorsitzender Birgit Reil (3. v. r.) und HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler (2. v. r.) berichteten bei der Mitgliederversammlung des Vereins „Lebenshilfe für Behinderte e. V.“ nicht nur über das letzte Jahr, sondern auch über viele aktuelle Dinge und Planungen in der Zukunft.

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins „Heilpädagogisches Zentrum – Lebenshilfe für Behinderte e. V. Irchenrieth“ wird der neu gegründete Aktivkreis erstmals offiziell vorgestellt

Irchenrieth. Einblicke in die Vergangenheit und Gegenwart und Ausblicke in die Zukunft – die hat es am Freitagabend bei der Mitgliederversammlung des Vereins „Heilpädagogisches Zentrum (HPZ) – Lebenshilfe für Behinderte e. V. Irchenrieth“ im großen Speisesaal des HPZ gegeben. Zudem stellten Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Reil und Aufsichtsrat Helmut Brandl den im März 2022 neu gegründeten HPZ-Aktivkreis und dessen geplante Aktionen erstmals offiziell näher vor.

Vorstandsvorsitzender Christian Stadler hieß in seiner Begrüßung nicht nur seine Stellvertreterinnen Brigitte Krause und Claudia Prommersberger willkommen, sondern auch die Mitglieder des Aufsichtsrates, die Bürgermeister Josef Hammer und (Irchenrieth) und Johannes Kett (Theisseil), die weiteren anwesenden Vertreter*innen der Städte und Gemeinden, Pfarrer Alfons Forster sowie die zahlreichen Vereinsmitglieder. Nach dem Totengedenken für die im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder durch Aufsichtsratsmitglied Brandl, ging Vorsitzende Reil in ihrem Bericht auf die letzten zwölf Vereinsmonate ein.

Es sei ein weiterhin durch die Corona-Pandemie und deren vielen Regelungen geprägtes Jahr gewesen, wobei sich inzwischen alles relativ gut eingespielt habe. „Unsere Einrichtung ist gut gerüstet, sollten die Regelungen wieder strenger werden“, sagte sie. Sie blickte auf die im September 2021 Mitgliederversammlung sowie auf sieben Aufsichtsratssitzungen zurück. Und Reil freute sich, dass in den letzten zwölf Monaten einiges auf den Weg gebracht worden sei.

So sei die alte Förderstätte fertig saniert worden und seit August 2022 gebe es die Gruppe 12 für Menschen mit Autismus, die von Susanne Sindersberger geleitet werde. Die Frühförderung habe neue Räume hinzubekommen, wodurch jetzt mehr Kinder in ihrer Entwicklung unterstützt und gefördert werden könnten. Weiterhin seien im November letzten Jahres die ersten Kinder und Jugendlichen ins Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ eingezogen, ehe die Einrichtung am 15. Juli 2022 eingeweiht worden sei. Ebenso sei einen Tag zuvor der längste Schal der Oberpfalz mit fast 8000 Metern um das Wohnheim gewickelt worden. „Die Schals wollen wir jetzt meterweise gegen eine Spende verkaufen“, so Reil weiter.

Bei der letzten Mitgliederversammlung noch als „Sorgenkind“ tituliert, bezeichnete die Aufsichtsratsvorsitzende das „Hotel am Hofgarten“ in Neustadt/WN jetzt als „Projekt, mit dem nun endlich Inklusion geschaffen und nicht nur darüber gesprochen wird“. Denn im März 2022 sei endlich die Genehmigung für den Umbau erteilt worden. „Ich bin froh, dass es nach langem Hin und Her doch noch zu einem positiven Ergebnis gekommen ist“, fügte sie an.

Ebenso positiv sei es in all den anderen HPZ-Abteilungsbereichen gelaufen. Auch sei das Betriebsergebnis dank der vorausschauenden Arbeit des Vorstandes und der Abteilungsleitungen im letzten Jahr sehr gut gewesen. „Das war eine tolle Arbeit“, erklärte Reil. Ihre Bilanz für die vergangenen zwölf Monate lautete schließlich: „Unsere Betreuten und Mitarbeiter*innen fühlen sich zum großen Teil bei uns sehr wohl. Sie sind gerne in der Einrichtung, ist es doch für die meisten ein Stück Heimat.“ Und sie versprach weiter: „Wir werden uns immer für das Wohl der uns anvertrauten Menschen einsetzen und gemeinsam mit ihnen für eine bessere und selbstbestimmte Zukunft sorgen.“

Vorstandsvorsitzender Stadler machte in seinem Bericht deutlich, dass am HPZ aktuell nahezu in allen Bereichen ein Zuwachs zu verzeichnen sei. So seien u. a. in der Frühförderung 221 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren, 173 in der Förderschule und in der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE), 483 Werkstattgänger*innen beschäftigt. Es gebe 98 Förderstättengänger*innen, 163 Bewohner*innen seien in der Wohnstätte und 70 im Pflegeheim untergebracht. Das Ambulant Betreute Wohnen versorge 25 Frauen und Männer, die Offenen Hilfen ca. 220 Familien. „Es kümmern sich knapp 800 Mitarbeiter*innen um die uns anvertrauten Menschen“, wusste Stadler, der zudem weitere interessante Zahlen über den Fuhrpark (75 Busse, die täglich etwa 500 Personen befördern und pro Jahr 2.031.000 Kilometer zurücklegen) und die Küche (tagtäglich werden dort rund 750 Essen zubereitet) parat hatte.

Corona habe auch in den letzten zwölf Monaten das Leben am HPZ geprägt. Der Vorstandsvorsitzende lobte in diesem Zusammenhang den Einsatz der Angestellten bei der Erstellung von Hygienekonzepten sowie die Familien und deren Kinder mit Behinderung, die die hoch angelegten Messlatten perfekt eingehalten hätten. „Ich weiß, dass unsere Sicherheitsvorkehrungen sehr hoch sind. Aber:  Bislang sind wir jedoch sehr gut mit unseren Konzepten gefahren, was die Infektionszahlen zeigen und wie das Gesundheitsamt uns bestätigt. Einige Lockerungen haben aber auch wir schon vorgenommen, wie z. B. den Wegfall der Maskenpflicht am Arbeitsplatz. Einige Dinge, wie z. B. größere Veranstaltungen mit externen Gästen aber aus Sicherheit für unsere Betreuten eben noch nicht.“

Der Vorstandsvorsitzende ging ebenso kurz auf die Bereiche „Werkstätten“, „Wohnen“, „Personal“ und „Energieversorgung“ ein. Zu den Werkstätten sagte Stadler, dass die Pandemie viele Abläufe durcheinander gebracht und gerade bei den Werkstattbeschäftigten für sehr viel Unruhe gesorgt habe. Ebenso seien aber auch die wirtschaftlichen Aspekte im Auge behalten worden, wobei auch das HPZ – wie viele anderen Firmen auch – enorme Auftragseinbrüche zu verzeichnen gehabt hätte.

„Ich denke aber, wir haben hier, allen voran natürlich das Team von Josef Albang, die richtigen Maßnahmen ergriffen.“ So sei die Situation beruhigt worden und nahezu alle Beschäftigten seien wieder an ihren gewohnten, oder auch an einen neuen,  Wunscharbeitsplatz zurückgekehrt. „Wir haben durchgehend alle Betreuungsplätze anbieten können und, ganz erfreulich, die Auftragslage hat auch wieder deutlich angezogen“, so der Vorstandsvorsitzende.

Eine erfreuliche Nachricht sei die im März erteilte Genehmigung für das „Hotel am Hofgarten“ gewesen. Ein schier endloser Kampf sei somit zu Ende gegangen. Denn das geplante Projekt wäre fast mehrfach aufgrund der baulichen Anforderungen und der damit verbunden Kosten gescheitert. Stadler dazu: „Aber wir waren hartnäckig, haben trotz mehrfacher Rückschläge nicht aufgegeben, weil es allen voran auch der Wunsch des Aufsichtsrates war, dieses Projekt zu verwirklichen.“ Auch wenn die aktuelle Situation es schwierig mache, Bauzeiten vorherzusagen, so möchte das HPZ im Jahr 2024 das „Hotel am Hofgarten“ bezugsfertig für 24 Werkstattgänger*innen haben.

Das HPZ benötige aber noch weitere Wohnplätze, um zum einem dringende Sanierungen vornehmen zu können, aber auch um den Bedarf an Wohnplätzen abzudecken. So habe man bereits weit fortgeschrittene Gespräche mit den entscheidenden Stellen geführt und man hoffe, den nächsten Schritt nun zeitnah vornehmen zu können. Weiterhin seien weitere Investitionen, z. B. für die Schulsanierung oder gar für einen Schulneubau, notwendig. Das HPZ, sagte Stadler, arbeite eifrig an den Plänen, die dann den Kosten- und Entscheidungsträgern vorgelegt werden. „Da dies ein sehr langer Prozess sein wird, kann ich heute noch kein Zeitfenster hierfür nennen“, fügte der Vorstandsvorsitzende an.

Ein weiteres wichtiges Thema, mit dem nicht nur das HPZ zu kämpfen habe, seien die fehlenden Fachkräfte. „Bei uns es liegt aber nicht daran, dass uns die Mitarbeiter davonlaufen, sondern daran, dass wir größer werden und die Nachfrage an unserer Betreuung vorhanden ist.“ Stadler machte deutlich, dass sich das HPZ dazu entschieden habe, auf die Gewinnung und Ausbildung von eigenen Nachwuchskräften zu setzen.

Dafür habe man einiges getan und u. a. eine neue Ausbildungsleiterin eingesetzt, die Ausbildungsinhalte mit den einzelnen Einrichtungen abgestimmt sowie auch die Vergütung attraktiver gemacht. „Unser Ziel ist es, der Vielzahl der Auszubildenden frühzeitig und langfristig eine Perspektive in unserem Unternehmen zu geben und sie dann auch als ausgelernte Fachkräfte einzusetzen. Allein in diesem Jahr konnten wir zehn von elf Absolventen eine Stelle anbieten.“

Hinsichtlich der künftigen Energieversorgung und eventuell möglichen Lieferengpässen fügte der Vorstandsvorsitzende an, dass das HPZ „auch hier vorbereitet sein muss“. So habe man bereits über mögliche Einsparpotenziale und Ausfallkonzepte mit den Abteilungsleitern diskutiert: „Da der Herbst jetzt ansteht, haben wir noch einiges zu tun.“

Die negativen Auswirkungen durch die Pandemie seien wir aufgrund umsichtigen Handelns und weiser Entscheidungen in Grenzen gehalten worden, während das HPZ wirtschaftlich gesehen unter den schlechten Vorzeichen dennoch achtbare Ergebnisse erzielt habe und man sich so weiterhin mit den dringend anstehenden und notwendigen Investitionen beschäftigen könne.

Nachdem Josef Albang, der Leiter der Werkstätten GmbH, den Anwesenden seine Abteilung näher  vorgestellt hatte, bescheinigten die Kassenprüferinnen Waltraud  Hierold und Elisabeth Walberer sowie die beauftragten Wirtschaftsprüfer dem Verein eine absolut einwandfreie sogenannte „Taschengeld-Regelung“ und einem den handelsrechtlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss. Die einstimmige Entlastung des Aufsichtsrates war somit reine Formsache.

Brigitte Krause als Geschäftsführerin der „Stiftung Sonnenblume“ erklärte in ihrem kurzen Vortrag, dass es der Stiftung trotz Corona „finanziell gut geht“. Man habe rund 350.000 Euro an Spenden für das Kinder- und Jugendwohnen generiert. Krause sicherte zu, auch weiterhin Wünsche der verschiedenen HPZ-Einrichtungen, wie z. B. für 2023 die INTEGRA, zu unterstützen.

Aufsichtstrat Brandl stellte abschließend das neue Gremium „HPZ-Aktivkreis“ vor, bei dem es sich um die Nachfolge des ehemaligen Beirates handele. Es handele sich hierbei um einen Zusammenschluss von zehn ehrenamtlich Tätigen, die durch ihre Arbeit für noch mehr Kommunikation und Transparenz nach außen sorgen möchte. So sei heuer im Museumscafé Flossenbürg wieder ein Elterncafé geplant und auch in der Weidener Fußgängerzone soll Präsenz gezeigt werden.


Ankommen, wohlfühlen und dabeibleiben

Der Abschluss des kurzweiligen und informativen zweiten Teils der Einführung der 17 neuen Auszubildenden mit Ausbildungsleiterin Tina Beer (r.), der Betriebsratsvorsitzenden Kerstin Hirsch (7. v. r.), ihren Stellvertreter Thomas Fritsch (2. v. r.) und den JAV-Vertreter*innen Corinna Voith (3. v. r.) Felix Beimler (hinten, 4. v. r.), Selina Schätzler (vorne, 4. v. r.) und Kristina Schmid (6. v. r.) bildeten nach der offiziellen Begrüßung durch Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler ein Geocaching, ein Weißwurstfrühstück und das Überreichen der Schultüten der Föst AG.

Der Abschluss des kurzweiligen und informativen zweiten Teils der Einführung der 17 neuen Auszubildenden mit Ausbildungsleiterin Tina Beer (r.), der Betriebsratsvorsitzenden Kerstin Hirsch (7. v. r.), ihren Stellvertreter Thomas Fritsch (2. v. r.) und den JAV-Vertreter*innen Corinna Voith (3. v. r.) Felix Beimler (hinten, 4. v. r.), Selina Schätzler (vorne, 4. v. r.) und Kristina Schmid (6. v. r.) bildeten nach der offiziellen Begrüßung durch Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler ein Geocaching, ein Weißwurstfrühstück und das Überreichen der Schultüten der Föst AG.

HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler heißt 17 neue Auszubildende offiziell willkommen – Informativer und kurzweiliger Vormittag mit Geocaching und Weißwurstfrühstück

Irchenrieth. Ankommen, wohlfühlen und dabeibleiben – diese Wünsche hat Christian Stadler, der Vorstandsvorsitzende des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth, an „seine“ 17 Auszubildenden des Jahres 2022 gerichtet. „Wir setzen auf unseren Nachwuchs und zählen in der Zukunft auf ihn“, sagte er beim zweiten Teil der Einführung der Lehrlinge, die vor einer Woche ihre Arbeit begonnen haben.

Nach dem Empfang vor sieben Tagen durch Ausbildungsleiterin Tina Beer, folgte nun die offizielle Begrüßung durch die Geschäftsführung, die Betriebsratsvorsitzende Kerstin Hirsch und deren Stellvertreter Thomas Fritsch sowie die JAV-Vertreter*innen Felix Beimler, Corinna Voith, Selina Schätzler und Kristina Schmid. Die „HPZ-Neuzugänge“ bekamen dabei einen Überblick über das Unternehmen sowie dessen Ziele, Leitbild und Struktur.

Stadler freute sich in seiner Ansprache darüber, dass sich heuer so viele Schulabgänger*innen und Umschüler*innen dazu entschlossen haben, ihre Ausbildung im HPZ zu beginnen, verbunden mit der Hoffnung, dass sich „alle schnell bei uns einleben und nach ihrer Lehre dem Unternehmen möglichst lange erhalten bleiben“. Exemplarisch nannte er dafür die Einführung von Tina Beer, einem „echten HPZ-Eigengewächs“, die seit März dieses Jahres als neue Ausbildungsleiterin die Ansprechpartnerin Nummer 1 der Azubis sei.

Stadler sprach weiter davon, dass für die Einrichtung auch die Rückmeldung durch die Auszubildenden ungemein wichtig sei: „Nur so können wir uns weiter verbessern. Unser Ziel ist es, sehr gute Fachkräfte auszubilden, um langfristig eigene Mitarbeiter zu generieren, die bei uns einen tollen Arbeitsplatz finden.“

Ein gemeinsames Geocaching im Anschluss quer durch das HPZ-Gelände sollte das gegenseitige Kennenlernen erleichtern. Abgerundet wurde der Vormittag schließlich mit einem zünftigen Weißwurstfrühstück in der Fußballer-Hütte des RehaSport-Vereins e. V. am Sportplatz. Zum Start in ihren neuen Lebensabschnitt wurde den Auszubildenden, die ab nächster Woche die Berufs- oder Fachschule besuchen, zudem eine von der Föst AG gestaltete Schultüte überreicht.


17 Auszubildende starten in neuen Lebensabschnitt

Willkommen im HPZ Irchenrieth: Ausbildungsleiterin Tina Beer (l.) und die JAV-Vertreter*innen Felix Beimler (r.), Corinna Voith (2. v. r.) und Kristina Schmid (4. v. r.) begrüßten am Donnerstagmorgen 17 neue Auszubildende.

Willkommen im HPZ Irchenrieth: Ausbildungsleiterin Tina Beer (l.) und die JAV-Vertreter*innen Felix Beimler (r.), Corinna Voith (2. v. r.) und Kristina Schmid (4. v. r.) begrüßten am Donnerstagmorgen 17 neue Auszubildende.

Zahl der Lehrlinge am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth bleibt weiter konstant – Premiere: Erstmals findet Einführungsvormittag mit Frühstück statt

Irchenrieth. Die Schule liegt hinter und ein spannendes Berufsleben vor ihnen: Nicht nur für die neuen Auszubildenden in ganz Bayern ist der 1. September ein großer Tag, sondern auch für die im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth. Für insgesamt 17, 15 Mädchen und Frauen sowie zwei Männer, begann am Donnerstagmorgen ein neuer Lebensabschnitt. „Eine fundierte Ausbildung schafft eine hervorragende Basis für eine erfolgreiche berufliche Karriere. Dafür wünschen wir allen viel Erfolg“, sagte Ausbildungsleiterin Tina Beer, als sie zusammen mit den Vertreter*innen der Jugendausbildungsvertretung (JAV), Felix Beimler, Corinna Voith und Kristina Schmid, die Neuen begrüßte.

Frischer Wind am HPZ, frischer Wind bei der Ausbildung – so lässt sich der Empfang am besten zusammenfassen. Es ist erneut eine stattliche und in den letzten Jahren sehr stabile Anzahl an neuen Azubis, die am HPZ ins Arbeitsleben einsteigen und dabei eine Premiere erleben durften. Denn erstmals veranstaltete Beer für sie einen gemeinsamen Einführungs- und Kennenlernen-Vormittag mit einem Frühstück, das das Museumscafé Flossenbürg vorbereitet hatte.

Bereits im Vorfeld hatten die Auszubildenden – im Alter von 15 bis 43 Jahren – den neugestalteten Ausbildungsordner mit allen wichtigen Information erhalten. Am Einführungstag wurden noch relevante Details rund um das HPZ als Arbeitgeber erläutert. Ehe die Auszubildenden von den jeweiligen Gruppen- und Einrichtungsleitern persönlich zu ihren Arbeitsplätzen gebracht wurden, stellten sie sich in der Runde persönlich vor.

Der Wunsch Beers dabei an alle: „Seid‘s und bleibt‘s neugierig. Nur so habt ihr was von eurer Ausbildung und ihr könnt was lernen.“ Ein Wunsch, den sicherlich auch HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler gerne teilt. Die offizielle Begrüßung durch die Geschäftsführung und die Vertreter des Betriebsrates findet am 9. September statt.

Ihre Ausbildung im HPZ Irchenrieth beginnen: Lena Adamek, Chiara Bauer, Sarah Fenzl, Vanessa Keil, Erna Ditz, Jenny Behrendt und Andrea Reiser (alle Tagesstätte), Niklas Woldrich, Yasmin Wührl, Laura Hösl, Martina Miglec und Kiara Zitzmann (alle Förderstätte), Laura Ring (Werkstatt), Christina Kramer, Andre Schöllner und Vanessa Gärtner (alle Wohnheim) sowie Nilda Rustler (Pflegeheim).


Erste kleine Schritte zurück zur Normalität

Zurück zur Normalität, wenngleich noch in kleinen Schritten: Das war das Motto bei den Vertretern der Offenen Hilfen (OH) des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth, der Offenen Behindertenarbeit des Allgemeinen Rettungsverbandes (ARV) – Kreisverband Neustadt/WN-Weiden, der Behindertenbeauftragten des Landkreises Neustadt/WN und der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (ETUB) Weiden (v. l. n. r.): Elisabeth Milazzo, Helmut Bruhnke, Lydia Wetzel, Monika Robl, Andrea Wiedel, Bernd Lober, Christian Henkens, Martina Grüner, Dr. Carola Preißer und Manuela Vogl.

Zurück zur Normalität, wenngleich noch in kleinen Schritten: Das war das Motto bei den Vertretern der Offenen Hilfen (OH) des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth, der Offenen Behindertenarbeit des Allgemeinen Rettungsverbandes (ARV) – Kreisverband Neustadt/WN-Weiden, der Behindertenbeauftragten des Landkreises Neustadt/WN und der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (ETUB) Weiden (v. l. n. r.): Elisabeth Milazzo, Helmut Bruhnke, Lydia Wetzel, Monika Robl, Andrea Wiedel, Bernd Lober, Christian Henkens, Martina Grüner, Dr. Carola Preißer und Manuela Vogl.

AK „Offene Behindertenarbeit für den Landkreis Neustadt/WN und der Stadt Weiden“ zieht positive Bilanz für 2021 – Neustart nach der Corona auch durch digitale Medien gelungen

Weiden/Irchenrieth. Zurück zur Normalität – wenngleich noch in kleinen Schritten – und neue Ideen und Planungen für die Zukunft: Auf diesen Nenner lässt sich Jahresbilanz 2021 des Arbeitskreises (AK) „Offene Behindertenarbeit (OBA) für den Landkreis Neustadt/WN und die Stadt Weiden“ bringen, die er vor kurzem bei seiner Sitzung in der Geschäftsstelle des Allgemeinen Rettungsverbandes (ARV) in Weiden gezogen hat.

Martina Grüner, Chefin der Abteilung  „Offenen Hilfen (OH)“ am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth, begrüßte zur turnusmäßigen jährlichen AK-Sitzung die Vertreter der OBA des Allgemeinen Rettungsverbandes (ARV) – Kreisverband Neustadt/WN-Weiden, Dipl.-Sozialwirtin (FH) Lydia Wetzel, Dipl.-Psych. (Univ.) Dr. Carola Preißer und Mitarbeiterin Manuela Vogl, ARV-Bezirksgeschäftsführer Christian Henkens, die Behindertenbeauftragte des Landkreises Neustadt/WN Monika Robl (Leitung Sozialamt) und Bernd Lober (Senioren- und Schwerbehindertenbeauftragter), und von der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) Weiden Andrea Wiedl (Leiterin), Elisabeth Milazzo (Peer-Beraterin) und Helmut Bruhnke (Peer-Berater) .

Das letzte Jahr habe trotz der vielen durch Corona bedingten Herausforderungen zu schnelleren und kreativeren Lösungen beigetragen, berichtete Grüner rückblickend. Dankend angenommen worden seien vor allem Aktivitäten in der Natur. Dagegen mussten die Schwimmgruppe, die Discobesuche im JuZ, Festlrocker, Konzert- und Theaterbesuche sowie wie die Bewegungsgruppe „Laufschneckerl“ noch pausieren.

Die OH-Leiterin hatte für die offene Behindertenarbeit am HPZ beeindruckend Zahlen parat. Insgesamt 4839 Stunden habe man dafür aufgewendet. Davon seien 1016 Stunden in die Bildungs- und Freizeitangebote geflossen. „Wir haben 180 Menschen mit geistiger- und Mehrfachbehinderung betreut, zusammen mit den Familienangehörigen waren 375 Personen involviert“, sagte Grüner.

Hingegen seien Teamsitzungen, Fortbildungsmaßnahmen und inklusive Projekte kaum möglich oder schwer umsetzbar gewesen. Einzige Ausnahme: der Besuch der Wasserwacht am Steinberger See. Für Grüner wichtig sei die Veranstaltung zum Thema „Barrierefreie Innenstadt in Weiden“ mit Oberbürgermeister Jens Meyer und Bürgermeister Reinhold Wildenauer gewesen.

Als weiteres Highlight bezeichnete sie den OH-Umzug in die neuen Räume ins Kinderhaus 1 am HPZ Irchenrieth. Dort gebe es nun einen Gruppenraum, eine Küche, Beratungsräume und sogar einen kleinen Garten. Sie dankte den 50 freiwilligen Helfern, die sich an den Renovierungsarbeiten beteiligt hatten.

Dr. Preißer vom ARV sagte in ihrem Bericht unter anderem, dass 2021 schon weitaus mehr möglich gewesen als im Vorjahr. Dabei haben man neue Wege beschritten, die sehr gut angenommen worden seien. So seien Veranstaltungen erstmals als Video-Konferenzen durchgeführt worden. So zum Beispiel ein digitaler Fasching oder der Online-Besuch von Liedermacher Hubert Treml, des „Bergwald-Projektes“ und der „Klänge der Hoffnung“ aus Leipzig. „Wir haben durch die digitalen Themen und durch die renommierten externen Referenten mehr Chancen“, wusste sie.

Auch die haupt- und ehrenamtlichen „Mentoren am Telefon“ hätten immer ein offenes Ohr gehabt. Das Jahresthema sei der Garten gewesen. So wurde für Rollstuhlfahrer ein unterfahrbares Hochbeet gebaut, als Referenten waren dabei Imker Tobias König, Förster Wolfgang Winter und Kräuter-Expertin Ulrike Gschwendtner zu Gast gewesen. Mit einem umfassenden Hygiene-Konzept sei es ebenso möglich gewesen, wieder den Grupperaum „Sonneninsel“ zu besuchen. Weiterhin seien die Erfahrungen während der Corona-Einschränkungen in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „ARV-BeOBAchter“ verarbeitet worden.

Die AK-Mitglieder diskutierten abschließend zudem die Themen Fachkräftemangel und Teilhabegesetz, wobei bei letzterem Punkt vor allem die immer noch eingeschränkten Assistenzleistungen für den Freizeitbereich im Mittelpunkt standen. Hierzu sei der AK zu einem Gespräch beim Bezirk Oberpfalz eingeladen worden.


Zehn von elf Nachwuchskräften bleiben im HPZ

HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler, Werkstatt-Leiter Josef Albang, Wohnheim-Leiter Rainer Zintl und stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause (hintere Reihe v. l.) sowie Ausbildungsleiterin Tina Beer (mittlere Reihe, 2. v. l.) ehrten am Freitagvormittag im Museumscafé Flossenbürg die Auszubildenden, die 2022 erfolgreich ihren Abschluss absolvierten und deren Mentoren.

HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler, Werkstatt-Leiter Josef Albang, Wohnheim-Leiter Rainer Zintl und stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause (hintere Reihe v. l.) sowie Ausbildungsleiterin Tina Beer (mittlere Reihe, 2. v. l.) ehrten am Freitagvormittag im Museumscafé Flossenbürg die Auszubildenden, die 2022 erfolgreich ihren Abschluss absolvierten und deren Mentoren.

Irchenriether Einrichtung verabschiedet erstmals gemeinsam die Auszubildenden, die 2022 erfolgreich ihren Abschluss absolvierten – Museumscafé Flossenbürg ein würdiger Rahmen

Flossenbürg/Irchenrieth. Das ist doch mal eine Ansage: Zehn von elf Auszubildenden, die 2022 ihren Abschluss erfolgreich ablegten, bleiben dem Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth auch weiterhin erhalten. „Wir sind ein wachsendes Unternehmen und können unseren Nachwuchskräften daher langfristig eine perfekte Perspektive bieten“, freute sich am Freitagvormittag HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler bei der Feierstunde im Museumscafé Flossenbürg. Dabei gab es eine Premiere: Denn erstmals wurden alle Lehrlinge bei einer gemeinsamen Veranstaltung geehrt.

Zusammen mit seiner Stellvertreterin Brigitte Krause, Werkstatt-Leiter Josef Albang, Wohnheim-Leiter Rainer Zintl und Ausbildungsleiterin Tina Beer zeichnete Stadler die elf Absolventen, darunter sieben Heilerziehungspfleger*innen (HEP’s), eine Heilerziehungspflegehelferin, zwei Kinderpflegerinnen und eine Restaurantfachfra,u aus. „Hinter ihnen liegen einige anstrengende, aber auch lehrreiche Jahre – angefangen vom alles erfragenden Praktikanten, über Auszubildenden bis hin zur ausgelernten Kraft“, sagte der Vorstandsvorsitzende.

Die Zeit sei angesichts des Pensums mit Schule, Arbeit und Lernen sicherlich kein Zuckerschlecken gewesen. Aber der Aufwand habe sich gelohnt. „Sie haben den Abschluss in der Tasche und können sich jetzt auf den nächsten beruflichen Abschnitt mit Stolz freuen“, so Stadler weiter.

Dessen besonderer Dank galt ebenso dem Einsatz der Mentoren, die er als „wichtige Personen für die Auszubildenden im Unternehmen“ bezeichnete, die den „jungen Menschen in den letzten Jahren mit Rat und Tat und viel Einsatz“ zur Seite gestanden hätten. Sie seien „große Bausteine“ für die erzielten guten Abschlüsse.

Der Vorstandsvorsitzende wünschte allen Ausgelernten, dass sie „fleißig bleiben“, und dass sie „auch den Mut haben, Entscheidungen zu treffen“. „Das HPZ bietet ihnen viel Entwicklungspotenzial und Unterstützung“, merkte Stadler abschließend an. Zusammen mit Ausbildungsleiterin Tina Beer überreichte er den Absolvent*innen jeweils kleine Geschenke sowie den Mentoren ein „Dankeschön“ für deren geleistete Unterstützung.

Die frischgebackenen HPZ-Absolventen sind (im Klammern die Mentoren): Claudia Thoma-Basler (HEPH/Robert Röckl), Fabian Ponath (HEP/Monika Lukas), Tobias Fink (HEP/Corinna Donhauser), Annalena Götz (HEP/Doris Maderstorfer), Annalena Lang (HEP/Angelina Rittner), David Woldrich (HEP/Tina Beer), Theresa Rupprecht (HEP/Jasmin Hörl), Vanessa Ricke (HEP/Christine Janker), Julia Müller (Kinderpflegerin/Michaela Vitzthum), Lisa-Marie Schiemann (Kinderpflegerin/Gerlinde Hofmann) und Marie Meier (Restaurantfachfrau/Christine Schneider).


MIT VIDEO: Medaillenregen für die Sportler des HPZ RehaSport

Die drei Fußball-Teams des HPZ Irchenrieth durften sich am Ende über eine Gold- und eine Bronzemedaille sowie über einen vierten Rang freuen.

Die drei Fußball-Teams des HPZ Irchenrieth durften sich am Ende über eine Gold- und eine Bronzemedaille sowie über einen vierten Rang freuen.

Bei den Special Olympics Bayern in Regensburg insgesamt 30 Mal Edelmetall geholt – 64 Teilnehmer*innen des RehaSport-Vereins am Start – Acht „Goldene“ stehen zu Buche

Irchenrieth/Regensburg. Schneller, weiter, höher und genauer: Die Sportlerinnen und Sportler des Vereins HPZ RehaSport e. V. haben in der letzten Woche bei den Landesspielen Bayern der Special Olympics in Regensburg für eine wahre Medaillenflut gesorgt. Gleich 30 Mal standen sie auf dem Treppchen und holten somit Edelmetall, davon gingen acht „Goldene“ in die nördliche Oberpfalz. „Eine unglaubliche Leistung, auf die wir alle ungemein stolz sind“, freute sich Thomas Fritsch, Leiter der HPZ-Förderstätte und Vereins-Vorsitzender.

Eine Woche lang gingen in Regensburg rund 1.000 Teilnehmer*innen aus ganz Bayern an den Start und sorgten unter dem Motto „Gemeinsam stark!“ für ein buntes, vielfältiges und inklusives Sportfest. Faire Wettbewerbe, ehrliche Freude, große Emotionen und das sportliche Miteinander standen dabei trotz allen Ehrgeizes ganz oben auf der Liste.

Schwimmer Michael Neugebauer sorgte für den ersten Paukenschlag und heimste dann mit einer silbernen noch eine weitere Medaille ein.

Schwimmer Michael Neugebauer sorgte für den ersten Paukenschlag und heimste dann mit einer silbernen noch eine weitere Medaille ein.

Nach der stimmungsvollen Eröffnungsfeier in der Donau Arena am 19. Juli folgten einen Tag später bereits die ersten Wettkämpfe. Und die begannen für das HPZ mit einem Paukenschlag. Denn Michael Neugebauer schnappte sich im Schwimmen die erste Goldmedaille und erlegte mit einer silbernen dann gleich nochmals nach. Am Ende gab es gleich acht „Goldene“.

Für die weiteren Erfolge zeigten sich das Fußball-Team „HPZ Unified“ in der Gruppe 1 sowie die Leichtathletinnen und Leichtathleten verantwortlich. Sie sammelten sechs Mal Gold, fünf Mal Silber und sechs Mal Bronze ein. „Angesichts der zum Teil tropischen Temperaturen, die sicherlich manchmal grenzwertig waren, verbesserten viele unserer Mädchen und Jungen sogar ihre Bestleistungen, obwohl sie aufgrund Corona in der letzten Monaten nicht so regelmäßig trainieren konnten“, bilanzierte Fritsch stolz.

Mit ganz viel Gefühl und Nerven aus Stahl holten auch die Boccia-Spieler*innen sechs Mal Silber und drei Mal Bronze. Das Fußball-Traditional-Team freute sich in seiner Leistungsgruppe über Bronze. Da es in Bayern nicht allzu viele Damenfußball-Mannschaften gibt, mussten sich die HPZ-Frauen Unified in ihrer Klasse mit dem vierten Rang zufrieden geben. „Die Ergebnisse gegen die ausnahmslos männliche Konkurrenz waren dabei jedes Mal richtig knapp. Mit etwas Glück wäre sogar mehr drin gewesen“, sagte Fritsch. Aber dafür seien die Frauen die „Sieger der Herzen“ geworden.

Unterm Strich seien die Special Olympics in Regensburg – die Abschlussfeier ging schon am letzten Samstag auf dem Haidplatz über die Bühne – zu schnell vorbei gewesen. Sie seien, so der HPZ-Förderstätten-Leiter, „tolle und erfolgreiche Spiele gewesen, bei denen das HPZ einen Haufen an Medaillen gewonnen“ habe – insgesamt eben acht goldene, zwölf silberne und zehn bronzene.

Besonders erfolgreich waren die Leichtathletinnen und Leichtathleten: Auf ihr Konto gingen insgesamt 17 Mal Edelmetall.

Besonders erfolgreich waren die Leichtathletinnen und Leichtathleten: Auf ihr Konto gingen insgesamt 17 Mal Edelmetall.

Die Medaillengewinner lauten:

Boccia: Sebastian Plößner, Peter Weig, Melanie Mücke, Andreas Hartmann, Jaqueline Jeske, Vanessa Maschke (alle Silber); Gaby Dobler, Kristin Ilg  (beide Bronze).

Schwimmen: Michael Neugebauer (Gold und Silber).

Leichtathletik: Stephanie Berr (Bronze 50-Meter-Lauf/Gold Ballweitwurf ), Heike Lobinger (Gold 50-Meter-Lauf/Silber Ballweitwurf), Susanne Pichl (Silber 50-Meter-Lauf/Bronze 50-Meter-Pendelstaffel), Martina Rokosch (Bronze 50-Meter-Lauf/Gold Ballweitwurf/Bronze 50 Meter-Pendelstaffel), Patricia Saller (Bronze 100 Meter-Lauf), Manuel Busl (Gold 100 Meter-Lauf), Andreas Müllner (Silber Ballweitwurf/Bronze 50-Meter-Pendelstaffel), Christian Hübner (Silber Kugelstoßen), Michael Obst (Bronze 50-Meter-Pendelstaffel).

Fußball: Kevin Kaiser, Justin Geisler, Robin Feiler, Thorsten Bayer, Christian Haderer, Jonas Zwink, David Woldrich, Lukas Woldrich, Quentin Uzman, Jonas Fritsch, Felix Fritsch und „Edelfan“ Alfons Thoma (Gold/alle Unified-Team); Stephan Heindl, Andreas Hirth, Bernd Kittel, André Pusch, Dominik Schraml, Andy Rentsch, Markus Bauriedl, Sebastian Rothballer, Dominik Rippl und Adolf Mutzbauer (Bronze/alle Traditional-Team).


Das HPZ gratuliert Amanda Zumwalt und Alfons Thoma

HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler (l.) gratulierte Amanda Zumwalt (r.) und Alfons Thoma (Mitte) zur ihrer standesamtlichen Hochzeit.

HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler (l.) gratulierte Amanda Zumwalt (r.) und Alfons Thoma (Mitte) zur ihrer standesamtlichen Hochzeit.

Beschäftigte des Museumscafés Flossenbürg kommen unter die Haube – Zur Hochzeit übermitteln Vorstandsvorsitzender Christian Stadler und große Werkstatt-Delegation die besten Glückwünsche

Irchenrieth/Weiden. Ehre, wem Ehre gebührt: Wenn mit Amanda Zumwalt und Alfons Thoma zwei lange im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth Beschäftigte heiraten, dann darf natürlich auch die Gratulation des Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler, des Werkstatt-Chefs Josef Albang mit seinem Team sowie die der Kollegen des Museumscafés Flossenbürg nicht fehlen. So geschehen am Mittwochmittag, als sich die beiden im Alten Rathaus der Stadt Weiden das Ja-Wort gaben.

Eigentlich sollte die standesamtliche Hochzeit in einem etwas kleineren Rahmen stattfinden. Eigentlich: Doch Stadler, Albang und die vielen HPZ-Mitarbeiter*innen ließen es sich natürlich nicht nehmen, den im festlich dekorierten HPZ-Bus angereisten Hochzeitspaar Amanda und Alfons zur Hochzeit die besten Glückwünsche zu übermitteln. Ebenfalls gratulierten die Wohnstätten- und Wohnheimleitung sowie die Mitarbeiter*innen der Außenwohngruppe.

Die große HPZ-Abordnung überreichte dem schmucken Paar, das sich bereits seit ihrer gemeinsamen Schulzeit kennt, sowohl im Namen der Einrichtung als auch der gesamten Belegschaft, zahlreiche Geschenke. Zuvor hatte Museumscafé-Gast Karsten Dierks, zugleich einer der besten Freunde von Alfons und Tour-Guide bei den Führungen durch die KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg, mit dem Rainhard Fendrich-Song „Weis’d a Herz hast wia a Bergwerk“ die Gäste und das frisch getraute Ehepaar begrüßt.

Klar, dass ebenso die Fußballer der DJK Irchenrieth, bei denen Alfons kickt, und die Mitglieder der Zumba-Gruppe, mit der Amanda regelmäßig trainiert, gratulierten. Apropos Fußball: Auch wenn es für Alfons am Mittwoch mit seiner Hochzeit weitaus Wichtigeres gab, waren seine Gedanken bei den HPZ-Kickern, die in Regensburg bei den Special Olympics Bayern ihre erste Partie bestritten.

Um davon etwas abzulenken, stieg am Abend im Restaurant „Binnerschreiner“ in Tännesberg eine sicherlich unvergessliche Hochzeits-Fete. Zu der waren neben Familienangehörigen, Freunden und Bekannten auch Kolleginnen und Kollegen aus dem HPZ und aus dem Museumscafé eingeladen.


MIT OTV-VIDEO: Investition in die Zukunft von wunderbaren Menschen

Architekt Peter Hilgarth (r.) überreichte an HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (l.) und an stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Daisy Brenner (Mitte) nicht nur offiziell den Schlüssel für das Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“, sondern auch einen Spendenscheck über 2500 Euro.

Architekt Peter Hilgarth (r.) überreichte an HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (l.) und an stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Daisy Brenner (Mitte) nicht nur offiziell den Schlüssel für das Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“, sondern auch einen Spendenscheck über 2500 Euro.

Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ im HPZ Irchenrieth eingeweiht – Vorstandsvorsitzender Christian Stadler dankt allen „Ideen- und Taktgebern“ – Architekt überreicht 2500 Euro-Spende

Irchenrieth. Die Aussage des verantwortlichen Architekten Peter Hilgarth hat es perfekt ausgedrückt: „Das Kinder- und Jugendwohnen ‚Am Kleefeld‘ ist eine Investition in die Zukunft von wunderbaren Menschen, die später in die Gesellschaft integriert werden“, sagte er am Freitagvormittag bei der offiziellen Einweihung der neuesten Einrichtung im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth. „Wir sind stolz darauf, dass wir, wie es die Bayerische Staatsministerin Ulrike Scharf vor kurzem unterstrich, ein ‚bayernweites Highlight‘ nun offiziell seiner Bestimmung übergeben können“, ergänzte dazu HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler.

Einen Tag, nachdem der definitiv längste Schal der Oberpfalz die Gebäude „Am Kleefeld“ eingepackt hatte, stand mit der Segnung und Einweihung das nächste Highlight auf dem Programm. Zu diesem hieß Stadler nicht nur seine Vorstandkolleginnen Brigitte Krause und Claudia Prommersberger willkommen.

Seine Grüße galten ebenso den Ehrenmitgliedern und ehemaligen Vorstands- und Aufsichtsratsvorsitzenden Josef Rupprecht und Johann Bock, dem ehemaligen Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführer Helmut Dörfler, dem früheren Wohnstätten-Leiter Alfons Bäuml, dem Architekten und Planer Hilgarth, dem aktuellen Aufsichtsrat mit stellvertretender Vorsitzenden Daisy Brenner an der Spitze, den beiden Geistlichen Alfons Forster und Dominic Naujoks sowie den Mitarbeiter*innen des Kinder- und Jugendwohnens mit den Wohnheim- und Wohnstätten-Leitern Georg Schießl und Rainer Zintl.

„In Anbetracht unseres sensiblen Bereichs haben wir uns dazu entschieden, die seit zwei Jahren aufgeschobenen Feierlichkeit im kleinen Kreis durchzuführen“, erklärte Stadler. In seinem kleinen Rückblick ging der Vorstandsvorsitzende auf die Anfänge ein. So seien bereits 2010 die Notwendigkeit erkannt und die ersten Gespräche geführt worden.

2013 habe es schließlich die Zusage der Kosten- und Entscheidungsträger gegeben, wobei der Bau erst 2018 begonnen worden sei. „Die Entscheidung, ein Projekt mit Gesamtkosten in Höhe von rund 6,3 Millionen Euro zu stemmen, wobei seitens Regierung, Bezirk und Bayerischer Landesstiftung nur 30 Prozent gefördert wurden, erforderten Mut und Weitsichtigkeit sowie wirtschaftlich gute Arbeit“, machte der HPZ-Chef deutlich. Wegen des hohen Eigenanteils von rund 4,4 Millionen Euro habe die Entscheidungsfindung sehr wohl überlegt über die Bühne gehen müssen.

Letztendlich der richtige Weg, denn in der zweiten Jahreshälfte 2020 sei das Projekt mit seinen insgesamt 24 Plätzen fertiggestellt worden, ehe im Herbst der Einzug der ersten Kinder und Jugendlichen folgte. Auch dem Wandel der Zeit habe man, so Stadler weiter, Rechnung getragen. Mit der Umwidmung der sogenannten „grünen Gruppe“ von reinen Internats- hin zu Wohnplätzen mit intensiverer Betreuung habe man zeitnah erkannt, wo aufgrund der erhöhten, zum Teil bayernweiten, Anfragen der Bedarf vorhanden sei.

Nun könne das HPZ „ein breites Leistungsspektrum, bestehend aus einer heilpädagogischen Wohngruppe, einer heilpädagogisch-therapeutischen Wohngruppe und einer heilpädagogischen Intensiv-Wohngruppe für Kinder- und Jugendliche, anbieten“. Stadler wies in diesem Zusammenhang auf den „wichtigen Faktor“ des geregelten Tagesablaufs der Kinder und Jugendlichen im Alter von drei bis 20 Jahren hin, welche die SVE (Schulvorbereitende Einrichtung) und die HPZ-Schule besuchen.

Kein Wunder also, dass der Vorstandsvorsitzende neben seinem Vorgänger Dörfler, dem „Ideen- und Taktgeber des Kinder- und Jugendwohnens“, auch dem Aufsichtsrat, der das Projekt genehmigt hatte, der Stiftung „Sonnenblume“ um Vorstandsmitglied Dieter Wettinger und allen externen Förderern und Unterstützern besonders dankte. Er lobte weiterhin die angenehme Zusammenarbeit mit dem Architekten Hilgarth und mit der HPZ-Bauabteilung um Leiter Frank Wirth.

Die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Daisy Brenner erinnerte sich in ihrer kurzen Ansprache an die Anfangsidee eines Schülerinternates, die sich im Laufe der Zeit gewandelt habe. „Heute haben wir seit einem Jahr ein stabiles und sicheres Umfeld und ein zweites Zuhause für die Kinder und Jugendlichen geschaffen.“ Architekt Hilgarth, dessen Dank den ausführenden Firmen und Fachplanern galt, fügte an, dass es sich um „einen geschützten Wohlfühlort“ handle. Er hatte zur Überraschung aller dann bei der Schlüsselübergabe auch einen Spendenscheck über 2500 Euro als Geschenk dabei. Mit der Summe, so Stadler, werde man weitere Zusatzwünsche der Kinder finanzieren.

Die kurzweilige Segnung der Räumlichkeiten und der darin tätigen Mitarbeiter*innen übernahmen die Pfarrer Alfons Forster und Dominic Naujoks. Nach dem offiziellen Teil schloss sich eine Führung durch Sozialdienstmitarbeiterin Sonja Witt an, bevor dann am Nachmittag die Kinder und Jugendlichen bei einem Sommerfest mit ihren Eltern und den Mitarbeiter*innen die Einweihung feierten.

Hier der Link zum Beitrag von Oberpfalz TV: https://bit.ly/3PG6fGB


Drei, zwei, eins und Kamera läuft!

Irchenrieth. So hat es am Donnerstagnachmittag im Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth geheißen. Denn der Amberger Fernsehsender Oberpfalz TV (OTV) war bei uns zu Gast, um zusammen mit unserer Ausbildungsleiterin Tina Beer, unseren Auszubildenden und unseren Betreuten Videoaufnahmen für einen Imagefilm über die Ausbildungsmöglichkeiten am HPZ zu machen.

Wir wollen noch nicht zu viel verraten, aber bei dem Film wird locker und erzählerisch das Erlebte, die Vorteile, der Ablauf und die Arbeit in den verschiedenen Berufsgruppen, in denen im HPZ ausgebildet wird, geschildert. Durch eine bildstark-emotio­nale Weise, die den Menschen in das Zentrum stellt, werden nicht nur Fakten und wissenswerte Informationen vermittelt, sondern das HPZ auch als sympathische soziale Einrichtung, das seinen Azubis viele Benefits bietet, dargestellt.

Mehr zur Ausbildung am HPZ gibt es hier: https://bit.ly/3nZyKTR


Mit Video: „Kleefeld“-Wohnen vom längsten Schal der Oberpfalz eingepackt

Rund 80 Helferinnen und Helfer, hier die Vertreterinnen der Strickrunden, Vereine und Verbände mit den HPZ-Verantwortlichen, sorgten am Donnerstagmittag dafür, dass das Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth mit dem definitiv längsten Schal der Oberpfalz eingewickelt wurde.

Rund 80 Helferinnen und Helfer, hier die Vertreterinnen der Strickrunden, Vereine und Verbände mit den HPZ-Verantwortlichen, sorgten am Donnerstagmittag dafür, dass das Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth mit dem definitiv längsten Schal der Oberpfalz eingewickelt wurde.

Strickaktion der Stiftung „Sonnenblume“ des HPZ Irchenrieth ein Erfolg: 7000 Meter werden angebracht – Erlös kommt Kinder- und Jugendwohnen zu Gute

Irchenrieth. Ein neuer Zaun für das Kinder-und Jugendwohnen  „Am Kleefeld“ im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth? Nein, beileibe nicht. Und es ist auch keine Verpackungsaktion eines bekannten Künstlers. Vielmehr schmückt seit Donnerstagmittag definitiv der längste Schal der Oberpfalz die neueste HPZ-Einrichtung – eine Aktion, die die Stiftung „Sonnenblume“ im Mai 2019 ins Leben gerufen hatte.

Lang, länger, am längsten – der Rekordversuch ist geglückt: Es sind beeindruckende Zahlen, die zum offiziellen Ende der Schalaktion von Aufsichtsratsvorsitzender Birgit Reil, die die Aktion federführend von Anfang an begleitet hatte, präsentiert wurden: 80 fleißige Helferinnen und Helfer legten rund drei Stunden Hand an, um in zehn Reihen à 308 Meter Schal mit einer Gesamtlänge von 7000 Metern anzubringen.

Zum Vergleich: Der offiziell vom Guinness-Buch der Weltrekorde als längster in Deutschland eingetragene selbstgestrickte Schal liegt mit 4010 Metern im Textilmuseum Helmbrechts. Der längste in der Welt ist dem Norweger Helge Johanson mit derzeit 4565,46 Metern zugeschrieben worden.

Im Beisein der stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden Brigitte Krause, ihrer Vorstandskollegin Claudia Prommersberger, der Elternbeiratsvorsitzenden Michaela Jung sowie von Vorstandsmitglied Dieter Wettinger und weiteren Mitgliedern der Stiftung „Sonnenblume“ sagte sie: „Vor zwei Jahren haben wir mit der Aktion begonnen. Sie sollte eigentlich bis April 2020 beendet sein.“ Doch wegen der Corona-Pandemie seien mehrere Verschiebungen notwendig geworden.

Die Aufsichtsratsvorsitzende dankte den viele Strickerinnen aus nah und fern. Etliche Strickrunden, Einzelpersonen und Senioreneinrichtungen hätten für das HPZ gestrickt. Reils besonderer Dank galt Annemarie Maresch und ihren beiden Mitstreiterinnen, die sage und schreibe 1100 Meter Schal beigetragen hatten.

Zudem erwähnte die Aufsichtsratsvorsitzende den Strickkreis aus Brand mit Organisatorin Jutta Tackmann, Karin Benner mit ihren Helferinnen, Sieglinde Müller, Gerda Rupprecht, Karin Bauer, Ruth Friedl, Helga Pichl und ihr Team, Kerstin Schuller, die Stadt Maxhütte-Haidhof und die Caritas-Tagespflege Rosenquarz aus Pleystein. Für ihre Unterstützung lobte Reil auch den Einsatz des HPZ-Aktivkreises und des HPZ-Elternbeirates der Schule sowie ihre Aufsichtsratskolleginnen, die beim Zusammenfügen der einzelnen Schals zu großen Schnecken dabei waren.

Diese wurden von der MaLaGa-Truppe der HPZ-Werkstatt, die auch die unzähligen Zaunpfosten rund um das Kinder- und Jugendwohnen aufgebaut hatte, mit Lastern und Gabelstaplern angeliefert. Zudem legten am Donnerstag viele Mädchen und Jungen der Berufsschul-Stufe der HPZ-Förderschule beim Einpacken kräftig mit Hand an.

Das Motto der zweijährigen Strickaktion der Stiftung „Sonnenblume“ hatte dabei gelautet:  Masche an Masche für einen gemeinsamen guten Zweck. Und, wenn möglich, dabei den längsten Schal der Oberpfalz entstehen zu lassen. Gesagt, getan – denn die Aktion fiel bei vielen Verbänden, Vereinen und  Strickrunden in der Region auf fruchtbaren Boden.

Die Idee dahinter: An dem Vorhaben konnte sich jeder mit einem handgestrickten Schal beteiligen. Einzige Bedingung: Er musste 15 Zentimeter breit sein. Bei Länge und Farbe sowie beim Muster konnten alle Beteiligten ihrer Fantasie freien Lauf lassen. Die Werke wurden dann in den letzten Wochen zum längsten Schal der Oberpfalz zusammengefügt.

Einzelteile davon oder auch daraus angefertigte Sitzkissen, so Reil, werden nun künftig bei anstehenden HPZ-Veranstaltungen oder auch Online gegen eine Spende verkauft. Wobei der Erlös natürlich dem Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ zu Gute kommen wird.


SVE-Kinder taufen ihr neues Holzschiff

„Schiff ahoi!“ – die Kinder der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) der Förderschule des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth vollzogen am Freitagvormittag die traditionelle Taufe ihres neuen Holzspielbootes.

„Schiff ahoi!“ – die Kinder der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) der Förderschule des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth vollzogen am Freitagvormittag die traditionelle Taufe ihres neuen Holzspielbootes.

Garten der Schulvorbereitenden Einrichtung des HPZ Irchenrieth ist um neue Attraktionen reicher – Dank an den Elternbeirat und an die Stiftung „Sonnenblume“

Irchenrieth. Eine Schiffstaufe im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth ist zu den eher seltenen Erlebnissen zu zählen. Vor allem deswegen, weil es nicht gerade als Schiffsumschlagplatz bekannt ist. In der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE) ticken die Uhren anders – zumindest am Freitagvormittag. Denn, fortschrittlich wie sie ist, hat sie wirklich eine Taufe eines Holzbootes vollzogen.

Die SVE-Kinder der HPZ-Schule freuten sich auf alle Fälle riesig, dass sie nun offiziell ihr neues Holzschiff, die Kochecke sowie den mit einer Hängebrücke und einem Rutschen-Hügel ausgestatteten neuen Garten zum Spielen hernehmen dürfen. „Wir sind froh, dass es nun endlich soweit ist“, sagte stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause im Beisein von Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler, ihrer Vorstandskollegin Claudia Prommersberger, der Aufsichtsratsvorsitzenden Birgit Reil, der Elternbeiratsvorsitzenden Michaela Jung und Vorstandsmitglied Dieter Wettinger von der Stiftung „Sonnenblume“.

Krauses Dank galt dabei besonders dem Elternbeirat und der Stiftung, die durch ihre Spenden maßgeblichen Anteil daran hatten, dass der Garten „so toll und den Bedürfnissen der Kinder gerecht“ hergerichtet worden sei. „Ich muss mich aber auch bei unserer Bauabteilung, unseren Hausmeister und seinem Team sowie der MaLaGa-Gruppe unserer Werkstatt bedanken, die unsere Wünsche und Vorschläge umgesetzt haben“, so die stellvertretende Vorstandsvorsitzende weiter.

Auf alle Fälle schenken die neuen Spielgeräte und das nun einsatzbereite Schiff den Mädchen und Jungen der SVE täglich richtig viel Freude. Das zeigte sich bei der feierlichen Zeremonie der Schiffsweihe, bei der die Kinder das Holzboot mit Wasser auf den Namen „SVE-Piraten“ tauften.

Zudem führten „kleine Piraten“ mit dem Kinderlied „Der Pirat“ von Sänger Volker Rosin zur Begrüßung ein Schauspielstück mit dem abschließenden Wunsch „Schiff ahoi!“ auf, ehe sich ein kleines Fest mit Hamburgern, Grillfleisch, Salaten und Kuchen, alles von den Mitarbeitern der SVE selbst zubereitet, anschloss.


Wohnheime der Lebenshilfe gründen Arbeitskreis

HPZ-Wohnheimbeirats-Vorsitzender Georg Weiher (i.) und Annabell Schulze vom Sozialdienst des Wohnheimes (r.) nahmen an der ersten Online-Konferenz teil.

HPZ-Wohnheimbeirats-Vorsitzender Georg Weiher (i.) und Annabell Schulze vom Sozialdienst des Wohnheimes (r.) nahmen an der ersten Online-Konferenz teil.

Premiere: Bei Online-Konferenz werden viele Themen besprochen – Im September gemeinsame Veranstaltung im Museumscafé Flossenbürg geplant

Irchenrieth. Vor kurzem hat das erste Treffen der Selbstvertreter*innen der Wohnheime der Lebenshilfe stattgefunden. Mit dabei waren bei der ersten Videokonferenz die Heimbeiräte aus Neumarkt, Amberg, Schwandorf, Regensburg, Cham und natürlich aus Irchenrieth. Geleitet wurde die Sitzung durch die Referentin Selbstvertretung, Barbara Dengler, und die Referentin der Oberpfälzer Lebenshilfen, Andrea Kraft.

Gleich in der ersten Sitzung kamen viele Themen zur Sprache, welche die Bewohner*innen bewegen. Angefangen über die Erhöhung des Kleidergeldes bis hin zur Kostenübernahme bei der Beförderung gab es rege Diskussionen, bei der sich unser Wohnheimbeirats-Vorsitzender Georg Weiher mit einbrachte. Unterstützt wurde er bei der für ihn ersten Online-Konferenz durch den Sozialdienst des Wohnheimes, Annabell Schulze.

Nach einer einstündigen Besprechung kamen alle Beteiligten zu dem Entschluss, dass es notwendig ist, hier gemeinsam tätig zu werden und vereinbarten für den 14. September 2022 die erste gemeinsame Veranstaltung. Weiher bot an, dass die Sitzung im Museumscafé in Flossenbürg stattfinden könnte.


HPZ-Werkstätten rüsten Fuhrpark mit E-Mini-Laster auf

Die E-Mobilität im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth macht weitere Fortschritte. Am Mittwochnachmittag wurde von der Werkstatt GmbH der zweite E-Mini-Laster offiziell in Betrieb genommen. Unser Foto zeigt v. l. n. r..: Siegfried Winklmann, Matthias Lindner, Jens Ketscher, Johannes Veigl und Josef Albang.

Die E-Mobilität im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth macht weitere Fortschritte. Am Mittwochnachmittag wurde von der Werkstatt GmbH der zweite E-Mini-Laster offiziell in Betrieb genommen. Unser Foto zeigt v. l. n. r..: Siegfried Winklmann, Matthias Lindner, Jens Ketscher, Johannes Veigl und Josef Albang.

Zweites elektrisches Fahrzeug seit Mittwoch in Betrieb – Deutschlandweit ist der Wagen einer der ersten seiner Generation

Irchenrieth. Erkannt, gehandelt: Am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) wird das Thema „Mobilität“ weiter neu gedacht. Denn die sogenannte E-Mobilität ist nicht nur weltweit der Schlüssel für klimafreundliche Innovation, sondern auch in Irchenrieth. Daher ist von der Werkstätten GmbH am Mittwochnachmittag bereits der zweite Elektro-Mini-Laster in Betrieb genommen worden – übrigens deutschlandweit einer der ersten seiner Generation, wodurch das HPZ eine Vorreiterrolle einnimmt.

Der Betrieb von Elektrofahrzeugen erzeugt insbesondere in Verbindung mit regenerativ erzeugtem Strom deutlich weniger CO2. Ein Grund für Werkstatt-Chef Josef Albang und sein Team nach drei Jahren den eigenen Fuhrpark um einen weiteren E-Lastwagen auf nun zwei zu erweitern.

Fahrer Siegfried Winklmann freut sich auf seinen neuen Arbeitsplatz.

Fahrer Siegfried Winklmann freut sich auf seinen neuen Arbeitsplatz.

„Nachhaltigkeit und Klimaschutz sind auch für uns wichtige Zukunftsthemen“, sagte Albang, als er zusammen mit Wäscherei-Leiter Jens Ketscher, den Fahrern Matthias Lindner und Siegfried Winklmann sowie Verkaufsberater Johannes Veigl vom Maschinenpartner CLAAS Nordostbayern GmbH & Co. KG aus Altenstadt/WN das neue E-Mobil offiziell vorstellte.

Demnach handelt es sich dabei um das Fahrzeug der Ausführung MT8N des Herstellers ADDAX – dem neuesten seiner Generation mit einer Reichweite von rund 100 Kilometer, das im HPZ vorwiegend für den internen Warenverkehr, wie Wäsche- und Essenstransporte eingesetzt wird. „Es erfüllt all unsere Ansprüche. Das Beste dabei: Dank seines leistungsstarken Lithium-Ionen-Akkus kann die Aufladung über eine normale Haushaltssteckdose erfolgen“, so Werkstatt-Leiter Albang, der in diesem Zusammenhang auch die fachlich kompetente Beratung des Partners CLAAS Nordostbayern hervorhob.


1011 neue Meter für den „längsten Schal der Oberpfalz“

Irchenrieth. Lang, länger, am längsten – dieses Motto trifft nicht nur auf die Schal-Aktion des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth zu, sondern auch auf die Unterstützung von Annemarie Maresch.

Bereits 2019 wurde von der Stiftung „Sonnenblume“ die Spendenaktion zugunsten des Baus des inzwischen fertiggestellten neuen Kinder- und Jugendwohnens „Am Kleefeld“ ins Leben gerufen. Eine Aktion, die bei vielen Strickrunden und Privatpersonen in der Region auf fruchtbaren Boden fiel und aktuell noch bis zum 14. Juli weiterläuft. Am 15. Juli soll dann die offizielle Einweihung des Wohnbereichs stattfinden.

Einen nicht unwesentlichen Beitrag zum Gelingen der Strick-Aktion erbrachte Annemarie Maresch und zwei Frauen aus ihrer Familie. Die seit jeher begnadete Hobbykünstlerin unterstützt seit Jahrzehnten das HPZ mit ihren selbstgefertigten Handarbeiten. So strickt sie unermüdlich jedes Jahr für den Weihnachtsbasar Socken in allen Größen.

Für sie war es daher selbstverständlich, sich an der Aktion „längster Schal der Oberpfalz“ zu beteiligen. Mit über 80 Jahren hat sie nun zusammen mit ihren Mitstrickerinnen 1011 Meter Schal gefertigt. „Für diese herausragende Leistung sagen wir ein herzliches Dankeschön“, so Aufsichtsratsvorsitzende Birgit Reil, die zusammen mit dem Aufsichtsratsmitglied Dieter Wettinger die Schals bei Annemarie Maresch abholte.

Ihr Dank gilt natürlich auch all den anderen fleißigen Strickerinnen und Strickern. Mittlerweile hätten sich etliche Schalschnecken angesammelt und es sei Zeit, diese endlich an den Start zu bringen. Am 14. Juli werde versucht, unser Vorhaben umzusetzen. Die Aufsichtsratsvorsitzende weiter: „Wir suchen auch noch Sponsoren, die uns für jeden gestrickten Meter mit einer Spende für unser Kinder- und Jugendwohnen ‚Am Kleefeld‘ unterstützen möchten.“


„Marktführer im heilpädagogischen Bereich“ feiert Premiere

Hoher Besuch aus München: Die bayerische Staatsministerin Ulrike Scharf (4. v. r.) ist am Montagmorgen zusammen mit weiteren CSU-Politikern im HPZ Irchenrieth zu Gast gewesen.

Hoher Besuch aus München: Die bayerische Staatsministerin Ulrike Scharf (4. v. r.) ist am Montagmorgen zusammen mit weiteren CSU-Politikern im HPZ Irchenrieth zu Gast gewesen.

Bayerische Staatsministerin Ulrike Scharf besucht erstmals das HPZ Irchenrieth – Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ ein „oberpfalzweit einmaliges Projekt“

Irchenrieth. Viel Lob und anerkennende Worte auf der einen Seite, aber auch kritische Anmerkungen und Verbesserungsvorschläge auf der anderen: Auf diesen kurzen Nenner lässt sich der Besuch des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth durch Ulrike Scharf, der bayerischen Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, am Montagmorgen bringen. Die CSU-Politikerin lobte die Einrichtung als „tolles Projekt“ und zeigte ebenso Verständnis für die Anregung, die hohen Auflagen bei der Schaffung von Wohnplätzen zu verringern. „Wir müssen hier pragmatischer und flexibler werden“, versprach die 54-Jährige.

Ursprünglich auf eine Stunde war der Ministerinnen-Besuch, der der auf Vermittlung von Landtagsabgeordneten Dr. Stephan Oetzinger zustande gekommen war, begrenzt. Dass es dann doch fast eineinhalb wurden, lag daran, dass Scharf sich vor allem bei der Besichtigung des neuen Kinder- und Jugendwohnens „Am Kleefeld“ die Zeit nahm und für die Belange der HPZ-Vertreter:innen ein offenes Ohr hatte. Immerhin handelte es sich ja auch um eine Premiere: Die aus Erding stammende Ministerin war nämlich erstmals im HPZ zu Gast.

Mit ihr dabei waren Landrat Andreas Meier, Bezirkstags-Vizepräsident Lothar Höher und Irchenrieths Bürgermeister Josef Hammer. Sie wurden von HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler, Vorstandsmitglied Claudia Prommersberger, Aufsichtsratsvorsitzender Birgit Reil und Stefanie Filchner, Leiterin des Kinder- und Jugendwohnens „Am Kleefeld“ empfangen, informiert und durch das Wohnheim geführt.

Stadler machte in seiner Begrüßung und in seiner kurzen Konzept-Vorstellung deutlich, wie wichtig das 2020 eröffnete Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ mit seinen in drei Gruppen aufgeteilten 24 Plätzen für drei- bis 20-jährige Kinder und Jugendliche für das HPZ sei. Der HPZ-Chef bezeichnete die Einrichtung, die rund 6,3 Millionen Euro gekostet und mit 1,2 Millionen Euro von der bayerischen Staatsregierung bezuschusst worden war, als „oberpfalzweit einmaliges Projekt“. „Wir sind bereits nahezu komplett belegt und haben bayernweit Anfragen vorliegen. Unsere Kinder fühlen sich hier richtig wohl“, ergänzte Leiterin Stefanie Flichner.

Das Wohnen „Am Kleefeld“ soll nun am 15. Juli, nachdem die Corona-Pandemie mehrmals einen Strich durch Rechnung gemacht hatte, offiziell eingeweiht werden. Stadler dankte in diesem Zusammenhang den Eltern und vielen Spendern, durch die das Wohnheim mit „zusätzlichen Bonbons“ ausgestattet werden konnte. MdL Oetzinger sprach weiterhin von einem „Leuchtturm-Projekt der Region“ und vom HPZ insgesamt als „Marktführer im heilpädagogischen Bereich“, was Ministerin Scharf mit ihrer Einschätzung als „bayernweites Highlight“ bekräftigte.

Irchenrieths Bürgermeister Hammer sagte, dass es sich um ein „lang geplantes Projekt“ gehandelt habe, in dem der Grunderwerb der rund 30.000 Quadratmeter großen Fläche eine entscheidende Rolle gespielt habe. Der Tausch von Grundstücken sei der Schlüssel zum Erfolg gewesen. „Die HPZ-Bewohner:innen sind fest ins Gemeindeleben integriert“, so Hammer. Landrat Meier lobte in diesem Zusammenhang die Arbeit der HPZ-Standortgemeinde Irchenrieth, die für die nötige Infrastruktur gesorgt habe.

Bezirkstags-Vizepräsident Höher machte deutlich, dass das HPZ einen großen Anteil daran habe, dass Behinderung kein Tabu-Thema mehr sei. „Die Anforderungen, die durch die immer weiter voranschreitende Inklusion entstehen, verändern sich. Daher brauchen wir große Einheiten wie das HPZ, das auch den Weg der Dezentralisierung beschritten hat“. Aufsichtsratsvorsitzende Reil knüpfte an diese Aussagen an und erklärte, wie „wichtig es sei, dass im HPZ alles an einem Platz“ sei. „Wir können vom Kleinkind bis zu den Senioren alles bieten und geben somit allen Betroffenen die nötige Sicherheit“.

In der Gesprächsrunde mit der sehr interessierten und immer wieder nachfragenden Ministerin wurden auch die Themen „Fachkräfte“ und „vorherrschende Auflagen bei der Schaffung von neuen Wohnplätzen“ angerissen. „Wir suchen Fachkräfte, wobei das aber auch daran liegt, dass wir neue Konzepte planen und anbieten“, so HPZ-Vorstandsvorsitzender Stadler, der das „Seniorenwohnen“ als wichtigen künftigen Schwerpunkt nannte.

Er sagte ebenso, dass das HPZ in Zukunft zeitnah in dringend benötigte Wohnplätze, wie zum Beispiel das „Hotel am Hofgarten“ in Neustadt/WN, investieren müsse. Er bemängelte dabei die hohen Auflagen, die es dabei zu überwinden geben würde. Unterstützt wurde er von Landrat Meier, der die Ministerin eindringlich bat, hier Nachbesserungen vorzunehmen.

Scharf dazu: „Wir müssen in diesem Bereich pragmatischer und flexibler werden.“ Ein gemeinsamer Rundgang durch das Kinder- und Jugendwohnen schloss sich an, ehe Flichner und Stadler der CSU-Ministerin zum Abschied noch zwei im HPZ gefertigte Geschenke überreichten.


Ungarische Delegation kommt in die nördliche Oberpfalz

„Wir sind Host Town!“ hieß es Ende Januar, als bekannt wurde, dass die gemeinsame Bewerbung der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt/WN von Erfolg gekrönt war. Foto: Special Olmpics

„Wir sind Host Town!“ hieß es Ende Januar, als bekannt wurde, dass die gemeinsame Bewerbung der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt/WN von Erfolg gekrönt war. Foto: Special Olmpics

Special Olympics Deutschland gibt die Zuteilung für „Host Towns“ bekannt – Stadt Weiden und Landkreis Neustadt/WN vom 12. bis zum 15. Juni 2023 gemeinsamer Gastgeber

Weiden-Neustadt/WN-Irchenrieth. Vom 12. bis 15. Juni 2023 – im Vorfeld der Special Olympics Weltspiele Berlin – besuchen internationale Delegationen ihre Gastgeber-Kommunen im Rahmen des sogenannten „Host Town-Programm“ und lernen das Land und die Leute kennen. Seit Dienstagnachmittag steht nun fest, welche Sportlerinnen und Sportler in den Landkreis Neustadt/WN und in die Stadt Weiden kommen werden: eine Delegation aus Ungarn mit wohl rund 120 Mitgliedern.

„Am wichtigsten ist die Nachhaltigkeit, dass die Inklusion auch nach den Weltspielen in den Kommunen bleibt“, sagte Mark Solomeyer, Athleten-Sprecher und Vizepräsident von Special Olympics Deutschland (SOD) bei der Bekanntgabe. Die Stadt Weiden und der Landkreis Neustadt/WN hatten sich gemeinsam dafür beworben und wurden dabei von Thomas Fritsch, Leiter der Förderstätte am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth und Vorsitzender des Vereins „HPZ RehaSport e. V.“, unterstützt.

Er hatte im Vorfeld die Bewerbung letztes Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Stadt und Landkreis in die Wege geleitet, ehe schließlich Ende Januar die Zusage kam. „Das HPZ, nicht nur aufgrund der Tatsache, dass wir seit 1996 selbst schon viele Sportler*innen zu den Special Olympcis geschickt hatten und auch weiterhin werden, ist dabei ein fester Bestandteil des diesjährigen Host Town-Programmes“, freut sich Fritsch.

Das „Host Town-Program“ ist ein einzigartiges Projekt, mit dem die internationalen Sportler*innen in Deutschland willkommen geheißen werden. 216 „Host Towns“, 216 kommunale Projekte, wurden ausgewählt, Delegationen aus aller Welt zu empfangen. Mit der Zuteilung der „Host Towns“ zu den Delegationen startet nun der Kontaktaufbau und das Programm im Vorfeld der Wettbewerbe in Berlin wird abgestimmt. „Das Programm bietet die Möglichkeit, Freundschaften zu knüpfen und die Welt inklusiver zu gestalten“, weiß Fritsch.


„Ausbildung ist eine wichtige Investition in die Zukunft“

Tina Beer (2. v. r.), hier mit den Auszubildenden Kristina Schmid, Annalena Lang und Felix Grillmayer (v. l.) ist seit März Ausbildungsleiterin am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth.

Tina Beer (2. v. r.), hier mit den Auszubildenden Kristina Schmid, Annalena Lang und Felix Grillmayer (v. l.) ist seit März Ausbildungsleiterin am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth.

Tina Beer ist seit März im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth als neue Leiterin für 45 Lehrlinge verantwortlich – Mit frischen Ideen das Miteinander stärken und fördern

Irchenrieth. Die sehr gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeiter*innen sind das wichtigste Kapital des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth. „Zuverlässigkeit, Kompetenz sowie Spaß an der Arbeit bilden die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, erklärt Tina Beer, die seit März neue Ausbildungsleiterin ist.

In ganz unterschiedlichen Berufsgruppen bietet das HPZ jungen Menschen die Möglichkeit, einen interessanten und abwechslungsreichen Beruf zu erlernen. „Wir verstehen uns als modernes Unternehmen, das durch die Förderung einer fundierten Ausbildung junger Menschen als konkurrenzfähiger Arbeitgeber in die Zukunft blickt und dabei einige Benefits bietet, die uns von anderen Einrichtungen unterscheiden“, so die 24-Jährige, die mit der Ausbildung im HPZ bestens vertraut ist, da sie diese selbst durchlief.

In ihrer neuen Funktion verantwortet Tina Beer nun im HPZ die Erstausbildung von rund 45 jungen Menschen, darunter aktuell 32 HEP‘s und HEP-H’s (Heilerziehungspfleger*in bzw. -helfer*in). „Ich freue mich sehr, dass ich diese wichtige Aufgabe übernehmen durfte. Ich stehe für eine erlebnis- und ergebnisorientierte Ausbildung“, erzählt sie.

Ihre Aufgabe sieht sie in allem, rund um die Ausbildung im HPZ. Konkret heißt dies: Begleitung der jungen Menschen bereits vor Beginn der Lehre, gefolgt vom Bewerbungsprozess, über den ersten Ausbildungstag bis hin zur geplanten möglichen Übernahme oder Verabschiedung. Als entscheidend für ein gutes Gelingen sieht sie eine abteilungsübergreifende und stets transparente Zusammenarbeit sowie das Einbringen eigener frischer Ideen während der Ausbildungszeit.

Alles zur Ausbildung im HPZ gibt es hier: www.hpz-ausbildung.de


HPZ beeindruckt Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht

CSU-Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht (2. v. r.) besuchte zusammen mit Irchenrieths Ortsverbandsvorsitzenden Jürgen Bodensteiner (l.) und Bürgermeister Josef Hammer (2. v. l.) das HPZ Irchenrieth und besprach zusammen mit Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (r.) und seiner Stellvertreterin Brigitte Krause (3. v. l.) zwei wichtige Kernthemen.

CSU-Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht (2. v. r.) besuchte zusammen mit Irchenrieths Ortsverbandsvorsitzenden Jürgen Bodensteiner (l.) und Bürgermeister Josef Hammer (2. v. l.) das HPZ Irchenrieth und besprach zusammen mit Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (r.) und seiner Stellvertreterin Brigitte Krause (3. v. l.) zwei wichtige Kernthemen.

Fachkräftemangel und Finanzierung von Wohnprojekten die zentralen Themen – CSU-Politiker sichert seine Unterstützung zu

Irchenrieth. Es war mehr als nur eine Wertschätzung gegenüber den fast 800 Beschäftigten und den rund 1400 betreuten Menschen des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth: Bei seinem kürzlichen Besuch zeigte sich CSU-Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht zusammen mit Irchenrieths Bürgermeister Josef Hammer und dem neuen CSU-Ortsverbandsvorsitzenden Jürgen Bodensteiner vom aktuellen Leistungsspektrum und den künftigen Planungen beeindruckt.

„Mit meinem Besuch möchte ich mir ein Bild über die Arbeit vor Ort machen. Und ich möchte auch Hilfestellung und Unterstützung geben“, betonte Rupprecht. Denn die HPZ-Mitarbeiter würden durch ihre Arbeit einen überaus wertvollen Dienst an den Bewohnern und betreuten Menschen leisten, fuhr er fort.

HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler und seine Stellvertreterin Brigitte Krause begrüßten die drei Politiker, gaben einen kleinen Überblick über die verschiedenen HPZ-Bereiche und schilderten aber auch Problemfelder. Dabei wurde auf zwei zentrale Themen näher eingegangen: Fachkräfte und Finanzierung von Wohnprojekten.

„Der Mangel an Fachkräften ist besonders im sozialen Bereich ein Mega-Thema“, wusste der CSU-Bundestagsabgeordnete. Vor allem wegen des in den nächsten zehn Jahren noch weiterwachsenden demografischen Wandels werde, so Rupprecht, deren Qualifizierung und Ausbildung immer breiteren Raum einnehmen.

Nicht vergessen werden dürfe dabei, potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten vom Leben und Arbeiten in der nördlichen Oberpfalz zu überzeugen. „Auch die Akquise von Arbeitskräften in unseren Nachbarländern sollte man auf dem Schirm haben“, erklärte der CSU-Politiker, mit dem Stadler und Krause verschiedene Modelle zur Beseitigung des Fachkräftemangels durchsprachen.

Der HPZ-Vorstandsvorsitzende machte zudem deutlich, dass das HPZ zeitnah bestehende Wohnheimplätze sanieren und auch neue schaffen müsse. Da die Zeit drängt, wäre es vorteilhaft, wenn von Seiten der Kosten- und Entscheidungsträger die bisherigen Finanzierungsmodelle überdacht, bzw. weitere Finanzierungsmöglichkeiten in Betracht gezogen werden.

Ebenfalls sollten die Vorgaben der baulichen Anforderungen an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden. MdB Rupprecht versprach in diesem Zusammenhang, dass er ausloten werde, wie eine Projektierung unter Beteiligung des Bezirkes, des Landes und auch des Bundes auf die Beine gestellt werden könne.


Startschuss für heiße Vorbereitungsphase gefallen

Von wegen Urlaub: Die Unified-Fußballer des HPZ-RehaSport-Vereins bereiten sich aktuell in einem Trainingslager in Calvià auf Mallorca auf die bevorstehenden Special Olympics-Wettkämpfe im Juni in Berlin und im Juli in Regensburg vor.

Von wegen Urlaub: Die Unified-Fußballer des HPZ-RehaSport-Vereins bereiten sich aktuell in einem Trainingslager in Calvià auf Mallorca auf die bevorstehenden Special Olympics-Wettkämpfe im Juni in Berlin und im Juli in Regensburg vor.

Unified-Fußballer des HPZ RehaSport-Vereins bereiten sich in Trainingslager auf Mallorca auf die Special Olympics-Wettkämpfe im Juni in Berlin und im Juli in Regensburg vor

Irchenrieth/Tirschenreuth. Kräftig schwitzen derzeit die Unified-Fußballer des RehaSport-Vereins des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth: Denn für die 13 Kicker um Vorsitzenden Thomas Fritsch, Leiter der HPZ-Förderstätte, ist mit dem Trainingslager auf Mallorca (Spanien) der Startschuss für die heiße Vorbereitungsphase auf die Special Olympics-Wettkämpfe im Juni in Berlin und im Juli in Regensburg gefallen.

„Dabei ist es aktuell bei uns hier in Calvià gar nicht einmal so warm“, scherzt Fritsch angesichts der dort vorherrschenden 14 Grad, die im Vergleich zu Deutschland doch sehr angenehm anmuten. Dennoch sind es für die Unified-Fußballer ideale Temperaturen, um sich den ersten Feinschliff für die anstehenden Turniere zu holen.

Der Online-Reiseführer „Mallorcaexperten“ schreibt nämlich: „Das westlich von Palma gelegene, wohlhabende Städtchen Calvià ist Zentrum der gleichnamigen touristisch stark erschlossen Region Calvià. Der Ort selbst ist jedoch kaum touristisch geprägt. Hier geht es eher ruhig zu und die unmittelbare Umgebung eignet sich gut zum Wandern“. Na, ja – zum Wandern haben die RehaSport-Kicker kaum Zeit, vielmehr steht jeden Tag ein umfangsreiches Vorbereitungsprogramm auf der Tagesordnung.

Am Montag ging es um 4.30 Uhr in der Früh vom Flughafen Nürnberg aus direkt auf die Mittelmeerinsel. Nach der Ankunft dort stand zunächst eine Lauf- und dann am Nachmittag die erste Trainingseinheit auf dem dortigen Kunstrasenplatz an. Am Dienstag folgten wieder zwei Trainings, ehe sich ein kleiner Inselausflug anschloss. „Wir werden noch bis Donnerstag auf Mallorca sein und uns weiter konzentriert vorbereiten. Am Mittwoch spielen wir dann gegen eine spanische Mannschaft, ehe es am Donnerstagabend wieder nach Hause geht“, berichtet Fritsch.

Das Trainingslager dient zur Vorbereitung auf die bevorstehenden Special Olympics-Turniere, bei denen ein gutes Abschneiden das Ziel ist. Unter dem Motto „Gemeinsam stark“ gehen nämlich vom 19. bis 24. Juni 2022 in Berlin rund 4.500 Sportler*innen mit und ohne Behinderung bei den Nationalen Sommerspielen von Special Olympics Deutschland an den Start. Die Landesspiele mit bis zu 1.500 Athletinnen und Athleten mit geistiger Behinderung finden dann vom 19. bis 23. Juli 2022 in Regensburg statt.

Fritschs Dank gilt dabei dem langjährigen RehaSport-Mitglied Mitglied Gerhard Bauer von der AGB-Agentur aus Tirschenreuth, der den HPZ-Spielern dieses Trainingslager zusammen mit seinen Freunden vom Rotary Club Tirschenreuth und Rotary Calvia (Mallorca) gesponsert hatte. „Sie haben einen nicht unerheblichen Betrag aufgebracht“, erzählt der Vereinsvorsitzende. Nachdem in Calvià auch die Rotarier aus Tirschenreuth und aus dem Gastgeber-Ort selbst dabei sind, wird das Trainingslager zusätzlich mit einem gemeinsamen Paella-Abend beschlossen.


Leckeres aus „Barbaras Backstube“ – Teil 1

Barbara Trummer

Barbara Trummer

Weiden. Erdbeer- und Himbeertorten aller Art, schokoladig-würziger Marmorkuchen, mit Liebe verzierte Nussecken und ein Großaufgebot von Plätzchen an Weihnachten – mit den Gebäcken aus „Barbaras Backstube“, unserer heute beginnenden neuen Serie, müssen selbst die Torten vom Konditor erst einmal mithalten können.

Backen ist die große Leidenschaft von Barbara Trummer, die von den Mitarbeitern des Ambulant Unterstützen Wohnens (AUW) des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth begleitet wird. Kein Wunder also, dass beim Nachmittagskaffee ein Stück vom selbstgemachten Kuchen nicht fehlen darf – ganz gleich, ob Rezepte von der Familie, aus Kalendern und Prospekten oder gerne auch direkt aus dem Backbuch.

Barbara Trummer lässt sich auch von komplizierten Anleitungen nicht davon abhalten, Neues auszuprobieren oder Bekanntes zu perfektionieren. Und ist der Kuchen fertig, wird dieser großzügig an Verwandte, ihre Mitbewohnerin oder auch unter den Mitgliedern des AUW-Teams verteilt.

Natürlich ist nicht jedes Rezept simpel und nicht jede Torte gelingt sofort beim ersten Versuch, aber mit ein bisschen Teamwork (und ein wenig Experimentieren) ist das Ergebnis am Ende immer schmackhaft!

Das AUW-Team unterstützt sie dabei, ihre Liebe zum Backen zu verwirklichen, und packt selbstverständlich auch sehr gerne mit an, wenn es darum geht, Rezept-Neuheiten auszuprobieren. Und zu einem guten Stück Kuchen sagt natürlich auch niemand Nein. (Fotos: AUW/Andrea Zimmermann)

Hier Barbaras Familienrezept für die Sauerkirschtorte:

Rührteig:

  • 80 Gramm Butter
  • 100 Gramm Zucker
  • 5 Eier (getrennt)
  • 200 Gramm gemahlene Nüsse oder Mandeln
  • 100 Gramm Blockschokolade (Zartbitter)
  • 1 Teelöffel Backpulver
  • 2 Esslöffel Kirschwasser oder -likör
  • 1 Glas Sauerkirschen

Belag

  • 2 Päckchen Tortenguss (rot)
  • 2 Packungen Sahne
  • Zucker nach Geschmack
  • Schokoraspel zum Verzieren

Zubereitung

Sauerkirschen abtropfen lassen und Saft für den Tortenguss auffangen. Eiweiß zu Schnee schlagen, Blockschokolade reiben. Dann aus den angegebenen Zutaten einen Rührteig herstellen, wobei der Eischnee zuletzt untergehoben wird. Den Boden in eine gefettete Springform füllen und bei 180 Grad Umluft ca. 15 bis 20 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Für den Tortenguss den Sauerkirschsaft mit Wasser bis zur benötigten Flüssigkeitsmenge auffüllen. Guss nach Anweisung auf der Packung herstellen, von der Kochstelle nehmen. Einen Tortenring um den erkalteten Tortenboden stellen, Kirschen sowie Tortenguss darauf verteilen und erneut auskühlen lassen.

Erst wenn der Kuchen vollständig erkaltet ist, Sahne steifschlagen, nach Geschmack zuckern und auf dem festgewordenen Tortenguss verteilen. Zuletzt mit Schokoraspeln verzieren und servieren.

Wir wünschen guten Appetit!


Organisationsteam lotet die ersten Ideen aus

Ein Teil des Organisationsteams, Christian Meiler, Thomas Fritsch und Kurt Seggewiß (v. l. n. r.), das das Programm für das gemeinsame „Host Town-Projekt der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt/WN auf die Beine stellt, traf sich am Montagvormittag im HPZ Irchenrieth.

Ein Teil des Organisationsteams, Christian Meiler, Thomas Fritsch und Kurt Seggewiß (v. l. n. r.), das das Programm für das gemeinsame „Host Town-Projekt der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt/WN auf die Beine stellt, traf sich am Montagvormittag im HPZ Irchenrieth.

Nächste Phase für „Host Town“-Bewerbung der Stadt Weiden und des Landkreises Neustadt/WN zu den Special Olympcis 2023 eingeläutet – Vereine und Schulen können mitwirken

Irchenrieth-Weiden. Die nächste Phase ist eingeläutet: Knapp zwei Monate, nachdem bekannt geworden ist, dass der Landkreis Neustadt/WN und die Stadt Weiden mit ihrer gemeinsamen Bewerbung Erfolg hatten und so vom 12. bis zum 15. Juni 2023 als „Host Town“ Gastgeber für Delegationen von Special Olympics-Sportler*innen aus aller Welt sein werden, traf sich am Montagvormittag am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth erstmals ein Teil des Organisationsteams. „Wir hatten sehr produktive Gespräche und Ideen“, so Thomas Fritsch, Leiter der HPZ-Förderstätte und Vorsitzender des Vereins „HPZ RehaSport e. V.“.

In den insgesamt 216 „Host Towns“ aus 16 Bundesländern bereiten sich die Athletinnen und Athleten in den jeweiligen Regionen abschließend auf die Special Olympics World Games vor, die vom 17. bis 25. Juni 2023 in Berlin und somit erstmals in Deutschland über die Bühne gehen. Neben Fritsch gehören aktuell der Weidener Alt-Bürgermeister Kurt Seggewiß, Neustadts stellvertretende Landrätin Margit Kirzinger sowie Christian Meiler, der Sportbeauftragte der Stadt Weiden, zum ersten Grundgerüst des Orgateams.

Fritsch, der in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Weiden und dem Landkreis Neustadt/WN im letzten Jahr die Bewerbung in die Wege geleitet hatte, erläuterte nochmals kurz, warum man den Zuschlag zur gemeinsamen „Host Town“ bekommen haben. Den Ausschlag hätten vor allem die Konzepte für die inklusiven Projekte vor Ort gegeben. „Die Kommunen überzeugten zudem mit Motivation und Ideen“, so der Förderstätten-Leiter. Eine Rolle hätten ebenso praktische Gründe wie die Reisezeiten und -wege gespielt.

Seggewiß, Meiler und er waren sich am Montag einig, dass bis zum Mai 2022, in dem die Delegation, die in der nördlichen Oberpfalz zu Gast sein wird, bekannt gegeben wird, abgewartet werde. „Erst dann werden wir wissen, welche Sportarten wir in der Stadt und im Landkreis anbieten müssen“, so Fritsch.

Weiterhin sei geplant, Kitas, Schulen und Vereine mit ihren Verantwortlichen für eine Beteiligung am Orgateam anzufragen. Ebenso sollen bekannte Sportgrößen aus der Region, wie z. B. Eric Frenzel, Terrence Weber, Gerd Schönfelder und Wolfgang Stöckl, unterstützend mitwirken. Sie, so Seggewiß, Meiler und Fritsch unisono, wären eine „ungemeine Bereicherung“ für das Projekt „Host Town“.


HPZ schafft in Neustadt/WN 24 neue Wohnplätze

Erfreuliches berichteten am Montagmittag Dr. Benedikt Schreiner, Lothar Höher, Claudia Prommersberger, Birgit Reil, Brigitte Krause, Franz Löffler, Andreas Meier und Sebastian Dippold (v. l. n. r.) bei der Pressekonferenz im ehemaligen „Hotel am Hofgarten“ in Neustadt/WN: Das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth baut das Gebäude zu einem Wohnheim mit 24 Plätzen um.

Erfreuliches berichteten am Montagmittag Dr. Benedikt Schreiner, Lothar Höher, Claudia Prommersberger, Birgit Reil, Brigitte Krause, Franz Löffler, Andreas Meier und Sebastian Dippold (v. l. n. r.) bei der Pressekonferenz im ehemaligen „Hotel am Hofgarten“ in Neustadt/WN: Das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth baut das Gebäude zu einem Wohnheim mit 24 Plätzen um.

Ins ehemalige „Hotel am Hofgarten“ kehrt wieder Leben ein – Irchenriether Einrichtung beginnt demnächst mit dem Umbau – Kalkulierte Kosten liegen bei rund vier Millionen Euro

Neustadt/WN-Irchenrieth. Was lange währt, wird endlich gut – die Entscheidung ist gefallen. Und es ist eine für das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth, für den Bezirk Oberpfalz, für den Landkreis und die Stadt Neustadt/WN positive: Inklusion wird mit einem in der Region einmaligen Projekt Wirklichkeit. Denn das HPZ schafft im ehemaligen „Hotel am Hofgarten“ 24 neue Wohnplätze für Erwachsene mit Handicap, die einen nicht allzu hohen Betreuungsbedarf haben, selbstständig einen Haushalt führen können und in den HPZ-Werkstätten arbeiten.

Die komplexen und intensiven Gespräche in den letzten Monaten waren erfolgreich. „Wir beginnen demnächst mit dem Umbau“, sagte am Montagmittag stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause bei einer Pressekonferenz mit dem oberpfälzer Bezirkstagspräsidenten Franz Löffler und dem Neustädter Landrat Andreas Meier. Die aktuell kalkulierten und geplanten Kosten, inklusive Kaufpreis, bezifferte sie dabei auf rund vier Millionen Euro.

Krause, die den erkrankten HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler entschuldigen musste, begrüßte im „Hotel am Hofgarten“ einleitend neben Löffler und Meier auch Vize-Bezirkstagspräsidenten Lothar Höher, Dr. Benedikt Schreiner (Leiter der Bezirkssozialverwaltung), Neustadts Bürgermeister Sebastian Dippold, die HPZ-Aufsichtsratsvorsitzenden Birgit Reil und Daisy Brenner sowie HPZ-Vorstandsmitglied Claudia Prommersberger.  „Es ist geschafft“, sagte Krause dabei sichtlich zufrieden.

Das Ende 2018 vom HPZ erworbene „Hotel am Hofgarten“ werde künftig eine neue Heimat für 24 HPZ-Bewohner. Man schaffe somit ein zentrumsnahes Wohnangebot für Menschen mit geistiger Behinderung, das dem Anspruch des Inklusionsgedankens in idealer Weise Rechnung trage.

Die stellvertretende Vorstandsvorsitzende weiter: „Dies soll und muss für unser Unternehmen ein Startschuss sein für weitere Investitionen. Denn wir müssen zum einen Wohnplätze schaffen, um dringend anstehende Sanierungen am Standort in Irchenrieth vornehmen zu können. Aber ebenso müssen wir auch der hohen Nachfrage an der Schaffung zusätzlicher Wohnplätze gerecht werden.“

Dies sei ein Wunsch der Mitglieder, Eltern und Angehörigen, welche kurz- und mittelfristig einen Wohnplatz für ihre Kinder, bzw. Angehörigen, suchen. „Wir sehen es als unsere Verpflichtung an, diese Wünsche zu erfüllen, denn viele Menschen mit Behinderungen werden von uns seit vielen Jahren betreut.  Wir müssen und wollen ihre Heimat sein“, so Krause weiter.

Inklusion, Teilhabe von Menschen mit Behinderungen, werde vom HPZ gefordert und gefördert. Man habe jedoch beim Projekt „Hotel am Hofgarten“ gesehen, dass an den gesetzlichen Rahmenbedingungen etwas verändert werden müsse. Krause nannte hier vor allem die „Bayerische Verordnung zur Ausführung des Pflege- und Wohnqualitätsgesetzes“, kurz AVPfleWoqG, welche sich sehr, z. B. bei den baulichen Anforderungen, starr an einem Pflegeheim orientiere.

Konkret nannte sie das Beispiel, dass Menschen mit Behinderungen nicht grundsätzlich im Rollstuhl sitzen, bzw. grundsätzlich körperliche Einschränkungen haben, müssten. Daher sei für den Umbau des Hotels die Barrierefreiheit nach Meinung des HPZ kein unbedingtes Muss. Es würden aber grundsätzlich die Anforderungen der AVPflewoqG gelten, wobei Ausnahmen beantragt werden könnten. Diese müssten aber ausführlich begründet werden. Dies und die Prüfung dauere sehr lange, erklärte Krause.

Große Unterstützung habe das HPZ in den letzten Monaten von Landrat Meier und dem Landkreis Neustadt/WN als Heimaufsichtsbehörde erhalten, welche sich federführend eingesetzt hat, Lösungswege zu finden. „Sie hatten Verständnis für unsere Probleme und haben zusammen mit der Heimaufsicht immer gemeinsam mit uns versucht, einen Weg zu finden, das Projekt zu verwirklichen“, führte Krause aus.

Auch wenn der Vorgang – es mussten, wie erwähnt, viele Anträge auf Ausnahmegenehmigungen gestellt werden – sehr viel Zeit gekostet habe, könne man gemeinsam stolz darauf zurück blicken, was man erreicht habe. Ebenso dankte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende daher dem Kostenträger, den Bezirk Oberpfalz („Der immer ein offenes Ohr für die HPZ-Anliegen hat“), mit Bezirkstagspräsidenten Löffler und seinem Stellvertreter Höher an der Spitze, sowie Dr. Schreiner als Leiter der Bezirkssozialverwaltung für die Unterstützung.

„Wir haben hier immer offene Türen vorgefunden. Sie haben uns von Anfang an signalisiert: Wir wollen dieses Projekt, es muss sich aber verständlicherweise auch in einem wirtschaftlich vertretbaren Rahmen bewegen“, so Krause. Deren weiterer Dank galt Neustadts Bürgermeister Dippold, der das HPZ mit offenen Armen Unterstützung zugesagt habe. „Sie dürfen jetzt mit offenen Armen 24 neue Bewohner begrüßen, die sich sehr auf die Stadt Neustadt/WN, den Bäcker, den Sportverein oder auch auf den Zoigl freuen.“

Zum exakten zeitlichen Ablauf des Umbaus erklärte Krause weiter, dass der Startschuss mit den internen Planungen oder den Ausschreibungen der Gewerke etc. unmittelbar nach der Pressekonferenz fallen werde. Einen genauen Zeitplan angesichts der aktuellen Situation mit Corona und dem Ukraine-Krieg und deren Auswirkungen zu nennen, sei jedoch schwierig. Aber das HPZ werde sich umgehend an die Arbeit machen.

Zudem plane das HPZ, in der Region ein weiteres Gebäude mit ebenfalls 24 Wohnplätzen zu errichten. Dieses soll über eine Fördermaßnahme beantragt werden. Vorgespräche seien geführt worden. Mit dem nun erhaltenen grünen Licht für das „Hofgarten“-Projekt werde man dann den nächsten Schritt gehen.

Bezirkstagspräsident Löffler sagte, dass das HPZ-Projekt ein „sehr gutes Beispiel eines Weges ist, um Inklusion perfekt umzusetzen“. Ganz wichtig dabei sei, dass die künftigen Bewohner*innen wohnort- und heimatnah untergebracht seien. Auch das sei beim Inklusionsgedanken ein nicht zu unterschätzender Faktor: „Hier werden Wohnplätze in Mitten der Gesellschaft geschaffen, wodurch die Oberpfalz wieder ein großes Stück inklusiver wird“ – auch wenn gerade bei Bestandbauten die Anforderungen der AVPflewoqG nicht einfach seien. „Das HPZ und der Landkreis haben in Sachen Gestaltungsmöglichkeiten aber ein gutes Händchen bewiesen“, so Löffler.

Der Neustädter Landrat Meier habe sich eigener Aussage nach „auf den heutigen Tag gefreut“. Zum einen seien so nun die zuletzt aufkeimenden Gerüchte entschärft worden. Zum anderen habe man gemeinsam darauf hingearbeitet, das „Hofgarten“-Projekt umzusetzen. Dabei seien trotz der vorhandenen Reglementierungen diese „mutig und kreativ“ ausgereizt worden, weshalb sein Dank auch seinen Landratsamtsmitarbeiten galt. Meier wünschte dem HPZ für den anstehenden Zielspurt viel Durchhaltevermögen.

Für Neustadts Bürgermeister Dippold ist das HPZ-Engagement ein Paradebeispiel „doppelt gelebter Inklusion“. Denn seine Stadt würde nicht nur 24 neue Mitbürger erhalten, sondern auch der lange Leerstand des „Hotels am Hofgarten“ sei damit beseitigt.

Das Wohnprojekt „Hotel am Hofgarten“ im Überblick:

  • Wohnform: Gemeinschaftliches Wohnen
  • Zielgruppe: Erwachsene Personen mit geistiger Behinderung, welche in der Lage sind, ihr Leben mit hoher Eigenständigkeit zu gestalten.
  • Wohnraum: 24 Wohnplätze
  • Ziel: Mit dem Standort im ehemaligen „Hotel am Hofgarten“ in Neustadt/WN schafft das HPZ Irchenrieth ein zentrumsnahes Wohnangebot für Menschen mit geistiger Behinderung, das dem Anspruch des Inklusionsgedankens Rechnung trägt. Die zentrale Lage des Hauses bietet den Bewohner*innen ideale Voraussetzungen für eine uneingeschränkte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, Einkaufsmöglichkeiten sowie diverse Sport- und Freizeitangebote.
  • Investitionssumme: ca. 4 Millionen Euro (inkl. Kaufpreis)
  • Zeitlicher Ablauf: Dezember 2018: Erwerb der Immobilie; Dezember 2021: Genehmigung Heimaufsicht unter Berücksichtigung der baulichen Anforderungen nach AVPfeWoq; Februar 2022: Genehmigung zur Refinanzierung durch den Bezirk Oberpfalz

Die Polizei in North Carolina, dein Freund und Helfer

Ehrenplatz für ein besonderes Emblem der Polizei von Newton (North Carolina/USA): Thomas Fritsch, Leiter der Förderstätte am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth, und Vorsitzender des Vereins „HPZ RehaSport e. V.“ vor dem Schaukasten mit den vielen Mitbringsel von den Special Olympics World Games.

Ehrenplatz für ein besonderes Emblem der Polizei von Newton (North Carolina/USA): Thomas Fritsch, Leiter der Förderstätte am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth, und Vorsitzender des Vereins „HPZ RehaSport e. V.“ vor dem Schaukasten mit den vielen Mitbringsel von den Special Olympics World Games.

Neue Reihe: Was HPZ-Sportler*innen bei ihren Teilnahmen an den Special Olympics World Games alles erlebten – Warum Newton (USA) 1998 eine ganz besondere Host Town war

216 Host Towns aus 16 Bundesländern, darunter gemeinsam die Stadt Weiden und der Landkreis Neustadt/WN, sind vom 12. bis zum 15. Juni 2023 Gastgeber für Delegationen von Sportler*innen aus aller Welt. Sie bereiten sich in den jeweiligen Regionen abschließend auf die Special Olympics World Games vor, die vom 17. bis 25. Juni 2023 in Berlin und somit erstmals in Deutschland über die Bühne gehen werden.

Was die Athlet*innen des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth bei ihren Teilnahmen an den Spielen alles so erlebt haben, erzählt in unserer heute beginnenden neuen Artikelreihe Thomas Fritsch, Leiter der HPZ-Förderstätte und Vorsitzender des Vereins „HPZ RehaSport e. V.“.

Im Jahr 1968 von Eunice Kennedy-Shriver, einer Schwester von US-Präsident John F. Kennedy, ins Leben gerufen, ist Special Olympics (SO) heute mit 5,2 Millionen Athletinnen und Athleten in 174 Ländern vertreten. Eine besondere Aufgabe fällt dabei den sogenannten „Host Towns“ zu. Über vier Tage sind sie Gastgeber für die Delegationen, die so Land und Leute kennenlernen sollen. Aus der Nähe erfahren die Teilnehmer*innen so die regionalen Besonderheiten und Einzigartigkeiten in allen Bundesländern. „In den Host Towns wird Inklusion zur Inspiration“, weiß Fritsch.

Eine Tatsache, die die HPZ-Sportler*innen während ihrer ersten Teilnahme an den World Games 1998 in North Carolina (USA) erleben durften. Nachdem sich die HPZ-Fußballer im Rahmen der nationalen Spiele in Stuttgart durch eine besondere Leistung ausgezeichnet und sich schließlich um die Reise in die Hauptstadt Raleigh beworben hatten, gingen sie dort zusammen mit fast 80 weiteren Teams an den Start.

Untergebracht waren die Sportler während der Spiele vom 26. Juni bis 4. Juli 1998 in einem „Olympischen Dorf“ an der Universität in Raleigh. Leider verpassten die Oberpfälzer nur knapp eine Medaille, so dass ein im Vorfeld nicht zu erwartender vierter Platz zu Buche stand.

Bereits eine Woche vor Beginn der World Games in den USA war das HPZ-Team in der Host Town Newton mit seinen rund 13.000 Einwohnern einquartiert. „Wir waren dort in einem Motel untergebracht und von der uns entgegengebrachten Gastfreundschaft überwältigt“, erzählt der Förderstätten-Leiter.

Vereine und soziale Einrichtungen, wie z. B. die Kirchengemeinschaft, hatten die Essensausgaben übernommen und zahlreiche Veranstaltungen, u. a. eine „Pig Race“ (Scheine-Wettrennen), sorgten dafür, dass die HPZ-Kicker Land und Leute bestens kennenlernen durften. „Das war Inklusion in Perfektion“, sagt Fritsch, der auf ein ähnliches Engagement der Neustädter und Weidener Vereine und eingebundenen Institutionen im nächsten Jahr hofft.

Newton verbindet die HPZ-Truppe seit dieser Zeit mit einem unvergesslichen Erlebnis: An einem Abend war das Team zu einem Baseball-Spiel eingeladen, während dessen verteilte die örtliche Polizei ihre Embleme als kleine Erinnerungsgeschenke. „Einer unserer betreuten Sportler ging dabei leider leer aus. Kurzerhand griff ein Beamter zu seinem Taschenmesser, trennte das Abzeichen von seinem Hemdärmel und schenkte es dem Kicker“, blickt Fritsch zurück.

Mit Freude und Dank hält der Sportler das Emblem noch heute in Ehren. Auch in der Förderstätte befindet sich ein ähnliches Exemplar, das im dortigen Schaukasten neben Mitbringsel aus diversen World Games einen Ehrenplatz gefunden hat.

Dazu und zu der Geschichte, wie die HPZ-Sportler gleich zweimal in den Genuss kamen, mit dem österreichischen Bodybuilding-Champion und späteren kalifornischen Gouverneur Arnold Schwarzenegger einen längeren Plausch zu halten, demnächst mehr.


Miteinander fördern und Raum für Begegnungen schaffen

Thomas Fritsch, Leiter der Förderstätte am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth, und Vorsitzender des Vereins „HPZ RehaSport e. V.“ (hier vor der beeindruckenden Pokalsammlung seiner Sportler*innen), freut sich darauf, dass die Stadt Weiden und Landkreis Neustadt/WN eine Host Town für die Special Olympics World Games in Berlin sind.

Thomas Fritsch, Leiter der Förderstätte am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth, und Vorsitzender des Vereins „HPZ RehaSport e. V.“ (hier vor der beeindruckenden Pokalsammlung seiner Sportler*innen), freut sich darauf, dass die Stadt Weiden und Landkreis Neustadt/WN eine Host Town für die Special Olympics World Games in Berlin sind.

Stadt Weiden und Landkreis Neustadt/WN sind vom 12. bis zum 15. Juni 2023 Host Town für die Special Olympics World Games in Berlin – In die Nordoberpfalz kommt eine Delegation mit 120 Mitgliedern

216 Host Towns aus 16 Bundesländern, darunter die Stadt Weiden und der Landkreis Neustadt/WN gemeinsam, sind vom 12. bis zum 15. Juni 2023 Gastgeber für Delegationen von Sportler*innen aus aller Welt. Sie bereiten sich in den jeweiligen Regionen abschließend auf die Special Olympics World Games vor, die vom 17. bis 25. Juni 2023 in Berlin und somit erstmals in Deutschland über die Bühne gehen werden. Wir haben uns mit Thomas Fritsch, Leiter der Förderstätte am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth, und Vorsitzender des Vereins „HPZ RehaSport e. V.“ über die Bewerbung und bevorstehenden Aufgaben unterhalten.

Herr Fritsch: Was steckt hinter der Idee der Special Olympics?

Thomas Fritsch: Die Special Olympics Deutschland (SOD) ist die deutsche Organisation der weltweit größten und vom Internationalen Olympischen Komitee (IOC) offiziell anerkannten Sportbewegung für Menschen mit geistiger und mehrfacher Behinderung. Im Jahr 1968 von Eunice Kennedy-Shriver, einer Schwester von US-Präsident John F. Kennedy, ins Leben gerufen, ist Special Olympics (SO) heute mit 5,2 Millionen Athletinnen und Athleten in 174 Ländern vertreten.

Auf was darf man sich in Berlin bei den World Games 2023 freuen?

Thomas Fritsch: Auf sehr viel natürlich. Es werden rund 7.500 Athletinnen und Athleten sowie Unified Partner, 170 Länder mit ihren Delegationen, 3.000 Trainer und Betreuer, 20.000 freiwillige Helfer, 3.500 Offizielle, Kampf- und Schiedsrichter, 12.000 Familienmitglieder sowie rund 500.000 Zuschauer erwartet. Dazu gibt es Wettbewerbe in 24 Sportarten, die sogenannten ‚Special Olympics Unified Sports®-Wettbewerbe für Teams von Sportlern mit und ohne Behinderung‘, das drei- bis viertägige Host Town-Programm in ganz Deutschland, das Gesundheitsprogramm Healthy Athletes® mit sieben Disziplinen, ein Familienprogramm sowie die feierliche Eröffnungsfeier im Olympiastadion Berlin und die Abschlussfeier auf der Straße des 17. Juni. Zudem sind viele weitere inklusive Projekte und Veranstaltungen geplant.

Sie nannten ja gerade das Host Town-Programm, für das der Landkreis Neustadt/WN und die Stadt Weiden mit ihrer Gemeinschaftsbewerbung den Zuschlag bekommen haben. Erzählen Sie uns doch bitte etwas mehr dazu.

Thomas Fritsch: 216 Host Towns aus 16 Bundesländern empfangen vom 12. und 15. Juni 2023 Special Olympics-Athlet*innen und deren Angehörige vor Beginn der Wettbewerbe in Berlin – darunter in insgesamt 38 Städten, Gemeinden und Landkreisen in Bayern. Mit ihren Projekten werden die Host Towns ein neues Miteinander fördern und Raum für Begegnungen weit über die Special Olympics-World Games hinaus schaffen.

Was sind die generellen Aufgaben der Host Towns?

Thomas Fritsch: Die Host Towns bereiten den Empfang für die internationalen Delegationen. Über die vier Tage sind sie Gastgeber für die Delegationen, die so Land und Leute kennenlernen sollen. Aus der Nähe erfahren sie die regionalen Besonderheiten und Einzigartigkeiten in allen Bundesländern. So werden die Städte, Landkreise und Gemeinden das Bild Deutschlands in der Welt formen. In den Host Towns wird Inklusion zur Inspiration.

Welche Gründe waren Ihrer Meinung ausschlaggebend, dass die Stadt Weiden und der Landkreis Neustadt/WN ausgewählt wurden?

Thomas Fritsch: Den Ausschlag zur Auswahl als Host Town haben vor allem die Konzepte für die inklusiven Projekte vor Ort gegeben. Die Kommunen überzeugten zudem mit Motivation und Ideen. Eine Rolle spielten ebenso praktische Gründe wie die Reisezeiten und -wege. Die Bewerbungen haben Gremien mit bis zu zwölf Mitgliedern aus den jeweiligen Landesverbänden, den Athlet*innen von Special Olympics und Mitarbeitende aus dem Organisationskomitee (LOC) gesichtet und bewertet. Auf Grundlage dieser Evaluierung haben das Präsidium von Special Olympics Deutschland und das LOC in enger Abstimmung mit dem SO-Länderrat die Entscheidungen getroffen.

Welche Rolle spielten bei der Bewerbung der „HPZ RehaSport“-Verein und das HPZ selbst?

Thomas Fritsch: Als Vorsitzender des Vereins habe ich die Bewerbung letztes Jahr in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Weiden und dem Landkreis Neustadt/WN in die Wege geleitet, ehe wir schließlich Ende Januar die Zusage erhielten. Das HPZ, nicht nur aufgrund der Tatsache, dass wir seit 1996 selbst schon viele Sportler*innen zu den Special Olympcis geschickt hatten und auch weiterhin werden, ist dabei ein fester Bestandteil des diesjährigen Host Town-Programmes.

Was heißt das konkret?

Thomas Fritsch: Wir erwarten in der Stadt und Landkreis vom 12. bis 15. Juni 2023 eine Delegation mit rund 120 Mitgliedern, die sich vor den Wettkämpfen in Berlin hier akklimatisieren und vorbereiten soll. In dem viertägigen Programm, das wir anbieten werden, ist unter anderem ein Besuch der KZ-Gedenkstätte in Flossenbürg und unseres Museumscafés ein fester Bestandteil, den das HPZ organisieren wird.

Gibt es schon ein exaktes Programm, mit dem sich Weiden und der Landkreis Neustadt/WN  präsentieren wird?

Thomas Fritsch: Nein, nur einen festen Rahmen. Wir arbeiten derzeit – sofern die durch Corona vorgegebenen Rahmenbedingungen dies zulassen – an einem Programmablauf. Vorgesehen ist aber, dass die Delegation, die bei uns zu Gast sein wird und zentral in Weiden untergebracht sein soll, am ersten Tag anreisen und am letzten natürlich nach Berlin abreisen wird.  An den anderen beiden Tagen soll es entweder in Weiden oder im Landkreis einen offiziellen Empfang sowie eine Welcome- und Abschiedsparty geben. Zudem müssen wir noch festlegen, wo die Athletinnen und Athleten vor Ort trainieren, bzw. einen Vorbereitungswettkampf absolvieren, können. Da unsere Vereine eine sehr gute Infrastruktur besitzen, sollte dies hoffentlich kein Problem darstellen. Es ist aber davon abhängig, welche Sportarten in der Delegation vertreten sein werden.

Das hört sich nach sehr viel Arbeit an, oder?

Thomas Fritsch: In der Tat, aber wir kooperieren eng mit den zuständigen Stellen in der Stadt Weiden und am Landratsamt Neustadt/WN. Das funktioniert sehr gut. Wir planen, ein Organisations-Komitee ins Leben zu rufen, an dessen Spitze wir uns einige Persönlichkeiten sehr gut vorstellen könnten. Man könnte zum Beispiel den Ex-Oberbürgermeister und den Alt-Landrat oder die Behindertenbeauftragten dafür ansprechen. Zudem möchten wir bekannte Sportler aus unserer Region, wie vielleicht Eric Frenzel, Terrence Weber, Wolfgang Stöckl oder Gerd Schönfelder, darin integrieren. Denn als Host Town wollen wir uns selbstverständlich bestens und perfekt präsentieren und auch den Kontakt zu unseren Schulen, Vereinen und Einrichtungen herstellen. Obwohl der Sport im Vordergrund steht, darf der pädagogische Auftrag nicht vergessen werden. Es soll Inklusion und Integration vorgelebt werden!

Wissen Sie schon, aus welchem Land die Delegation, die bei uns in der Region zu Gast sein wird, kommt?

Thomas Fritsch: Nein, bislang leider noch nicht. Das erfahren wir erst im Mai. Aber das macht es für uns auch ungemein spannend. Es könnten Sportler*innen aus den USA, aus Brasilien oder aus dem Senegal sein. Für uns dabei klar: Wir freuen uns auf die Begegnung mit Athletinnen und Athleten aus aller Welt – egal wo her!


Premiere für das HPZ und für die VR Nordoberpfalz eG

Privatkundenbetreuerin Bettina Ermer (Mitte) von der Filiale der Volksbank Raiffeisenbank (VR) Nordoberpfalz in der Weidener Peuerlstraße überreichte am Donnerstagvormittag an HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (r.) und an Willi Woldrich (l.), den Standortleiter der Regenbogen-Werkstatt in Weiden, einen Spendenscheck über eine Summe von 1.200 Euro.

Privatkundenbetreuerin Bettina Ermer (Mitte) von der Filiale der Volksbank Raiffeisenbank (VR) Nordoberpfalz in der Weidener Peuerlstraße überreichte am Donnerstagvormittag an HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (r.) und an Willi Woldrich (l.), den Standortleiter der Regenbogen-Werkstatt in Weiden, einen Spendenscheck über eine Summe von 1.200 Euro.

Bank spendet 1.200 Euro an die Regenbogen-Werkstatt – Mit dem Geld werden „einige Sonderwünsche der Beschäftigten“ erfüllt

Premiere für das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth und für die Volksbank Raiffeisenbank (VR) Nordoberpfalz eG: Erstmals hat die Filiale in der Weidener Peuerlstraße an das HPZ gespendet – und zwar 1.200 Euro für die Regenbogen-Werkstatt in Weiden, die übrigens ab sofort wieder ihren Werkstatt-Laden geöffnet hat. Den Scheck überreichte am Donnerstagvormittag Privatkundenbetreuerin  Bettina Ermer an HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler und an Standortleiter Willi Woldrich.

„Wir sind ein Unternehmen aus der Region, das regelmäßig Einrichtungen, wie Kindergärten. Vereine, Schulen oder Feuerwehren in der Region unterstützt“, sagte Ermer bei der Übergabe. Die Spende der VR-Filiale in der Peuerlstraße stamme aus dem Topf des Gewinnsparens ihrer Bank. Dieses Mal sei die Wahl auf die Regenbogen-Werkstatt des HPZ gefallen, eine „tolle Einrichtung, die nicht nur regional stark eingebunden ist, sondern durch ihre Arbeit mit und für gehandicapte Menschen beeindruckt“.

Das HPZ und die VR Nordoberpfalz, so Standortleiter Woldrich, seien dabei bereits seit einigen Jahren leistungsstarke und verlässliche gemeinsame Partner. Denn die Bank nutze das HPZ-Angebot der Aktenvernichtung.  Vorstandsvorsitzender Stadler ergänzte, dass die Spende auf alle Fälle zweckgebunden eingesetzt und mit dem Geld für die zu Betreuenden wichtige Sonderwünsche erfüllt werden würden.

So sei angedacht, dass damit der für Sommer geplante Jahresausflug der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Regenbogen-Werkstatt finanziert werde. Weitere Infos zur Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG gibt es hier: https://www.vr-nordoberpfalz.de


Im Weidener Westen wird Inklusion vorgelebt

Gelungene Inklusion wird seit Anfang Januar beim Weidener Unternehmen Multi-Metall GmbH mit seinem Geschäftsführer Maximilian Blau (Mitte) vorgelebt. Denn mit dem von INTEGRA- Standortleiter Stefan Böhm (r.) betreuten Andreas Rentsch (l.) hat der erste Mitarbeiter der Werkstätten GmbH den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt gewagt und mit Bravour geschafft.

Gelungene Inklusion wird seit Anfang Januar beim Weidener Unternehmen Multi-Metall GmbH mit seinem Geschäftsführer Maximilian Blau (Mitte) vorgelebt. Denn mit dem von INTEGRA- Standortleiter Stefan Böhm (r.) betreuten Andreas Rentsch (l.) hat der erste Mitarbeiter der Werkstätten GmbH den Sprung in den ersten Arbeitsmarkt gewagt und mit Bravour geschafft.

Außenarbeitsplätze des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth bieten große Chance für Menschen mit Behinderung – Premiere: Multi-Metall GmbH beschäftigt ersten INTEGRA-Mitarbeiter

Vorsichtig drückt Andreas Rentsch den Hebel nach unten. Das Werkzeug senkt sich langsam und bohrt sich in die Metallplatte. Der 32-Jährige ist konzentriert und lächelt ein wenig. Er ist zufrieden. Nicht nur über die Tatsache, dass er soeben seine nächste Aufgabe bewältigt hat. Sondern ebenso über die Chance, die er von der Weidener Firma Muli-Metall GmbH bekam. Denn Andreas ist der erste Mitarbeiter der INTEGRA Weiden der Werkstätten GmbH des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth, der einen Außenarbeitsplatz erhalten hat.

Es ist die perfekte Inklusion, die seit Anfang Januar als Premiere im Gewerbegebiet Weiden West vorgelebt wird. „Wir sind unglaublich stolz und glücklich, dass Andreas den Sprung in den sogenannten ersten Arbeitsmarkt geschafft hat“, freut sich INTEGRA-Standortleiter Stefan Böhm über die Andreas‘ Außenarbeitsplatz bei der Multi-Metall mit ihren insgesamt 14 Angestellten. Denn es sei  keine Selbstverständlichkeit, dass ein mittelständisches Unternehmen, das aufgrund seiner Mitarbeiterzahl keine gesetzliche vorgeschrieben Mindestquote an Menschen mit Behinderung beschäftigen muss, anstellt.

Dabei sind ausgelagerte Arbeitsplätze außerhalb des HPZ ein wichtiger Beitrag zur Inklusion im Arbeitsleben. Sie vereinen die Sicherheit, die Unterstützung und den Rückhalt der Werkstätte für behinderte Menschen mit einem Arbeitsplatz in Betrieben des allgemeinen Arbeitsmarktes. „Dazu braucht es verlässliche und interessierte Partner, nur mit ihnen gemeinsam kann Inklusion gelingen“, so Böhm weiter.

Auch wenn für den größten Teil der im HPZ und seinen Betriebsstellen und beschäftigten Menschen mit Behinderung die besonderen Rahmenbedingungen der Werkstätte auf Dauer erforderlich sind, um eine Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, verliere man, erklärt Böhm, den Übergang in den allgemeinen Arbeitsmarkt nicht aus dem Auge. „Wir unterstützen und fördern entsprechend geeignete und motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf diesem Weg.“

Für die Werkstätten GmbH des HPZ und für die INTEGRA, die seit neuestem mit speziell geschulten Mitarbeitern auch Problembaum-Fällungen im Programm hat, ist es das erste Mal, dass mit Andreas ein Werkstatt-Mitarbeiter eben diesen Weg gewagt und eingeschlagen hat. Und mit Bravour bewältigt – wie Multi-Metall-Geschäftsführer und Metallbaumeister Maximilian Blau, dessen Unternehmen seit 2020 im Weidener Westen beheimatet ist, bestätigt. „Andreas gehört inzwischen zu unserem Team fest dazu. Er hat sich perfekt eingelebt und eingefügt – und wenn er nicht da ist, fehlt etwas“.

Weiterhin würden das Blickfeld und der Bekanntenkreis durch die Zusammenarbeit von Behinderten und Nicht-Behinderten gegenseitig erweitert. „Nicht zu vergessen ist der Umstand, dass das Selbstwertgefühl, die Präsenz in der Gesellschaft und ein veränderter Blick auf die Arbeit den Menschen mit Behinderung in ihrem täglichen Leben sowie für ihr künftiges Leben ungemein weiterhelfen und förderlich sind“, berichtet Blau, dessen Firma bereits seit Januar 2020 die Vier-Tage-Woche erfolgreich eingeführt hat. Faktoren, die Böhm bejaht.

Er ergänzt: „Andreas wurde nicht nur durch uns die letzten Monate auf seinen neuen Job gezielt vorbereitet und geschult. Er besitzt, wie viele andere auch, ebenso die nötige Qualifikation für so ein Projekt und er wollte es unbedingt machen.“ Mit positiven Folgen für ihn: Nicht nur sein Selbstbewusstsein sei gestiegen. Der 32-Jährige fühle sich im Kreise seiner neuen „Arbeitskollegen“ bestens aufgehoben und akzeptiert.

Wie diese arbeitet Andreas vier Tage pro Woche, von Montag bis Donnerstag, in Vollzeit. Zu seinen Aufgaben bei der Multi-Metall GmbH gehören z. B. das Entgraten mit dem Winkelschleifer, das Bohren, das Zusammenschrauben von Teilen, das Bedienen des Sägeautomaten, das Herrichten des Rohmaterials, das Montieren von Baugruppen und der Einsatz bei Außenmontagen – eben all das, was auch die nicht gehandicapten Kollegen tagtäglich zu erledigen hätten.

„Wir sind mit Andreas vollkommen zufrieden. Er erledigt die ihm gestellten Aufgaben bestens. Er ist für uns eine vollwertige Arbeitskraft“, lobt Blau. Dessen Firma kam über einen HPZ-Auftrag mit Böhm in Kontakt und ins Gespräch. Sehr schnell schlossen sich im Dezember letzten Jahres die ersten Treffen an, in denen die Rahmenbedingungen für den Außenarbeitsplatz und schließlich nach der Vorstellung geeigneter Kandidaten die Anstellung festgezurrt wurden.

Blaus Aussage machen den INTEGRA-Standortleiter stolz. „Wir haben alles richtig gemacht“, sagt Böhm. Dazu gehört auch die weitere Betreuung von Andreas durch das HPZ. So finden zweimal pro Woche, am Mittwoch und Donnerstag, mit ihm während der Mittagspause bei der Muli-Metall Gespräche zu aktuellen Themen statt. Außerdem werde einmal pro Woche in der INTEGRA, an einem Freitag, Zwischenbilanz gezogen. Für Böhm ein wichtiger Termin, damit „Andreas auch den Anschluss und Bezug zum HPZ nicht verliere“.

Davor hat Andreas aktuell keine Angst. Im Gegenteil: Denn nach seinem durchwegs positiven Einstieg in den freien Arbeitsmarkt wird er aller Voraussicht nicht mehr lange alleine sein. Zum 1. März 2022 ist nämlich geplant, dass ihm ein weiteres INTEGRA-Mitglied zur Muli-Metall GmbH folgen wird. „Wir hoffen, dass das der Auftakt zur Steigerung der Bereitschaft vieler Unternehmen in unserer Region ist, gehandicapte Menschen anzustellen“, unterstreichen Blau und Böhm, als sie Andreas bei seiner nächsten Aufgabe freudig über die Schulter schauen.

Die Multi-Metall GmbH in Weiden im Portrait:

Erfahrung trifft auf Innovation – so lautet der Slogan der Muli-Metall GmbH in Weiden, welcher durch die  Erfahrung von Vater Heinrich Blau (Geschäftsführer) und die Innovation von Sohn Maximilian Blau (Geschäftsführer) entstanden ist. Der Mittelständler kann dabei auf eine inzwischen 15-jährige Erfahrung zurückgreifen und bietet öffentlichen Auftraggebern, Industriekunden, Hallenbauern und Privatkunden diverse hochwertige Lösungen an.

Ihr Portfolio umfasst Stahlbau, Treppen, Geländer, Lohnarbeiten und vieles mehr. Die Multi-Metall GmbH ist mit ihrem eigenen Maschinenpark stets für Aufträge und Sonderkonstruktionen gerüstet. Egal, ob HI-FOCUS-Plasmaschneideanlage, CNC-gesteuerte oder hydraulische Abkantpresse, CNC-gesteuerte automatische Sägeanlage, Blechschere, Plasma-Schneidegeräte oder diverse Schweißanlagen – das Unternehmen findet für alles die optimalste Lösung.

Zudem ist der im Industriegebiet Weiden West angesiedelte Betrieb mit seinen aktuell vierzehn Mitarbeitern nach DIN EN 1090-2 EXC 2 zertifiziert. Selbstverständlich wird für die Kunden die Montage mit den Montageteams und deren Equipment auch direkt vor Ort erledigt.

Mehr im Internet unter: www.multimetall-weiden.de


Sparkasse Oberpfalz Nord spendet 2000 Euro

Weidens Oberbürgermeister Jens Meer (l.) und Ludwig Zitzmann, Vorstandsvorsitzender des Sparkasse Oberpfalz Nord, überreichten am Freitagvormittag dem HPZ mit Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (Mitte) einen Spendenscheck in Höhe von 2000 Euro.

Weidens Oberbürgermeister Jens Meer (l.) und Ludwig Zitzmann, Vorstandsvorsitzender des Sparkasse Oberpfalz Nord, überreichten am Freitagvormittag dem HPZ mit Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (Mitte) einen Spendenscheck in Höhe von 2000 Euro.

Kinder- und Jugendwohnheim „Am Kleefeld“ des HPZ Irchenrieth unterstützt – Geld wird für Spielgeräte verwendet

Die Sparkasse Oberpfalz Nord mit ihrem Vorstandsvorsitzenden Ludwig Zitzmann unterstützt regelmäßig gemeinnützige Projekte in der Region und spendet auf Vorschlag von Weidens Oberbürgermeister Jens Meyer 2000 Euro an das Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth. Die Übergabe des Spendenschecks in Höhe von 2000 Euro fand am Freitagvormittag in den HPZ-Räumen unter Einhaltung der Corona-Maßnahmen statt.

Oberbürgermeister Meyer und Ludwig Zitzmann, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse, überreichten einen symbolischen Spendenscheck an HPZ-Vorstandsvorsitzenden  Christian Stadler. Die Spende wird aus Mitteln des Reinertrags des Sparkassen-PS-Sparen und Gewinnen finanziert.

„Wir wollen etwas Gutes tun und es ist Brauch bei uns, dass wir regelmäßig Einrichtungen unserer Region unterstützen“, sagte Zitzmann. Mit dem HPZ verbinde die Sparkasse Oberpfalz Nord eine langjährige Verbindung. Der Vorstandvorsitzende bezeichnete das HPZ als „segensreiche und überregional geschätzte Einrichtung direkt vor der Haustüre, die für ein würdevolles Wohnen, Leben und Arbeiten ihrer Klienten“ sorge.

Weidens OB Meyer ergänzte, dass die Arbeit des HPZ „gar nicht hoch genug einzuschätzen“ sei. „Auch für uns als Stadt Weiden ist das Inklusionsthema ungemein wichtig“, so das Stadtoberhaupt. Am HPZ werde es täglich mit großem Erfolg vorgelebt und umgesetzt, lobte er.

Das HPZ, so Vorstandsvorsitzender Stadler, verwende die Spende zweckgebunden zur Anschaffung von Spielgeräten für das neue Kinder- und Jugendwohnheim „Am Kleefeld“. Dort finden Kinder und Jugendliche vom dritten Lebensjahr bis zur Beendigung der Schulpflicht eine Wohnmöglichkeit, wenn ein Verbleib in der Herkunftsfamilie aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr möglich ist.

Stadler bedankte sich für den Einsatz der Sparkasse Oberpfalz Nord für die Inklusion und fügte an: „Von der Spende profitieren unsere jungen Menschen, was uns ungemein erfreut.“ Mädchen und Jugend aus der Einrichtung „Am Kleefeld“, so der HPZ-Chef weiter, besuchen die schulvorbereitende Einrichtung oder die private Förderschule mit Tagesstätte.

Das Wohnhaus sei eine vollstationäre Einrichtung, in der die Betreuung und Erziehung das ganze Jahr sichergestellt werde. Eine enge Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie, dem Jugendamt und der privaten Förderschule würden die Grundlage für eine optimale Erziehung und Versorgung der Bewohner bilden.


Wissenswertes rund ums HPZ – heute: die Wäscherei!

Zahlen, Daten und Fakten – in unserer Rubrik erfahren Sie Dinge über das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth, die Sie bislang sicherlich so überhaupt noch nicht gehört haben! Heute stellen wir Ihnen die Wäscherei und ihr Team um Leiter Jens Ketscher vor, die anhand zum Teil unglaublicher Zahlen einen kleinen Einblick in ihren Bereich geben.

Wussten Sie zum Beispiel, dass…

…die Wäscherei nach RAL GZ 992/1-4 zertifiziert ist?

…sie Platz für 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bietet?

…dort für alle Bewohnerinnen und Bewohner sowie auch für die Wohn- und Pflegeabteilungen, den Kindergarten, die Förderstätte, die Schule, die Werkstatt, die Reinigungsdienste, das Museumscafé Flossenbürg, die INTEGRA und für die Frühförderung gewaschen wird?

…täglich insgesamt rund 1000 Kilogramm Wäsche gewaschen und getrocknet wird?

…die Wäsche danach mit der Hand sortiert, gelegt und dann für die jeweiligen Abteilungen und Gruppen zum Versand fertig gemacht und ausgeliefert wird?

…dabei die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Wäsche nach 18 verschiedenen Farbpunkten und Farbformen unterscheiden müssen, damit jedes Wäscheteil an seinen dazugehörigen Wohn- bzw. Pflegeheimplatz kommt?

…auch für Rettungsdienste, die Polizei, weit über 70 Feuerwehren und kommunale Einrichtungen (Stadtwerke und Gärtnereien) aus nah und fern gewaschen wird?

…ebenso kleine Gasthöfe und Hotels aus der näheren Umgebung ihre Wäsche am HPZ waschen oder mangeln lassen?

…bei der täglichen Arbeit nicht nur sechs große Waschmaschinen mit ihren 32-Kilogramm-Trommeln, sondern auch zwei kleine mit zwölf Kilogramm Fassungsvermögen zum Einsatz kommen?

…zudem zwei Heißmangeln, vier Wäschetrockner mit 32 Kilogramm Fassungsvermögen, drei Bügelstationen, zwei Dampfautomaten sowie eine Patchmaschine mit Drucker zum Kennzeichnen der Wäsche zur Verfügung stehen?

…in der Wäscherei an sechs Tagen in der Woche gearbeitet wird?

…die Dienstleistungen der Wäscherei auch über den neuen Online-Shop der Werkstätten GmbH (https://www.hpz-werkstaetten.de) gebucht werden können?


Wir weiten unsere Social Media-Aktivitäten aus!

Schon gesehen? Wir haben unsere Social Media-Aktivitäten weiter ausgebaut. Seit heute sind wir nämlich zum einen mit einem eigenen Unternehmensprofil auf Google Business und zum anderen auch auf YouTube mit einem eigenen Video-Channel vertreten.

In unserem Google-Profil erfahrt Ihr alles Wissenswerte über uns, während auf unserem YouTube-Channel aktuell das Image- und Produktvideo von Oberpfalz TV (OTV) zu unserer Werkstätten GmbH veröffentlicht sind. Einfach mal reinschauen – es lohnt sich. Wir wünschen viel Spaß!

Mehr hier: https://bit.ly/3HzCLpN und hier: https://bit.ly/3EUprdN


Zum zehnjährigen Jubiläum gibt es 4000 Euro

Filialdirektor Christian Wolf (r.) von der HypoVereinsbank Weiden und Tobias Wolf (l.), der als ehrenamtlicher Vorstand in mehreren der Stiftungen der HypoVereinsbank Region Bayern Nord tätig ist, überreichten am Dienstagnachmittag an HPZ-Vorstandsmitglied Claudia Prommersberger (Mitte) gleich zwei Spendenschecks in einer Gesamthöhe von 4000 Euro.

Filialdirektor Christian Wolf (r.) von der HypoVereinsbank Weiden und Tobias Wolf (l.), der als ehrenamtlicher Vorstand in mehreren der Stiftungen der HypoVereinsbank Region Bayern Nord tätig ist, überreichten am Dienstagnachmittag an HPZ-Vorstandsmitglied Claudia Prommersberger (Mitte) gleich zwei Spendenschecks in einer Gesamthöhe von 4000 Euro.

Dreifacher Grund zur Freude am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth: HypoVereinsbank Weiden spendet auch 2021 wieder und hat zwei Schecks im Gepäck

Dreifachen Grund zur Freude hat es am Dienstagnachmittag für das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth gegeben. Zum einen unterstützt die HypoVereinsbank Weiden bereits seit zehn Jahren das HPZ. Zum anderen überreichten zu diesem Jubiläum Filialdirektor Christian Wolf und Tobias Wolf, der als ehrenamtlicher Vorstand in mehreren der Stiftungen der HypoVereinsbank Region Bayern Nord tätig ist, an HPZ-Vorstandsmitglied Claudia Prommersberger gleich zwei Spendenschecks in einer Gesamthöhe von 4000 Euro.

Es ist eine seit einem Jahrzehnt gewachsene Partnerschaft, die das HPZ und die HypoVereinsbank verbindet. So unterstützen die Bank-Mitarbeiter im Rahmen ihres sozialen Engagements unter dem Motto „Wir für die Region“ regelmäßig ehrenamtlich die Werkstatt-Feste am HPZ. Daher kam eine Spende über 1000 Euro auch aus diesem Bereich. „Wir fühlen uns der Region verbunden und unterstützen darum das HPZ“, sagte Filialdirektor Christian Wolf.

Er stellte das HPZ als „einzigartige Einrichtung in der Region“ heraus und lobte die hervorragende Arbeit für die zu Betreuenden. Gerade diese Einzigartigkeit war erneut ein Grund dafür, dass das HPZ zum wiederholten Male auch eine Spende von der „Sigrid und Joachim Radecke-Stiftung“ erhielt – heuer in einer Höhe von 3000 Euro.

Die Stiftung, erklärte Tobias Wolf, wurde im Jahr 2017 von Sigrid und Joachim Radecke ins Leben gerufen. Ihnen war es dabei ein besonderes Anliegen, vom Schicksal benachteiligten Menschen, die der Hilfe anderer bedürfen, zu helfen, ein würdigeres Leben zu führen. Dabei lag den beiden Stiftern vor allem auch das Wohl von Kindern und Jugendlichen am Herzen. Mit der finanziellen Unterstützung für das HPZ werde, so Wolf, das Wirken der Stifter in ihrem Sinne fortgeführt.

HPZ-Vorstandsmitglied Claudia Prommersberger dankte der HypoVereinsbank Weiden für das seit vielen Jahren bestehende soziale Engagement für das HPZ. „Es ist unsere Aufgabe, Menschen mit Behinderung so zu begleiten und zu unterstützen, dass sie ein möglichst eigenständiges und glückliches Leben führen können.“

Im Sinne der „Sigrid und Joachim Radecke-Stiftung“ werden die diesjährigen Spenden für die Anschaffung von Außenspielgeräten für das neu errichtete Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ verwendet.


Eine Spende aus der Region für die Region

Geschäftsführerin Anja Reber (l.) und Katharina Groß (r.), zuständig für das Social Media-Marketing, vom Weidener Unternehmen „for you eHealth GmbH“ überreichten am Freitagvormittag dem HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (Mitte) eine Spende in Höhe von 2000 Euro.

Geschäftsführerin Anja Reber (l.) und Katharina Groß (r.), zuständig für das Social Media-Marketing, vom Weidener Unternehmen „for you eHealth GmbH“ überreichten am Freitagvormittag dem HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (Mitte) eine Spende in Höhe von 2000 Euro.

Weidener Unternehmen „for you eHealth GmbH“ unterstützt Heilpädagogisches Zentrum (HPZ) – Anja Reber und Katharina Groß überreichen Scheck in Höhe von 2000 Euro

Aus der Region für die Region: Es ist zwar ein leicht verfrühtes Weihnachtsgeschenk für das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth gewesen, aber dafür hatte es sich in sich: Vorstandsvorsitzender Christian Stadler freute sich am Freitagvormittag über eine „wirklich tolle Spende“ in Höhe von 2000 Euro. Die überreichten Geschäftsführerin Anja Reber und Katharina Groß, zuständig für das Social Media-Marketing, von der Weidener Firma „for you eHealth GmbH“ („for you“).

„Als Unternehmen aus der nördlichen Oberpfalz unterstützen wir jedes Jahr soziale Einrichtungen aus dieser Gegend“, sagte Reber bei der Übergabe des Schecks. „Wir möchten, dass unser Geld in der Oberpfalz bleibr.“ Dabei war es dieses Mal für „for you“ gleich in zweifacher Hinsicht eine Premiere: Erstmals wurde das HPZ unterstützt und erstmals ist die Spende die einzige, die „for you“ heuer im Landkreis Neustadt/WN ausschüttet.

Dass die Wahl 2021 auf das HPZ gefallen war, kam nicht von ungefähr. Denn die „for you“-Geschäftsführerin selbst hat mit ihrer Familie 2017 ein Haus in Irchenrieth gebaut und lebt seither in der Gemeinde. Auch, so Reber, sei das HPZ regional sehr bekannt und leiste eine hervorragende Arbeit.

Zudem gebe es in ihrem Freundeskreis eine Familie, deren Kind im HPZ lebt und zur Schule geht. Nicht zuletzt bestünden über das Unternehmen Samhammer AG aus Weiden, dem „for you“ angehört, geschäftliche Verbindungen zu den HPZ-Werkstätten.

Vorstandsvorsitzender Stadler freute sich über den Scheck und die „tolle Summe“, die das HPZ erhalte und bedankte sich herzlich. Und er versprach, dass das Geld natürlich  sinnvoll eingesetzt werde. So zum Beispiel für weitere Zusatzangebote der Abteilung „Offene Hilfen“ im HPZ. Weitere Infos zu „for you“ gibt es hier: www.foryouehealth.de.


BAUER Klein- und Eiltransporte greift HPZ unter die Arme

Spenden statt Schenken: Wernberger Unternehmen überreicht 500 Euro – „Eine Einrichtung, die für die Region enorm wichtig ist“

Spenden statt Schenken – dieses Motto beherzigt das Wernberger Unternehmen BAUER Klein- und Eiltransporte schon seit Jahren. Einer der führenden Kurierdienste in der Oberpfalz verzichtet so heuer erneut darauf, an Weihnachten seinen Kunden Geschenke zu schicken. Stattdessen werden dafür soziale Einrichtungen unterstützt.

In diesem Jahr erhalten daher das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth sowie das Kinderheim St. Elisabeth Windischeschenbach jeweils eine Spende in Höhe von 500 Euro. „Ihr leistet tolle Arbeit, die für unsere Region ungemein wichtig ist“, lobte Firmenchef Josef Bauer das HPZ.

Er erklärte weiter, dass es ein großes Anliegen seines Unternehmens sei, gemeinnützigen Organisationen unter die Arme zu greifen. Bauer sagte zudem, dass eine Entscheidung der gesamten Belegschaft gewesen sei, in diesem Jahr auch das HPZ in Irchenrieth zu unterstützen.

Für das HPZ bedankte sich stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause. Sie freute sich darüber, dass BAUER Klein- und Transporte in diesem Jahr an das HPZ spenden würde. Sie versprach, dass das Geld für die Anschaffung neuer Spielgeräte – Nestschaukel, Rutsche und Spielhaus – für den Schulhof verwendet werde und somit bestens angelegt sei.

Hintergrund:

Seit 1994 übernimmt die Wernberger Firma BAUER Klein- und Eiltransporte Kurierdienste. Sie ist ein kompetenter, preisgünstiger, schneller und zuverlässiger Transportpartner für den professionellen und anspruchsvollen Kunden.

Namenhafte Unternehmen in der Region nehmen die Dienstleistung des Unternehmens bereits in Anspruch. Europa- und weltweit kann es Sonderfahrten, Kurierdienste, Klein- und Eiltransporte durchführen. Mehr Infos gibt es hier: www.eiltransporte-bauer.de


Tierische Freunde auf dem Weg zum Begleiter

Der acht Monate Havaneser Charly mit seinem Frauchen Angelina Rittner, die selbst in der Förderstätte arbeitet, erlebten am HPZ in Irchenrieth einen ganz besonderen Trainingstag.

Der acht Monate alte Havaneser Charly mit seinem Frauchen Angelina Rittner, die selbst in der Förderstätte arbeitet, erlebten am HPZ in Irchenrieth einen ganz besonderen Trainingstag.

In der Förderstätte halten Therapiehunde eine besondere Trainingseinheit ab – Sorgfältige Ausbildung der Grundstock – Willkommene Abwechslung im Alltag

Der kleine Charly wedelt freudig mit seinem Schwanz und schnuppert in die Luft. Sein Halstuch verrät ihm bereits, dass es gleich los geht. Charly ist ein acht Monate alter Havaneser und macht gerade seine Ausbildung zum Therapiehund. Er besticht durch seine treuen Augen und dem Welpenblick, dem kaum einer widerstehen kann. Charly kennt bereits den Weg in die Förderstätte des Heilpädagogischen Zentrums Irchenrieth (HPZ), in dem sein Frauchen Angelina Rittner als Heilerziehungspflegerin arbeitet.

Doch heute ist kein gewöhnlicher Arbeitstag für Charly und Angelina. Der Junghund ist schon ganz aufgeregt, denn es kommen auch seine Freunde aus der Ausbildungsgruppe von Trainerin Daniela Simon zu Besuch. Nur wenige Minuten später entdeckt Charly seine Freunde Luna, Nala und Jimmy. Die zwei Australien Shepherd- Hündinnen und der Berner Sennenhund absolvieren ebenfalls die Ausbildung zum Therapiehund und die Hundefreunde sind inzwischen schon ein eingeschworenes Team. An der Seite der Vierbeiner mit dabei sind Annette Bachert und Dr. Katharina Gold. Auch sie werden zukünftig in Einrichtungen und im privaten therapeutischen Setting mit ihren Hunden anderen Menschen zur Seite stehen und ihnen assistieren.

Bei Trainerin Daniela Simon von Dani‘s Hundeakademie aus Eschenbach haben die tierischen Schüler schon so Einiges lernen dürfen. In der „Grundschule“ haben die Hunde alles erfahren, was für den notwendigen Gehorsam und die Erziehung eines Hundes essenziell ist. Als Therapiehunde bedarf es aber weit mehr als dies. So haben die Hunde in der weiterführenden Kursen noch wichtige Dinge dazu gelernt, die sie in ihrem zukünftigen Beruf brauchen werden.

Angefangen von Aufgaben, die sie übernehmen können, bis hin zu helfenden Gesten und therapeutischen Übungen. So sind die Mensch-Hunde-Teams unabhängig von ihren Aufgabengebieten in der Lage, Erwachsene und Kinder, sowohl sozial-emotional als auch motorisch, zu fördern und zu therapieren.

Doch nun geht es mit der heutigen Ausbildung weiter. Auf dem Stundenplan steht Praxis. All das, was die fünf Vierbeiner in den letzten Monaten in der Schule gelernt haben, dürfen sie heute in der Praxis in der Förderstätte in Irchenrieth zeigen. Die drei Junghunde sind doch noch sehr aufgeregt, als es in die erste Gruppe der Förderstätte geht. So viele neue Gerüche und Menschen erwarten sie.

Die Spannung merkt man den Dreien deutlich an, doch am Ende überwiegt die Neugierde und nach dem ersten Kontakt mit den Klienten ist das Eis schnell gebrochen. Und natürlich ist es auch für die Menschen mit Beeinträchtigung eine willkommene Abwechslung, dass die bunte Hundeschar zu Besuch ist. Sie freuen sich über die Tricks und den Kontakt mit den Fellnasen und genießen es, diese zu streicheln und ihnen nach erfolgreich durchgeführten Kommandos ein Leckerli geben zu dürfen.

Anschließend geht es dann noch zu kleinen Einheiten für Einzelangebote. Auch hier zeigten sich die angehenden Therapiehunde vorbildlich. So kann Charly mit seinen Freunden am Ende auf einen sehr erfolgreichen Unterrichtstag zurückblicken.

Mit vielen neuen Erfahrungen, Eindrücken und ein wenig stolz verlassen die Mensch-Hunde-Teams das HPZ. Ein großer Dank geht natürlich an die Trainerin und an Angelina Rittner für die Organisation des Trainingstages, sowie der Förderstätte mit allen Klienten.


Dank der HPZ-Werkstätten zurück in ein „normales“ Leben

Wie der 34-jährige Mathias Hellwig seinen Arbeitsalltag in der Stanzerei meistert – „Ein Job, der optimal ist und mir ungemein Spaß macht!“

Geschickt spannt Mathias Hellwig das rund 1,50 Meter lange Rohr in die Werkbank ein. Er setzt die Schrauben und Halterungen ein und montiert die Zinken. Die ganzen Arbeitsschritte dauern ungefähr sechs Minuten und fertig ist der komplette Zinkenträger für die Landwirtschaftsfirma Fella-AGCO GmbH aus Feucht. Für die produziert die Werkstätten GmbH des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth die Teile der großen Rechen, die hinten an Traktoren angebracht sind und zum Beispiel für das Wenden von Heu benötigt werden.

„Es ist optimal hier, einfach super“, sagt der 34-Jährige, der in Altenhammer bei Flossenbürg wohnt. Er arbeitet seit 2016 in den HPZ-Werkstätten – eine Arbeit, die ihm sichtlich Spaß macht. Der gelernte Metzger entschloss sich nach seiner Ausbildung dazu, die Branche zu wechseln und heuerte auf dem Bau an.

Doch seit 2014 hat sich sein Leben aufgrund eines tragischen Arbeitsunfalls mit einem Starkstromkabel grundsätzlich verändert. „Ich war lange im Krankenstand und anschließend auf Reha“, erinnert sich Mathias Hellwig zurück. Trotz aller Maßnahmen blieb eine Behinderung zurück, die ihm aber heute kaum anzumerken ist. Und er hat sich mit ihr inzwischen perfekt arrangiert, genießt sein Leben und seinen Job.

Über seine Eltern entstand nach seiner Genesung der Kontakt zum HPZ, wo er schließlich einen Ausbildungsplatz bekam. Mathias Hellwig absolvierte einen zweijährigen Grund- und Aufbaukurs im Berufsbildungsbereich. „Das war quasi die Vorbereitung auf das, was ich jetzt mache und ist mit einer Lehre zu vergleichen“, erzählt der 34-Jährige.

Es folgte die Anstellung in der Stanzerei der HPZ-Werkstätten, in der aktuell rund zehn Leute beschäftigt sind. „Die Arbeit taugt mir richtig“, sagt Mathias Hellwig, der nach wie vor in Altenhammer wohnt und jeden Tag per HPZ-Bus nach Irchenrieth gefahren und auch wieder nach Hause gebracht wird. Besonders schätzt er dort den Zusammenhalt zwischen den Kollegen, mit denen sich inzwischen auch Freundschaften entwickelt haben. Nicht zu vergessen seien die Betreuer und sein Vorgesetzter Bernd Pecher – den er als einen „super Chef“ bezeichnet.

In den acht Stunden von 8 bis 16 Uhr – was einem ganz normalen Arbeitstag entspricht – fertigt Mathias Hellwig im Schnitt eine ganze Palette an Zinkenträgern, also 70 Stück, an. „Klar ist es manchmal anstrengend, aber es macht ungemein Spaß“, weiß er. In seiner Freizeit sieht der 34-Jährige gerne Netflix-Serien an, geht am Samstag regelmäßig mit seiner Mutter zum Einkaufen und trifft sich ab und an mit Kollegen auf ein Bierchen in einer Kneipe.


Katholischer Frauenbund spendet dem HPZ

HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler (r.) freute sich mit den Vertreterinnen des Katholischen Frauenbundes Waldthurn über eine Spende in Höhe von 750 Euro.

HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler (r.) freute sich mit den Vertreterinnen des Katholischen Frauenbundes Waldthurn über eine Spende in Höhe von 750 Euro.

Erlös aus selbstgebundenen Kräuterbüschel kommt dem Kinder- und Jugendwohnen zu Gute – 750 Euro werden für neue Spielgeräte verwendet

Der Katholische Frauenbund Waldthurn hat an Maria Himmelfahrt die Wallfahrt zum Fahrenberg zum Anlass genommen, um dort gegen Entrichtung einer Spende selbstgebundene Kräuterbüschel anzubieten. Der Erlös sollte einem wohltätigen Zweck, bzw. einer sozialen Einrichtung, zu Gute kommen – in diesem Fall auch dem Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth. „Dass wir mit einem Teil des Erlöses bedacht wurde, freut uns sehr“, sagte HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler vor kurzem bei der Spendenübergabe.

Er durfte so die stolze Summe von 750 Euro von den Vertreterinnen des Frauenbundes, die zu Gast im HPZ waren, entgegennehmen. Stadler dankte sehr herzlich für die großzügige Spende und fügte hinzu, dass diese sehr gute Verwendung im neubezogenen Kinder- und Jugendwohnen für die Anschaffung von Spielgeräten finden werde. Eine Führung durch die Einrichtung versprach er den Gästen, sobald dies Corona bedingt wieder möglich sei.


Drei, zwei, eins und Kamera läuft!

So heißt es heute und am Mittwoch in den Werkstätten des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth. Denn der Amberger Fernsehsender Oberpfalz TV (OTV) ist zwei Tage lang bei uns zu Gast, um im Zuge des neuen „Projektes Werkstatt“ Videoaufnahmen für einen Image- und Produktfilm sowie für einen Werbespot zu machen.

Wir wollen noch nicht zu viel verraten, aber bei den Filmen wird erzählerisch das Erleben eines Tages im HPZ aus der Sicht eines Betreuten geschildert. Durch eine bildstark-emotio­nale Weise, die den Menschen in das Zentrum stellt, werden nicht nur Fakten und wissenswerte Informationen über die Werkstätten vermittelt, sondern sie auch als sympathische soziale Einrichtung und als kompetenter Dienstleister und Geschäftspartner dargestellt.

Der Werbespot wird dann ein Jahr lang auf OTV ausgestrahlt, während das Imagevideo den aktuell in Umsetzung befindlichen neuen Online-Shop (mehr dazu in Kürze) bereichern wird. Mehr zu den HPZ-Werkstätten und zu deren Angeboten gibt es übrigens hier: https://bit.ly/3BcbBSY


PS-starker Nervenkitzel für AUW-Klienten!

PS-starker Nervenkitzel mit großer persönlicher Herausforderung, verbunden mit konkurrenzvollem Leistungskampf: Das ist ein Erlebnis, welches man auf Deutschlands größter Go-Kart-Anlage im oberpfälzischen Wackersdorf genießen kann. Eigentlich sollte hier die Wiederaufbereitungsanlange gebaut werden, doch stattdessen rasen heute auf dem Gelände von ProKart Raceland heiße Boliden über den Asphalt.

Noch während des Betriebsurlaubs des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth haben sich Sabrina, Dominik Gerhard und André auf den Weg nach Wackersdorf gemacht, um zusammen mit Mitarbeiter Christian vom Ambulant Unterstützten Wohnen (AUW) einen ereignisreichen und unvergesslichen Tag zu erleben. Die vier hatten in ihren schnellen Gefährten sichtlich Spaß und gaben dabei so richtig Gas….


680 Jahre an Arbeitsleistung gewürdigt

Die 30, 35, 40 und 45 Jahre in der HPZ-Werkstatt Beschäftigten sind am Mittwochnachmittag für ihr langjähriges Engagement und ihren Einsatz von Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (3.v. r.), Werkstattleiter Josef Albang (r.) und von Anna Dettelbacher von der Sozialdienstleitung (l.) ausgezeichnet worden.

Die 30, 35, 40 und 45 Jahre in der HPZ-Werkstatt Beschäftigten sind am Mittwochnachmittag für ihr langjähriges Engagement und ihren Einsatz von Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (3.v. r.), Werkstattleiter Josef Albang (r.) und von Anna Dettelbacher von der Sozialdienstleitung (l.) ausgezeichnet worden.

Werkstätte des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth ehrt langjährige Beschäftigte – Viel Engagement und Einsatz gezeigt  

Stolz halten sie ihre Urkunden hoch, freuen sich unbändig über die Geschenkkörbe und -taschen und lachen nach dem herzlichen Applaus glücklich in die Kamera: Die Werkstätten GmbH des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth ehrte am Mittwochnachmittag ihre Beschäftigten, die seit 30, 35,40 und 45 Jahren dort arbeiten. „Wir kommen so auf insgesamt auf eine Arbeitsleistung von 680 Jahren – eine tolle und unglaubliche Zahl“, sagte Vorstandsvorsitzender Christian Stadler.

Der nahm im kleinen Speisesaal der Werkstätten die Ehrungen zusammen Werkstattleiter Josef Albang, Anna Dettelbacher von der Sozialdienstleitung und den Vertretern des Werkstattsrates, Frauenbeauftrage Sandra Böhm und Vorsitzenden Ingo Kraus, vor. Bereits eine Woche zuvor wurden diejenigen ausgezeichnet, die 20 und 25 Jahre an Bord sind.

„Zunächst waren die sogenannten ‚jungen Hasen‘ dran,  jetzt die ‚alten‘. Ihr alle habt eine großartige Leistung vollbracht“, lobte Stadler die Geehrten. Er dankte ihnen vielmals für ihren Einsatz,  verbunden mit dem Wunsch, „zusammen zuhalten und gesund zu bleiben“.

Werkstatt-Chef Albang blickte auf seine HPZ-Anfänge vor 16 Jahren zurück, als „die alten Hasen noch jung waren“ und er als „Jungspund herzlich und mit viel Wärme aufgenommen“ worden sei. „Macht’s weiter so und kommt’s zu uns. Wir bringen die Corona sicherlich gut rum“, so Albang, nachdem im letzten Jahr aufgrund der Pandemie die Auszeichnungen ausfallen mussten.

Kraus, der Vorsitzende des Werkstattrates, und die Frauenbeauftragte Böhm schlossen sich den Glückwünschen an. „Es ist eine tolle Zusammenarbeit, die Spaß macht“, so die beiden unisono.

Geehrt wurden folgende 37 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter:

Für 20 Jahre: Thomas Stark, Georg Beer, Stefanie Berr, Christian Fischer, Simone Fütterer, Hans-Jürgen Meier, Christian Plaß, Maria Schwendner, Sandra Sehnke und Sylvia Treutler.

Für 25 Jahre: Bettina Bäumler, Gerald Beck, Norbert Böllath, Rana Jaafar, Rita Lindner, Regina Lippel, Martina Ramm, Wolfgang Strasdat und Manuela Süß.

Für 30 Jahre: Heike Lobinger und Sylvia Wurmitzer.

Für 35 Jahre: Christine Wöhrl, Elisabeth Herrmann, Andreas Tretter, Elvira Biemer, Felicia Kohl, Renate Liegl, Josef Varnhold und Rita Veigl.

Für 40 Jahre: Erwin Schnierer, Ingo Kraus, Richard Hermann und Gerlinde Stahl.

Für 45 Jahre: Gerhard Ott, Gerda Specht, Anneliese Weck und Wolfgang Dötsch.


Aufbruchsstimmung nach der Corona-Pandemie

Aufbruchsstimmung nach der Corona-Pandemie bei den Vertretern der Offenen Hilfen (OH) des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth, der Offenen Behindertenarbeit des Allgemeinen Rettungsverbandes (ARV) – Kreisverband Neustadt/WN-Weiden, des Behindertenbeauftragten der Stadt Weiden und der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (ETUB) Weiden (v. l. n. r.): Lydia Wetzel, Martina Grüner, Alexander Grundler, Elisabeth Milazzo, ARV-Bezirksgeschäftsführer Christian Henkens und Dr. Carola Preißer.

Aufbruchsstimmung nach der Corona-Pandemie bei den Vertretern der Offenen Hilfen (OH) des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth, der Offenen Behindertenarbeit des Allgemeinen Rettungsverbandes (ARV) – Kreisverband Neustadt/WN-Weiden, des Behindertenbeauftragten der Stadt Weiden und der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (ETUB) Weiden (v. l. n. r.): Lydia Wetzel, Martina Grüner, Alexander Grundler, Elisabeth Milazzo, ARV-Bezirksgeschäftsführer Christian Henkens und Dr. Carola Preißer.

Arbeitskreis „Offene Behindertenarbeit für den Landkreis Neustadt/WN und der Stadt Weiden“ zieht Bilanz – Ehrenamtliche willkommen – Viele kreative Lösungen gefunden

Eine durchwachsene, aber angesichts der vorhandenen Einschränkungen durch die Corona-Pandemie, dennoch erfreuliche Jahresbilanz – garniert mit einer vorsichtig optimistischen Aufbruchsstimmung: Die hat am Dienstagvormittag der Arbeitskreis (AK) „Offene Behindertenarbeit (OBA) für den Landkreis Neustadt/WN und die Stadt Weiden“ bei seiner Sitzung bei der Abteilung  „Offenen Hilfen (OH)“ am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth gezogen. „Wir stehen in den Startlöchern, wobei die Digitalisierung in allen Bereichen für unsere zu Betreuenden eine der größten Herausforderungen ist. Aber wir haben auch viele kreative Lösungen für unsere tägliche Arbeit gefunden“, sagte OH-Leiterin Martina Grüner.

Sie begrüßte zur turnusmäßigen jährlichen AK-Sitzung die Vertreter der OBA des Allgemeinen Rettungsverbandes (ARV) – Kreisverband Neustadt/WN-Weiden, Dipl.-Sozialwirtin (FH) Lydia Wetzel und Dipl.-Psych. (Univ.) Dr. Carola Preißer, ARV-Bezirksgeschäftsführer Christian Henkens, den Behindertenbeauftragten der Stadt Weiden, Alexander Grundler, und Elisabeth Milazzo von der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung (ETUB) Weiden. Die Behindertenbeauftragte des Landkreises Neustadt/WN, Monika Robl, war aus beruflichen Gründen entschuldigt.

„Wir hatten wegen Corona viele Unsicherheitsfaktoren zu bewältigen. Gerade am Anfang der Pandemie erschwerten diese die Arbeit in der OBAN und OH“, brachte es Dr. Preißer in ihrem Jahresbericht auf den Punkt. Sie ging zunächst auf die im Jahr 2020 beim ARV vorhandene Personalstruktur mit fünf hauptamtlichen und sieben ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen ein. Insgesamt 115 Menschen mit dem Schwerpunkt „Körperbehinderung“ hätten die ARV-Angebote genutzt. Es gab demnach 77 Beratungskontakte, die aufgrund Corona jedoch überwiegend telefonisch stattgefunden hätten.

Beratungsschwerpunkte seien, so Dr. Preißer, Informationsvermittlung, leistungsrechtliche Fragen und Fragen zur Lebensgestaltung/psychosozialen Situation gewesen. 61 Freizeit, Bildungs- und Begegnungsmaßnahmen (FFB) mit 175 Stunden seien 2020 durchgeführt worden. Ein Beispiel dafür sei das im Herbst gestartete Programm „Mentoren am Telefon“ gewesen.

Im Bereich „Familienentlastender Dinst (FED)“ habe man 363 Stunden unter umfangreichen Hygienemaßnahmen abgeleistet. „In der Corona-Zeit war dies ein für die Familien sehr wichtig“, sagte die Dipl.-Sozialwirtin, die weiterhin auf die Ehrenamtlichkeit, die Öffentlichkeits- und die Netzwerkarbeit einging. „Wir haben bei unseren Klienten aufgrund fehlender Angebote während der Pandemie emotionale, sprachliche und kognitive Defizite feststellen können. Eine langsame Verbesserung ist inzwischen wieder erkennbar, aber wir sind noch nicht auf dem Stand wie vor Corona“, erklärte sie.

Ein Umstand, den auch ihre HPZ-Kollegin Grüner bestätigte. Sie fügte zudem noch an: „Gerade bei den Online-Angeboten müssen wir beachten und Vorsicht walten lassen, dass die ältere Generation nicht abgehängt wird.“ Sie berichtete in ihrem Verwendungsnachweis für die OH am HPZ Irchenrieth, dass von den aktuell 236 registrierten Familien im letzten Jahr 139 die OH von den hauptamtlichen und rund 78 ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen in Anspruch genommen hätten.

Manche Ehrenamtlichen hätten sich während der Krise verständlicherweise zurückgezogen, aktuell seien 73 im Einsatz. „Trotz Corona haben sich weiterhin neue beworben, wobei wir sie zum Teil wegen der Vorsicht der Familien und wegen der fehlenden Bildungs- und Freizeitangebote vertrösten mussten“, erklärte die OH-Leiterin, die den Besuch der Wasserwacht am Steigenberger See als einen der Höhepunkte nannte. Leider hätten alle inklusiven Projekte ab April 2020 abgesagt werden müssen.

In der momentanen Situation versuche das HPZ, die Familien mit vielen kleinen Angeboten, Einzelbetreuungen und durch Beratung zu unterstützen. 2021 seien nach dem Abschluss der Renovierungsarbeiten im Gruppenhaus I die neuen Räumlichkeiten bezogen worden. Vorausblickend sagte Grüner, dass es ab 2022 keine Erhöhung der Förderung der Fachkraftstellen und der ehrenamtlichen Stellen geben werde.

Ihrer Meinung nach sollte es bei der Betreuung eine Mischform aus hauptamtlich Beschäftigten und ehrenamtlich Tätigen geben, weil Menschen mit Behinderung immer häufiger auffälliges Verhalten zeigen würden. Dafür bräuchte es mehr und eine höhere Förderung. „Wir hoffen sehr, dass die Pandemie bald vorüber geht und wir allen wieder  besser gerecht werden können. Sehr erwähnenswert finde ich bei uns die hohe Empathie der Ehrenamtlichen und ihr soziales Engagement und die vielen Menschen, die bereit sind zu helfen. Kleingruppen-Angebote wären sehr wichtig und hilfreich für die Psyche der zu Betreuenden“, so Grüner.

Wünsche, die auch der ARV unterstützt: Denn die Corona-Pandemie gehe weiterhin mit psychischer Belastung und deutlichen Mehrkosten einher. Es würden neue ehrenamtliche Kräfte dringend gesucht. Zudem, so die Verantwortlichen übereinstimmend, sollen die inklusiven Schulprojekte wieder ins Leben gerufen werden, mit denen man seit Beginn im Jahr 2012 rund 3500 Schüler*innen erreicht habe.

Eine Idee, die auch der Behindertenbeauftragte der Stadt Weiden befürwortete. Grundler gab abschließend einen kurzen Überblick über den aktuellen Stand der barrierefreien Innenstadt in Weiden. Das Projekt laufe und werde aktuell auf seine Finanzierbarkeit hin überprüft. Er erhoffe sich bis Ende 2021 einen Stadtratsbeschluss. Er wies weiterhin darauf hin, dass in Weiden für die bevorstehende Bundestagswahl alle Wahllokale barrierefrei zu erreichen seien.


1, 2, 30, 40, 286, 750 und 1.200

Der ehemalige Aufsichtsvorsitzende Johann Bock (2. v. l.; r. daneben seine Ehefrau Elisabeth) wurde von den Aufsichtsräten Daisy Brenner (2. v. r.), Dieter Wettinger (r.) und seiner Nachfolgerin Birgit Reil (l.) mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

Der ehemalige Aufsichtsvorsitzende Johann Bock (2. v. l.; r. daneben seine Ehefrau Elisabeth) wurde von den Aufsichtsräten Daisy Brenner (2. v. r.), Dieter Wettinger (r.) und seiner Nachfolgerin Birgit Reil (l.) mit der Ehrenmitgliedschaft ausgezeichnet.

Bei der Mitgliederversammlung des Vereins „Lebenshilfe für Behinderte e. V. Irchenrieth“ werden beeindruckende Zahlen präsentiert – Zwei besondere Ehrungen

1, 2, 30, 40, 286, 750 und 1.200 – das sind ein Teil der beeindruckenden Zahlen, die der Verein „Heilpädagogisches Zentrum (HPZ) – Lebenshilfe für Behinderte e. V. Irchenrieth“ am Freitagabend bei seiner Mitgliederversammlung im großen Speisesaal des HPZ präsentiert hat. Bei der ernannte der Aufsichtsrat seinen ehemaligen Vorsitzenden Johann Bock für dessen 30-jährige ehrenamtliche Tätigkeit und sein Engagement zum neuen Ehrenmitglied. Zudem wurde Pfarrer Alfons Forster von Aufsichtsratsvorsitzender Birgit Reil für seine inzwischen 40-jährige Arbeit am HPZ geehrt.

HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler hieß in seiner Begrüßung nicht nur seine Stellvertreterinnen Brigitte Krause und Claudia Prommersberger sowie seinen Amtsvorgänger Helmut Dörfler willkommen, sondern natürlich neben den Geehrten auch die Mitglieder des Aufsichtsrates, die anwesenden Vertreter*innen der Städte und Gemeinden, die zahlreichen Vereinsmitglieder und den Irchenriether Bürgermeister Josef Hammer. Er bedankte sich bei allen fürs Kommen. Nach dem Totengedenken für die im letzten Jahr verstorbenen Mitglieder durch Aufsichtsratsmitglied Helmut Brandl, ging Vorsitzende Reil in ihrem Bericht auf die letzten zwölf Vereinsmonate ein.

Es sei ein durch die Corona-Pandemie und deren vielen Regelungen geprägtes Jahr gewesen, in dem die Eltern ihre Kinder den HPZ-Mitarbeiter*innen anvertraut hätten. „Unsere Einrichtung hat für den bestmöglichen Schutz und Umgang für die Kinder garantiert“, sagte Reil. Sie blickte auf die im September 2020 abgehaltenen Neuwahlen sowie auf sieben Sitzungen zurück. Wirtschaftlich gesehen habe man trotz der schwierigen Zeiten keine Verluste gemacht und mit plus/minus null abgeschlossen.

Als  „Sorgenkind“ bezeichnete sie das Hotel am Hofgarten in Neustadt/WN, für dessen Umbau zu einem Wohnheim für leicht behinderte Menschen mit insgesamt vorgesehenen 24 Plätzen es noch keine Genehmigung geben würde. Man habe inzwischen ein neues Konzept vorgelegt und die Heimaufsicht gebeten, die Regelungen zu lockern. Weiterhin sei, so Reil, das Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ seiner Bestimmung übergeben worden. Eine offizielle Einweihung dessen sowie ein Tag der offenen Tür mit der Aktion „Der längste Schal der Oberpfalz“ würden, sofern es Corona zulasse, folgen.

Abschließend erklärte Reil, dass für den Aufsichtsrat künftig wieder ein Beirat, bestehend aus neun Mitgliedern, installiert werden soll. Ihr Wunsch an die Politik lautete: „Für unseren Bereich muss die Lobby geschafft werden, um viel mehr Gehör zu finden!“

Vorstandsvorsitzender Stadler machte in seinem Bericht deutlich, dass am HPZ aktuell u. a. in der Frühförderung 268 Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren, 171 in der Förderschule und in der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE), 476 Werkstattgänger*innen (davon 86 in der Regenbogen-Werkstätte in Weiden) beschäftigt sowie 163 Bewohner*innen in der Wohnstätte und 69 im Pflegeheim untergebracht seien. Das Ambulant Betreute Wohnen kümmere sich um 23 Frauen und Männer, die Offenen Hilfen um 220. „So haben bei unseren Einrichtungen 1.100 bis 1.200 Menschen Platz gefunden, die wiederum von rund 750 Mitarbeiter*innen betreut werden“, wusste Stadler, der zudem weitere interessante Zahlen über den Fuhrpark und die Küche parat hatte.

Corona habe in den letzten zwölf Monaten das Leben am HPZ geprägt. Der Vorstandsvorsitzende lobte in diesem Zusammenhang den Einsatz der Angestellten bei der Erstellung von Hygienekonzepten sowie die Familien und deren Kinder mit Behinderung, die die hoch angelegten Messlatten perfekt eingehalten hätten. Ein Licht am Ende des Tunnels seien schließlich die Impfstoffe gewesen, wenngleich lange nicht klar gewesen sei, dass Behinderten-Einrichtungen priorisiert behandelt werden müssen. Stadler dankte auch dem Impfzentrum, das schnell vor Ort die Impfungen unkompliziert durchgeführt habe, und seiner Stellvertreterin Krause für die perfekte Organisation der Impfaktionen. „Das war ein Meilenstein für uns“, so der HPZ-Chef. Derzeit laufe es in allen HPZ-Einrichtungen wieder nahezu normal, wobei Stadler davor warnte, zu leichtsinnig zu werden. Man sei jedoch für eine mögliche neue Welle im Herbst bestens gerüstet.

Der Vorstandsvorsitzende ging ebenso kurz auf die drei abgeschlossenen Bauprojekte „Obere Förderstätte“, „Kinder- und Jugendwohnen am Kleeefeld“ und „Werkstatt in Irchenrieth“ ein. „Wir können momentan, im Gegensatz zu  vielen anderen Einrichtungen genügend Betreuung in allen Bereichen bieten“, freute er sich. Vorausschauend sagte er, dass künftig die Werkstätten, bei denen durch die Pandemie viel durcheinander gewirbelt worden sei, ein wichtiges Thema seien. Dort habe man 2020 Umsatzeinbußen zu verzeichnen gehabt, wobei in den letzten Monaten die Auftragslage wieder nach zeigen würde. „Wir sind hier auf einem guten Weg, wobei es zwei bis drei Jahre dauern wird, ehe wir das Niveau vor Corona erreicht haben“, erklärte Stadler.

Der versprach zudem, dass das HPZ in Zukunft in die Projekte „Sanierung/evtl. Neubau der Schule“ sowie „Schaffung von neuen Wohnplätzen“ investieren wolle. Vor allem bei Wohnplätzen sei nämlich die Nachfrage ungebrochen, wobei am Standort in Irchenrieth dringend saniert werden müsse. Auf das „Hotel am Hofgarten“ eingehend lobte Stadler die Zusammenarbeit mit den Entscheidungsträgern und Landrat Andreas Meier. Auch wenn es Verzögerungen  gegeben habe, sei man guter Dinge und man habe zuletzt die Konzepte angepasst. Entscheidend sei, dass die geforderten sehr hohen Pflegeheimstandards, die für das HPZ nicht zu finanzierende Kosten verursachen würden, aufgrund der vorhandenen Selbstständigkeit der Bewohner*innen gesenkt würden. Stadler, der in Kürze eine Entscheidung erwartet, dazu: „Wir wollen nicht, dass der Hofgarten scheitert. Er wäre ein absolutes Vorzeigeprojekt, das den Anforderungen des Bundesteilhabegesetzes perfekt entsprechen würde.“

Nachdem Martina Grüner, die Leiterin der Offenen Hilfen, den Anwesenden ihre Abteilung näher  vorgestellt hatte, bescheinigten die Kassenprüferinnen Waltraud  Hierold und Elisabeth Walberer sowie die beauftragten Wirtschaftsprüfer dem Verein eine absolut einwandfreie sogenannte „Taschengeld-Regelung“ und einem den handelsrechtlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss. Die einstimmige Entlastung des Aufsichtsrates war somit reine Formsache.

Brigitte Krause als Vorsitzende der „Stiftung Sonnenblume“ erklärte in ihrem kurzen Vortrag, dass die Stiftung trotz Corona „nicht ausgebremst gewesen“ sei. Man habe rund 46.000 Euro Zugewinn gemacht. Krause sicherte zu, auch weiterhin Wünsche der verschiedenen HPZ-Einrichtungen zu unterstützen.

Stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Daisy Brenner wies noch auf die Nähaktionen für den „Längsten Schal der Oberpfalz“ hin, die am 11. Oktober und 18. November jeweils ab 19 Uhr im Hotel am Hofgarten geplant seien, ehe Reil Pfarrer Forster ehrte und Aufsichtsrat Dieter Wettinger den  ehemaligen Vorsitzenden Bock zum Ehrenmitglied ernannte und sich bei dessen Ehefrau Elisabeth für die  Unterstützung der Arbeit ihres Mannes dankte. Bock passend in seiner Dankesrede zum Abschluss der Mitgliederversammlung: „Ein Leben ohne HPZ ist für mich nicht vorstellbar!“


RehaSport e. V. des HPZ startet wieder durch

Auftakt: Die Sportlerinnen und Sportler (hier die Fußballer) des RehaSport e. V. des HPZ Irchenrieth steigen nach und nach wieder ins Training ein.

Auftakt: Die Sportlerinnen und Sportler (hier die Fußballer) des RehaSport e. V. des HPZ Irchenrieth steigen nach und nach wieder ins Training ein.

Seit dieser Woche wieder Training möglich – Fußballer reisen im April 2022 nach Spanien – Auch Teilnahme an den Special Olympics in Berlin

Nach langer Corona-bedingter Pause und schwierig umzusetzenden Hygienemaßnahmen startet der RehaSport e. V. des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) nun wieder durch. Den Anfang machten vor kurzem die Fußballer und Fußballerinnen, die auf dem bestens präparierten Platz ihre erste Trainingsstunde abhielten. Die Übungseinheiten werden von den bewährten Trainerinnen und Trainern (natürlich alle mit ÜL-Schein) Marina Plakhotnik-Hastler, Mandy Bäumler, Julian Müssig, Jonas und Felix Fritsch geleitet.

Seit dem 13. September läuft ebenso wieder das Training für die Step-by-Step-Gruppe um Trainer Sebastian Hanauer. Ab Donnerstag, 16. September, schieben dann die Boccia-Spieler wieder „eine ruhige Kugel“ in der Halle und evtl. noch auf den neuen Boccia-Bahnen im Freien. Trainer sind weiterhin Lukas Woldrich, Kristina Schmid und Jolina Fleißer.

Die Leichtathleten bringen ihre Fitness ab 5. Oktober auf Vordermann. Als Coaches stehen weiterhin Verena Bönsch und Dominik Koslowsky zur Verfügung. Ein größere Veränderung gibt es bei den Gymnastikgruppen der „Buschbecks“: Renate und Manfred legen eine längere Pause ein. Die beiden Gymnastikstunden finden dann ab nächster Woche immer samstags statt. Beginn ist am 18. September um 9.30 Uhr für die ehemalige Dienstagsgruppe und um 10.30 Uhr für die frühere Mittwochsgruppe. Übungsleiter sind Jonas und Felix Fritsch.

Noch eine Pause muss das Schwimmteam einlegen. Das Schwimmbad ist leider noch nicht zu benutzen und es kann noch bis Ende Oktober dauern, bis wieder geschwommen werden kann. Trainer ist natürlich weiterhin Sebastian Hanauer.

Der Ausblick auf das Jahr 2022 zeigt, wie wichtig es ist, wieder regelmäßig zu trainieren. So steht für das Unified-Fußballteam ab 4. April 2022 bereits ein internationaler Einsatz an. Das Team fliegt auf Einladung nach Mallorca zum Trainingslager für Berlin und Regensburg und spielt nach einigen Trainingseinheiten zum Abschluss gegen die Unified-Mannschaft aus Palma de Mallorca.

Im Juni nimmt dann eine große Delegation von ca. 60 Teilnehmern aus den verschiedenen Sportgruppen an den Nationalen Spielen von Special Olympics in Berlin teil, bevor im Juli die im letzten Jahr ausgefallenen Spiele in Regensburg nachgeholt werden. Auch hier werden 60 HPZ-Sportler mit in die Dom- und Donaustadt reisen.


FC Bayern-Fanclub Floß unterstützt erneut das HPZ

Bayern-Fanclub-Präsident Gerhard Stadler (r.) und Kassier Christian Haberkorn (l.) überreichten HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (Mitte) die Spende in Höhe von 1.000 Euro.

Bayern-Fanclub-Präsident Gerhard Stadler (r.) und Kassier Christian Haberkorn (l.) überreichten HPZ-Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler (Mitte) die Spende in Höhe von 1.000 Euro.

Präsident Gerhard Stadler und Kassier Christian Haberkorn überreichen Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler Scheck in Höhe von 1.000 Euro – Geld wird für sportliche Aktivitäten eingesetzt

Der FC Bayern München-Fanclub Floß spendet erneut für den guten Zweck. Nutznießer ist dieses Mal das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth, das von Präsident Gerhard Stadler und Hauptkassier Christian Haberkorn mit einer Spende von 1.000 Euro überrascht wurde. HPZ-Vorstandsvorsitzender Christian Stadler nahm am Mittwochabend den Scheck entgegen.

Fanclub-Chef Stadler hob bei der Übergabe die lange Verbundenheit zu seinem Namensvetter, der übrigens selbst seit 24 Jahren Mitglied im Flosser Fanclub ist, hervor. „Als Verein mit unseren rund 2.600 Mitgliedern haben wir es uns auf die Fahne geschrieben, regelmäßig soziale Einrichtungen in unserer Region zu unterstützen“, erklärte der Präsident.

Dieses Mal werde auch wieder das HPZ bedacht, das sich durch seine vielfältige Arbeit die Spende des Bayern-Fanclubs in Höhe von 1.000 Euro redlich verdient habe. Seit dem Bestehen des Flosser Fanclubs sind es schon rund 82.500 Euro – allesamt aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert – gewesen, die an karitative, kulturelle, gesellschaftliche, sportliche Vereine und Organisationen gespendet wurden. Alleine 12.400 Euro davon in den letzten eineinhalb Jahren der Corona-Pandemie. „Das kann sich sehen lassen“, so Gerhard Stadler weiter.

Eine Einschätzung, die HPZ-Vorstandsvorsitzender Stadler uneingeschränkt teilte. „Das HPZ und der Bayern-Fanclub Floß pflegen eine langfristige und intensive Verbindung“, sagte er, als er sich bei Stadler und Haberkorn herzlich bedankte. Für seine Einrichtung sei der Fanclub als mitgliedstärkster FCB-Verein in der Region „ein ungemein wichtiger Partner“. Er versprach, dass die 1.000 Euro im HPZ sinnvoll und zweckgebunden für den Bereich „Bewegung, Fußball, Sport“ eingesetzt werden.


Die spezielle Leidenschaft des Ludwig Kolnberger

AUW des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth trägt dazu bei, Lebensfreude und -qualität zu gewinnen – In den Charme alter Radios verliebt

Leidenschaften und Interessen unterstützen, ist ein Ziel, das sich das Team des Ambulant Unterstützten Wohnens (kurz AUW) des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth zur Aufgabe gemacht hat. Denn die Möglichkeit, Leidenschaften und Interessen auszuleben, bedeutet zugleich auch, Lebensfreude und -qualität zu gewinnen.

Bei Ludwig Kolnberger geht es um eine ganz besondere und  spezielle Leidenschaft. Er hat sich in den Charme und den Klang der alten Radios der 50er, 60er und 70er Jahre verliebt. Jene, die noch mit Elektronenröhren verstärkt werden und einen optischen Charme und eine Detailverliebtheit besitzen, die man heutzutage leider kaum noch findet. Zudem besitzt der Klang, der den Lautsprechern der Radios entweicht, eine unverwechselbare Wärme und Leichtigkeit.

Leider ist es ziemlich schwer, gut erhaltene und voll funktionsfähige Geräte zu bekommen. Doch in Ansbach gibt es einen dieser Fachmänner, der sich bestens mit der Technik alter Röhrenradios auskennt und eine riesige Auswahl der tollsten Geräte des erwähnten Zeitraumes besitzt. Ludwig Kolnberger ist dort mittlerweile nicht mehr nur noch Kunde, sondern auch ein gern gesehener Freund.

Da er für die Reise nach Ansbach Unterstützung benötigt, begleitet ihn das Team des AUW gerne dorthin. Und so machen wir uns meist mit dem Zug auf den Weg ins schöne Frankenland, um ein neues Radio zu kaufen oder eins reparieren zu lassen.

Ludwig Kolnberger besitzt mittlerweile vier dieser wunderbaren Radios. Von der Musiktruhe bis hin zum kleinen Radio für das Nachtkästchen ist alles dabei. Und keines ist jünger als 40 Jahre. Zudem ist er stolzer Besitzer eines Tonbandgerätes und eines Plattenspielers. Beide sind natürlich an Röhrenradios angeschlossen, versteht sich. CDs oder MP3-Player findet man bei ihm  hingegen nicht. Die sind ihm zu modern und an Charme haben sie leider auch kaum etwas zu bieten.

Wenn Ludwig Kolnberger dann vor einem seiner wunderschönen Radios steht und mit Fingerspitzengefühl nach dem gewünschten Radiosender sucht, sieht man ihm die Lebensfreude an, die er durch die Verwirklichung seiner Leidenschaft erlangt. Und darum geht es doch im Leben. Man sollte nach dem suchen, was einen glücklich macht. Dabei unterstützt das AUW-Team Ludwig Kolnberger natürlich sehr gerne.


Alle unter den Top 20 und zwei mit der Traumnote 1,1!

Stellvertretende HPZ-Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause (2. v. r.), stellvertretende Förderstätten-Leiterin Annegret Eismann (r.) und Förderstätten-Leiter Thomas Fritsch (hinten, 3. v. r.) verabschiedeten am Freitag die HEP-Absolventen (mit gelben Blumen) und dankten deren Mentoren.

Stellvertretende HPZ-Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause (2. v. r.), stellvertretende Förderstätten-Leiterin Annegret Eismann (r.) und Förderstätten-Leiter Thomas Fritsch (hinten, 3. v. r.) verabschiedeten am Freitag die HEP-Absolventen (mit gelben Blumen) und dankten deren Mentoren.

Förderstätte des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth ehrt frischgebackene Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger – Nur Spitzenpositionen erreicht

Das ist mal eine Ansage: Alle sechs frischgebackenen Heilerziehungspflegerinnen und -pfleger (HEP) der Förderstätte des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth sind heuer unter den insgesamt 100 Absolventen unter den Top 20 zu finden. Und zwei von den HPZ-Auszubildenden warteten bei den Abschlussprüfungen sogar mit der Traumnote 1,1 auf. „Wir sind stolz auf Euch. Diese Ergebnisse zeigen einmal mehr, wie toll bei uns ausgebildet wird“, freute sich stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause, als sie am Freitagvormittag zusammen mit Förderstätten-Leiter Thomas Fritsch und dessen Stellvertreterin Annegret Eismann die erfolgreichen Prüflinge auszeichnete.

In einer kleinen Feierstunde mit Abstand und Hygieneregeln dankte Fritsch nicht nur den neuen HEPs, sondern auch den Mentoren, die die Schüler in ihrer zwei- oder dreijährigen Ausbildung begleitet und mit ausgebildet hatten. Durch ihre Unterstützung und Begleitung der Fachschüler seien sie mit Garanten für eine erfolgreiche praktische Ausbildung gewesen.

Fünf der sechs Absolventen, die in der Praxis in Irchenrieth ausgebildet worden waren und in Neuendettelsau die Schule besucht hatten, bleiben dem HPZ auch weiterhin erhalten. Der Förderstätten-Leiter zitierte in seiner Ansprache den bekannten Tom Hanks-Film „Forrest Gump“: „Das Leben ist wie eine Schachtel Pralinen – man  weiß nie, was man kriegt!“ Die Ausbildung der vier Frauen und zwei Männer sei wie die Schachtel Pralinen gewesen: „Bei vielen Dingen habt Ihr Euch  überraschen lassen müssen“, blickte Fritsch zurück.

Jetzt gehe es für alle in einen neuen Lebensabschnitt. Der Förderstätten-Leiter wünschte allen für ihre Zukunft „viele süße und vor allem Lieblingspralinen. „Probiert aber ruhig auch einmal die eine oder andere unbekannte Praline. Es bringt Euch auf alle Fälle weiter“, sagte er. Ihm habe es sehr viel Spaß bereitet, der Anleiter dieser Klasse gewesen zu sein.

Stellvertretende Vorstandsvorsitzende Krause, die die Grüße von Vorstandsvorsitzenden Christian Stadler überbrachte, wünschte den neuen HEPs eine schöne künftige Zeit im HPZ und dankte vor allem den Mentoren, die die Ausbildung mit Ausdauer und Fachwissen begleitet hätten. Stellvertretende Förderstätten-Leiterin Eismann fügte an, dass die „Verabschiedung durchaus schwer fällt“. Allerdings würden den Absolventen nun viele neue Wege in ihrem weiteren Berufsleben offen stehen. „Euch allen gutes Gelingen an den neuen Arbeitsplätzen und alles erdenklich Gute für die weitere  Karriere“, so Eismann, die den Absolventen und  Mentoren kleine Blumengeschenke überreichte.

In Vertretung aller Auszubildenden bedankten sich Selina Schätzler und Julian Müssig bei Fritsch für dessen Unterstützung in den letzten Jahren mit einem italienischen Geschenkkorb, ehe als besondere Überraschung sogar der Förderstätten-Rat um Vorsitzenden Wolfgang Scharbauer gratulierte.

Die frischgebackenen HEPs sind: Stephan Schieder, Selina Schätzler, Ellen Mücke, Julian Müssig, Alexandra Thiel und Corinna Voith.


Lernts HEP, kommts ins HPZ!

Abwechslungsreich, herausfordernd, kreativ und teamorientiert: Auf diesen kurzen Nenner lässt der Beruf des Heilerziehungspflegers (HEP) am Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth bringen.

In unserem Video geben unsere Auszubildenden Selina Schätzler, Corinna Voith und Felix Beimler einen kleinen Einblick, was ein HEP macht, wie seine Ausbildung abläuft und was die Arbeit als HEP so besonders macht.

Wenn Ihr also für eine interessante und anspruchsvolle Beschäftigung bereit seid und Lust auf eine neue Aufgabe habt, dann bewirbt Euch doch bei uns. Denn: Wir bieten Euch einen Ausbildungs- oder einen Praktikumsplatz mit vielen Vorzügen in einer lebens- und arbeitswerten Region – mehr: https://www.weiden.de/ und https://www.neustadt.de/

Das HPZ freut sich auf Euch! Weitere Infos und noch mehr Jobangebote gibt es hier: https://bit.ly/2U43RCi


Übersichtlich, informativ und serviceorientiert!

Geschafft – das Redaktionsteam des Infoblattes des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ)  Irchenrieth um stellvertretende Vorstandsvorsitzende Brigitte Krause ist in den letzten Wochen und Monaten richtig fleißig gewesen! Mit Erfolg, denn das Infoblatt präsentiert sich mit der neuesten Ausgabe nicht nur komplett in Farbe, sondern auch in einem neu überarbeiteten Design im Magazin-Stil.

Ab sofort ist es zudem noch übersichtlicher, wesentlich informativer und bietet erheblich mehr Service, Inhalte und Geschichten rund um das HPZ. Ein großes Dankeschön gilt dabei der Windischeschenbacher Werbeagentur Lebegern (https://lebegern.com) um Thomas  Lebegern und der Flosser PR-Agentur ideen-theke (https://www.ideen-theke.de) um Stephan Landgraf sowie der Weidener Druckerei Spintler (https://www.spintler.com) für die hervorragende Umsetzung.

Das neue Infoblatt (HPZ_Irchenrieth_Infoblatt01_2021) kann sich sehen lassen, oder? Schaut doch einfach mal rein, es lohnt sich!

Weitere Ausgaben zum Downloaden gibt es hier: https://www.hpz-irchenrieth.de/hpz-news/


Flexible und individuelle Fürsorge rund um die Uhr!

Wohnstätten GmbH des Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth erweitert ihr Angebot – Seit April gibt es erstmals eine Erwachsenen-Gruppe mit Intensivbetreuung

„Alles neu macht der Mai“ – so heißt ein Sprichwort, das aktuell – leicht abgeändert – auf die Wohnstätten GmbH des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth perfekt zutrifft. Abgewandelt deswegen, weil einhergehend mit dem Umzug des Kinder- und Jugendwohnens, bereits seit Anfang April die neue Wohngruppe 8 für Erwachsene mit Intensivbetreuung in Betrieb genommen wurde.

Der „Wonnemonat“ Mai, für die Wohnstätten GmbH also der April, steht für das Aufblühen der Natur und ist somit ein Symbol für Aufbruchsstimmung. „Wir freuen uns, dass  wir die neue Gruppe 8 – eine neue Art von Wohnangebot‚ zwischen komplett offenem und  geschlossenem Wohnen‘ – bei uns anbieten können. Denn der Bedarf und die Nachfrage waren vorhanden“, weiß Sozialpädagogin Annabell  Schulze vom Sozialdienst der Wohnstätten GmbH, die zusammen mit Wohnheim-Leiter Rainer Zintl für sie verantwortlich ist.

Zur Seite stehen ihnen dabei ein fachlich kompetentes Team aus aktuell sechs Mitarbeitern, das sich rund um die Uhr um die Betreuung der Bewohner, vom Alter und Geschlecht her bunt gemischt, kümmert. Von den zur Verfügung stehenden sieben freien Plätze der Wohngruppe 8 sind bereits alle belegt.

Untergebracht sind in der neuen Gruppe 8  Erwachsene, die einen sogenannten „erhöhten Betreuungsschlüssel“ vorweisen. Sprich: Menschen, die eine intensive Betreuung sowie einen stark strukturierten Tagesablauf benötigen. Ihnen soll, sagt Schulze weiter, ein wunderschönes, bedarfsgerechtes und festes Zuhause in Einzelzimmern mit Bad und Dusche dazu dienen, den jederzeit möglichen Übergang ins offene Wohnen und sogar in die Werk- und Förderstätten leichter zu gestalten.

Dazu arbeitet die Wohngruppe 8 auch mit den anderen eng zusammen. Und nicht nur das: Das Mitarbeiter-Team, für das sich bei Schulze oder Zintl gerne geeignete Heilerziehungspfleger (HEP), Heilerziehungspflegehelfer, Sozialbetreuer oder Erzieher bewerben können, sorgt für ihre Bewohner für ein abwechslungsreiches Programm, das in einen strukturierten Tagesablauf integriert ist.

So gibt es täglich um 7.30 Uhr ein gemeinsames Frühstück, ehe anschließend ein Bewohner  in die Werkstatt, einer in die Förderstätte geht und der Rest der Gruppe individuell beschäftigt wird. Dazu gehören Einkaufen, Putzen oder Waschen – Tätigkeiten, die es auch zu Hause regelmäßig zu bewältigen gilt.

Nach dem Mittagessen folgen eine zweistündige  Ruhepause, Kaffeetrinken und die freie Beschäftigungszeit, ehe nach dem Abendessen u. a. die Möglichkeit zum Fernsehen besteht. Aufgelockert wird das Ganze durch Events wie gemeinsame Grillabende oder Gartenarbeit – immer alles individuell und flexibel auf die erhöhten Betreuungsbedürfnisse jedes Einzelnen zugeschnitten!


Wissenswertes rund ums HPZ Irchenrieth!

Zahlen, Daten und Fakten – in unserer neuen Rubrik erfahren Sie Dinge über das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth, die Sie bislang sicherlich so überhaupt noch nicht gehört haben! Heute stellen wir Ihnen die Zentralküche und ihr Team um Leiter Frank Bayer vor, die anhand zum Teil unglaublicher Zahlen einen kleinen Einblick in ihren Bereich geben.

Wussten Sie zum Beispiel, dass…

  • …dort 17 Mitarbeiter, davon drei Köche einschließlich Leitung und drei Küchenhilfen in Vollzeit angestellt sind?
  • …es zudem elf Mitarbeiterinnen in Teilzeit und neun betreute Mitarbeiter gibt?
  • …die Zentralküche von Montag bis Donnerstag von 6 bis 16 Uhr und am Freitag von 6 bis 15.30 Uhr in Betrieb ist?
  • …zurzeit täglich ca. 580 Mittagessen zubereitet werden?
  • …täglich ein Drei-Gänge-Menü, inklusive Getränke, angeboten wird?
  • …die Lebensmittel dafür von Lieferanten überwiegend aus der Region wie Grafenwöhr, Wurz, Weiden, Regensburg und Amberg kommen?
  • …das Mittagessen an das Pflegewohnheim mit ca. 90 Personen und an die beiden Förderstätten mit rund 40 und 45 Personen mit Thermobehältern und einem Wärmewagen verschickt wird?
  • …des Weiteren drei Speisesäle auf dem HPZ-Gelände bewirtschaftet werden, in denen Speisen und Getränke ausgegeben werden?
  • …täglich zwischen 3500 bis 4000 Besteck- und Geschirrteile gespült werden müssen?

Gehandicapt? Behindert? Nein, Jonas ist „einfach nur anders!“

Der neunjährige Sohn von Susi und Christian Höchtl leidet an einer Autismus-Spektrum-Störung – Das HPZ Irchenrieth unterstützt die Familie in vielen Belangen und fördert die Kindes-Entwicklung

Eine glückliche Familie, die durch das geordnete und umfangreiche Rundum-Konzept des HPZ Irchenrieth perfekt unterstützt wird: Christian, Jonas und Susi Höchtl (v. l.).

Eine glückliche Familie, die durch das geordnete und umfangreiche Rundum-Konzept des HPZ Irchenrieth perfekt unterstützt wird: Christian, Jonas und Susi Höchtl (v. l.).

Jonas ist neun Jahre alt. Beim Sohn des Weidener Ehepaares Susi und Christian Höchtl kann man auf den ersten Blick nur schwer erkennen, dass er seit seiner Geburt an einem Gen-Defekt leidet – an einer tiefgreifenden Entwicklungsstörung, die als Autismus-Spektrum-Störung, genauer als Suszeptibilität für Autismus-Typ 18, diagnostiziert wird. „Ab und zu lebt er in seiner eigenen Welt““, erzählt Susi Höchtl, die ihr Kind 2018 in die Partnerklasse des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth in Rothenstadt eingeschult hat.

Eine Entscheidung, die die 37-Jährige bis heute nicht bereut. Aber auch eine Entscheidung, die sich ihr Mann und sie zunächst nicht leicht gemacht haben: „Sie war jedoch absolut richtig. An der Hans-Sauer-Schule und dann nachmittags anschließend in der HPZ-Tagesstätte in Irchenrieth wird sich um Jonas bestens gekümmert. Er ist dort perfekt aufgehoben, wird rundum gefordert und betreut und in seiner Entwicklung gefördert“, umschreibt Susi Höchtl kurz und treffend die „tolle Arbeit“, die Lehrer Christian Reichl in Rothenstadt und das HPZ-Team vor Ort leisten.

Die anfänglichen Zweifel und Vorbehalte, das eigene Kind zu einem großen Teil in die Obhut Fremder zu geben, sind inzwischen gewichen. Mit Selbstbewusstsein und Offenheit spricht die 37-Jährige heute über das Leben mit einem Kind, das durch eine „Laune der Natur“ behindert auf die  Welt gekommen war. Wobei: Behindert? Gehandicapt? Nein: „Jonas ist einfach nur anders“, sagt die Weidenerin, die als ausgebildeter Fitness- und Personal-Coach und als Ernährungsberaterin in Vohenstrauß seit September 2020 ihr eigenes Studio „Room4you“ (https://www.room4you-fitness.de/) betreibt.

„Mit meinem Schritt in die Selbständigkeit wollte einen Ort schaffen, wo sich Menschen treffen können, um ihre Ziele zu erreichen und umzusetzen. Ich habe kein klassisches Fitness-Studio. Bei mir sollen Menschen zusammenkommen, sie sollen lachen und Spaß haben, Freundschaften sollen sich entwickeln und es soll sich natürlich bewegt werden“, sagt Susi Höchtl.

Eine Beschreibung, die irgendwie auch auf ihren Sohn Jonas und sein bisheriges Leben zutrifft. Zunächst besuchte er in Weiden einen öffentlichen Kindergarten. Wegen Jonas‘ geistiger und körperlicher Behinderung – er hat u.a. Probleme mit der Verdauung und mit der Fein- und Grobmotorik – war schnell klar, dass das zu viel für ihn war. Es schloss sich der Wechsel in eine Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) in Weiden an. Über das Sozialpädiatrische Zentrum (SPZ) der Kliniken Nordoberpfalz AG entstand damals der Kontakt zum HPZ, zur Partnerklasse in Rothenstadt und zur Tagesstätte in Irchenrieth.

„Hier ist Jonas angekommen. Er wird entsprechend seiner Behinderung umfassend unterstützt, gefördert und gefordert“, lobt die 37-Jährige. Und: Ihrem Sohn werden feste Strukturen und ein regelmäßiger Tagesablauf geboten, die aufgrund seiner Störung für ihn ungemein wichtig sind. So wird er jeden Tag zu Hause abgeholt und nach Rothenstadt gefahren. Nach der Schule geht es mit nach Irchenrieth zur nachmittäglichen Betreuung in die Tagesstätte, wo er bis 16 Uhr auch verschiedene Behandlungen, wie z. B. Ergo- oder Physiotherapie erhält, ehe er wieder zurück nach Weiden gebracht wird.

Das geordnete und umfangreiche Rundum-Konzept des HPZ, das von der SVE über die Schule und Ausbildung bis zu einem Arbeitsplatz reicht, sorge für Jonas zum einen für Sicherheit. Zum anderen werde ihm, soweit wie möglich geholfen, selbstständig zu werden. Dennoch: „Christian und ich haben natürlich Zukunftsängste bezüglich Jonas“, gibt Susi Höchtl unumwunden zu. Ängste, die ihnen  auch das HPZ natürlich nicht vollkommen nehmen kann, aber sie etwas erleichtert.

Denn Jonas,  so seine Mama, gehe „sehr gerne in die Schule und in die Tagesstätte“. Was nicht zuletzt dem Umstand geschuldet ist, dass er inzwischen sogar schon Freundschaften zu anderen Kindern aufgebaut hat. Wie gerne der Neunjährige das HPZ besucht, habe sich während der Corona-Pandemie und einer nötigen einhergehenden zehnwöchigen HPZ-Pause  gezeigt. „Er hat ständig gefragt, wann er denn wieder hin kann“,  erinnert sich Susi Höchtl.

Sie möchte daher auf alle Fälle ihren Jungen so lange wie möglich in der HPZ-Schiene laufen lassen. „Wir sind für alles offen, wobei Jonas‘ Berufswunsch ist, einmal Landwirt zu werden. Was wohl  daran liegt, dass meine Schwester einen Bauernhof hat und  er dort liebend  gerne zu Besuch  ist“, sagt die 37-Jährige. Sie hat sich übrigens, nicht zuletzt wegen ihres Sohnes, nun dazu entschieden, eine weitere Ausbildung zum Thema „Sport und Bewegung für behinderte Kinder“ zu machen. Behindert? Nein: Für Kinder, die einfach nur anders sind!

Hintergrund:

Die tiefgreifende Entwicklungsstörung, die als Autismus-Spektrum-Störung diagnostiziert wird, tritt in der Regel vor dem dritten Lebensjahr auf und kann sich in einem oder mehreren der folgenden Bereiche zeigen:

  • Probleme beim wechselseitigen sozialen Umgang und Austausch (etwa beim Verständnis und Aufbau von Beziehungen)
  • Auffälligkeiten bei der sprachlichen und  nonverbalen Kommunikation (etwa bei Blickkontakt und Körpersprache)
  • eingeschränkte Interessen mit sich wiederholenden, stereotyp ablaufenden Verhaltensweisen

Betroffene Menschen werden als Autisten oder als autistisch bezeichnet. Aufgrund ihrer Einschränkungen benötigen viele autistische Menschen – manchmal lebenslang – Hilfe und Unterstützung. Autismus ist unabhängig von der Intelligenz-Entwicklung, jedoch gehört Intelligenzminderung zu den häufigen zusätzlichen Einschränkungen. Trotz umfangreicher Forschungsanstrengungen gibt es derzeit keine allgemein anerkannte Erklärung der Ursachen autistischer Störungen.

Im derzeit gültigen Klassifikationssystem ICD-10 wird zwischen verschiedenen Autismusformen unterschieden (etwa frühkindlicher, atypischer Autismus und Asperger-Syndrom). Das DSM-5 und die ICD-11 (gültig ab 2022) hingegen enthalten keine Subtypen mehr und sprechen nur noch von einer allgemeinen Autismus-Spektrum-Störung (ASS; englisch autism spectrum disorder, kurz ASD).

Grund für diese Änderung war die zunehmende Erkenntnis in der Wissenschaft, dass eine klare Abgrenzung von Subtypen (noch) nicht möglich ist – und man stattdessen von einem fließenden Übergang zwischen milden und stärkeren Autismus-Formen ausgehen sollte.


Was sind wir Ihnen wert?

HPZ-Förderstätte wartet mit neuem Angebot auf: Team hebt die Föst AG aus der Taufe – Zusammenarbeit mit Firmen ein Schwerpunkt

„Was sind wir Ihnen wert?“ Zugegeben, ein leicht provokanter Slogan, der aber die Sache kurz, knackig und am besten beschreibt. Denn das Team der Förderstätte des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth wartet mit einer interessanten Neuigkeit auf. Sie hat nämlich vor kurzem die neue Förderstätten Arbeitsgruppe (Föst AG) aus der Taufe gehoben.

„Während der letzten Monate, die natürlich auch bei uns von der Corona-Pandemie  und deren Auswirkungen gekennzeichnet  waren, hat unser Team lange gegrübelt und überlegt, wie Arbeit mit Förderstätte vereint werden kann“,  erklärt Susanne Sindersberger (Heilerziehungspflegerin und Leiterin der Gruppe 11) stellvertretend für das Team mit Tina Beer (Heilerziehungspflegerin und  Leiterin der Gruppe 9), Marina Plakhotnik-Hastler (Heilerziehungspflegerin, Diplom-Sozialpädagogin und Sozialdienst), Mandy Bäumler (Heilerziehungspflegerin und Leiterin der Gruppe 7), Sylvie Weidner (Heilerziehungspflegerin und Leiterin der Gruppe 8) und Angelina Weidner (Heilerziehungspflegerin und Leiterin der Gruppe 12).

Denn Arbeit solle ein fester Bestandteil des Förderstätten-Alltags sein. „Wichtig war uns daher, dieses Angebot möglichst werkstattgetreu zu gestalten, um eine arbeitsrealistische Atmosphäre zu schaffen“, so Plakhotnik-Hastler weiter.

Schließlich hatte die  Förderstätte dann die Idee der Föst AG, ein Angebot, bzw. eine Arbeitsgruppe, für den Förderstätten-Klienten, die sich im Untergeschoss der oberen Förderstätte am HPZ befindet. An der AG kann jeder teilnehmen, der Interesse an Arbeit hat. Gleichzeitig kann die Föst AG aber auch, nach einem Wechsel aus der Werkstatt, dem Betreuten helfen, sich leichter in die Förderstätte einzugewöhnen. „Die Tagesstruktur wird so größtmöglich beibehalten. Weiterhin kann mit Hilfe der Föst AG auch auf einen Wechsel in die Werkstatt hingearbeitet werden“, erklärt Beer.

Die Föst AG gliedert sich dabei in drei Arbeitsbereiche – „Wäsche“, „Holz“ und „Extern“. In jedem Arbeitsbereich sind verschiedene Arbeiten bzw. Tätigkeiten zu erledigen. Zum Beispiel: Im Bereich „Wäsche“ wird die bereits gewaschene Wäsche aus der Wäscherei sortiert und anschließend auf die jeweiligen Gruppen verteilt. Im Arbeitsbereich „Holz“ bekommt die AG Materialien aus der Werkstatt und fertigen die bereits bekannten Kaminanzünder.

Der größte und neuste Bereich ist der Arbeitsbereich „Extern“. Hier arbeiten die AG mit externen Firmen zusammen und erledigen für die Unternehmen leichte Aufgaben wie Sortieren, Eintüten, Abfüllen oder Abzählen für verschiedenste Aufträge. Den Anfang machte die Gruppe hier bereits mit ihrem ersten Auftrag „Chips-Aktion“, bei der verschiedene Chips- und Flips-Sorten in eine Tüte verpackt und anschließend verkauft werden. „Da wir in der Förderstätte, im Unterschied zur Werkstatt, jedoch kein Geld verdienen dürfe, arbeiten wir hier gegen eine freiwillige Spende. Daher auch der hoffentlich  animierende  Slogan ‚Was sind wir Ihnen wert?‘“, berichtet Sindersberger.

Vorerst findet das Angebot in der Förderstätte täglich von 9 bis 11 Uhr statt. In der Zukunft soll die Föst AG aber ganztags angeboten werden. Hierfür wird ab September das Team um eine feste Angestellte erweitert. Interessierte Firmen können sich übrigens gerne bei Förderstätten-Leiter Fritsch melden, Tel.: 09659/91106, Mail: t.fritsch@hpz-irchenrieth.de


Die beste Masche, um weiter Gutes zu tun!

Wem bei diesen Temperaturen nicht warm genug sein sollte, dem sei der Schal der Stiftung „Sonnenblume“ des Heilpädagogischen Zentrums (HPZ) Irchenrieth empfohlen. Das Motto dabei: Masche an Masche für einen gemeinsamen guten Zweck. Und, wenn möglich, dabei den längsten Schal der Oberpfalz entstehen zu lassen.

Bereits 2019 wurde von der Stiftung die Spendenaktion zugunsten des Baus des inzwischen fertiggestellten neuen Kinder- und Wohnheims „Am Kleefeld“ ins Leben gerufen. Eine Aktion, die bei vielen Verbänden, Vereinen und  Strickrunden in der Region auf fruchtbaren Boden fiel und aktuell noch weiter läuft.

Denn der ursprünglichen Planung, den Verkaufserlös bei der offiziellen Einweihungsfeier des Heimes zu  übergeben, machte die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung. Daher entschloss sich das Team der „Sonnenblume“ nun, einfach so lange weiter zu stricken und zu sammeln, bis die Schals bei anstehenden HPZ-Veranstaltungen gegen eine Spende verkauft werden können.

Die Idee dahinter: An dem Vorhaben kann sich jeder mit einem handgestrickten Schal beteiligen. Einzige Bedingung: Er muss 15 Zentimeter breit sein. Bei Länge und Farbe sowie beim Muster können alle Stricker ihre Fantasie freien Lauf lassen. Die einzelnen Werke werden dann zum eventuell längsten Schal der Oberpfalz auf einer Rolle zusammengefügt.

Übrigens: Die Unikate nehmen die Mitarbeiter an der HPZ-Pforte bis auf Weiteres gerne entgegen.


Wissenswertes rund ums HPZ Irchenrieth!

Zahlen, Daten und Fakten – in unserer neuen Rubrik erfahren Sie Dinge über das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth, die Sie bislang sicherlich überhaupt noch nicht gehört haben! Heute stellen wir das Pflegeheim und sein Team um Leiter Georg Schießl vor. Die Einrichtung, die aktuell dringend Personal, vor allem Pflegefachkräfte, sucht (mehr hier: https://bit.ly/3dNIV8k), gibt anhand interessanter Zahlen einen Einblick in ihren Bereich.

Wussten Sie zum Beispiel, dass…

  • …es im Pflegeheim insgesamt 71 Pflegeplätze, die auf zwei Gebäude verteilt sind, gibt?
  • …in einem Bereich 37 und im anderen 34 Plätze sowie zwei Kurzzeitpflegeplätze vorhanden sind?
  • …der Altersdurchschnitt der Heimbewohnerinnen und -bewohner lediglich bei rund 60 Jahren liegt?
  • …die Aufenthaltsdauer im Pflegeheim im Schnitt bei fünf Jahren liegt?
  • …der/die älteste Bewohner(in) 83 Jahre alt und der/die jüngste 29 Jahre alt sind?
  • …im Pflegeheim aktuell 65 Mitarbeiter die Bewohnerinnen und Bewohner in den Bereichen Hauswirtschaft, Pflege und Pädagogik betreuen?
  • …sich die 65 Mitarbeiter in 59 Frauen und sechs Männer aufteilen?
  • …zwei der sechs Männer als Pflegefachkraft, einer als Pflegefachhelfer, einer als Hauswirtschafter, einer als Heilerziehungspfleger und einer als Betreuungskraft eingesetzt werden?
  • …jede Berufsgruppe im eigenen bedarfsorientierten Schichtsystem arbeitet?
  • …im Pflegebereich das Drei-Schicht-System (Früh, Spät, Nacht) und in der Hauswirtschaft und in der Pädagogik das Zwei-Schicht-System (Früh, Spät) Anwendung findet?
  • …es beim Personal im Pflegeheim eine ganz geringe Fluktuation gibt?
  • …den Beschäftigten pro Jahr insgesamt 29 Urlaubstage zur Verfügung stehen?
  • …für den Heiligen Abend und für Silvester kein Urlaub genommen werden muss?
  • …einmal pro Jahr im November eine einmalige Sonderzahlung ausgeschüttet wird?
  • …die Arbeit im Pflegeheim im Branchenvergleich attraktiv vergütet wird?
  • …es die Möglichkeit gibt, eine zusätzliche betriebliche Altersvorsorge abzuschließen?
  • …die Beschäftigten Beihilfe versichert sind?
  • …die jeweiligen Dienstpläne immer sechs Wochen im Voraus erstellt werden, bei der Dienstplangestaltung die Wünsche des Kollegiums Berücksichtigung finden, damit die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbindlich ihre Freizeitaktivitäten planen können?
  • …geleistete Mehrstunden sehr zeitnah ausgeglichen werden?
  • …betriebliche Fort- und Weiterbildungen ausdrücklich erwünscht sind und dementsprechend unterstützt und gefördert werden
  • …die Teams im Pflegeheim interdisziplinär zusammenarbeiten und damit ein intensiver Wissenstransfer in den Bereichen Pflege und Pädagogik zustande kommt?

Für das Pflegeheim werden auch Initiativ-Bewerbungen bei Personalverwalterin Christine Schieder, Mail: c.schieder@hpz-irchenrieth.de, sehr gerne entgegen genommen.


JAV im HPZ Irchenrieth neu gewählt!

Die Jugendausbildungsvertretung (JAV) im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth betreut mehr als 80 Auszubildende und junge Erwachsene bis 25 Jahre. „Die JAV ist ein wichtiges und positives Bindeglied zwischen den jugendlichen Auszubildenden und jungen Beschäftigten“, sagte vor kurzem Vorstandsvorsitzender Christian Stadler (Foto l.) bei den Neuwahlen der JAV-Mitglieder Corinna Voith (2. v. r.), Selina Schätzler (2. v. l.), Felix Beimler (r.), Lena Klier, Kristina Schmid und Corinna Donhauser.

Beimler (20 Jahre) ist der neugewählte Vorsitzende und im Berufsbildungsbereich beschäftigt. Voith (23) ist seine Stellvertreterin und Auszubildende zur Heilerziehungspflegerin (HEP) in der Förderstätte. Schätzler (22) ist ebenfalls in Ausbildung als HEP. Weiter gehören noch zum Jugendgremium Klier (20) in Ausbildung zum HEP in der Schulvorbereitenden Einrichtung (SVE), Schmid (18) in Ausbildung zum HEP im Wohnheim sowie Donhauser (23) mit beendeter Ausbildung zum HEP im Wohnheim. Alle wurden übrigens für die kommenden zwei Jahre gewählt.

Stadler stellte heraus, dass die Einrichtung für Menschen mit Behinderung in den Auszubildenden die personelle Zukunft sieht. „Für uns ist es wichtig, sie an uns zu binden.  Dazu gehört besonders, dass sie auch spüren, dass das HPZ auf sie baut. Nachwuchs gewinnen und sichern, das ist das Konzept, das man umsetzen will“, so der HPZ-Chef. Das beginne bei der Einbindung der Jugendlichen durch eine gute Betreuung ins Unternehmen.

Wichtiger Teil in diesem Konzept ist für Stadler die JAV, durch die sich die Jugendlichen im Unternehmen repräsentiert sehen. Ein JAV-Vertreter ist auch immer bei den regelmäßigen Betriebsratssitzungen dabei. Dass sich die JAV aktiv für die Azubi und Jugendlichen am HPZ engagiert, stellten Beimler, Voith und Schätzler mit einigen Beispielen heraus. So habe man erfolgreich bei der Erhöhung der Ausbildungsvergütung mitgewirkt.

„Bei diesen Anliegen haben wir uns von der Geschäftsleitung sehr ernst genommen gefühlt“, sagen die drei. Die JAV möchte aber dazu noch über den Tellerrand ihrer Aufgaben hinausschauen. „Wir wollen den sozialen Beruf auch nach außen tragen, bei der Darstellung der Attraktivität mitwirken und besonders die sich bietenden Möglichkeiten im  HPZ als einen der größten Ausbildungsbetriebe der Region den Jugendlichen näher bringen“, so die drei unisono (Text/Foto: Ernst Frischholz).


Wissenswertes rund ums HPZ Irchenrieth

Zahlen, Daten und Fakten – in unserer neuen Rubrik erfahren Sie Dinge über das Heilpädagogische Zentrum (HPZ) Irchenrieth, die Sie sicherlich bislang überhaupt noch nicht gehört haben! Den Auftakt macht das Team vom Fuhrpark und Fahrdienst um Leiter Andreas Schnupfhagn (Foto l.), seinen Stellvertreter Martin Graf (Foto r.) und die Mitarbeiter Josef Winter und Renate Pregler, die anhand zum Teil unglaublicher Zahlen einen Einblick in ihren Bereich geben.

Wussten Sie zum Beispiel, dass…

  • …die Busse pro Jahr über 2 Millionen Kilometer zurücklegen?
  • …die Neun-Sitzer-Busse auf insgesamt 73 Linien unterwegs sind?
  • …tagtäglich morgens ab 55 Uhr und nachmittags ab 15.45 Uhr über 500 Menschen gefahren werden?
  • …insgesamt 120 Fahrer und Begleitpersonen und ca. 10 Aushilfskräfte für die Sicherheit beim Transport sorgen?
  • …die Busse in der gesamten nördlichen Oberpfalz von Waldsassen, Neustadt am Kulm, Kirchenthumbach bis Schwarzhofen, Altendorf, Nabburg sowie östlich von Mähring, Bärnau, Waidhaus, Eslarn, Schönsee und Weiding fahren?
  • …alle ca. 120 HPZ-Fahrzeuge in der Regel in der eigenen Werkstatt gewartet, repariert, in der eigenen Waschanlage auf Vordermann gebracht und an der eigenen Tankstelle betankt werden?
  • …jeder Fahrer regelmäßig geschult, durch den Betriebsarzt untersucht wird und einen Seh- und Reaktionstest ablegen muss?
  • ….die Busse bei der weitesten Strecke pro Tag ca. 280 Kilometer und bei der kürzesten ca. 50 Kilometer zurücklegen?
  • …die HPZ-Busse jährlich vom TÜV auf Herz und Nieren geprüft werden?
  • …die Fahrer bei gesundheitlicher Eignung höchstens bis zum 70. Lebensjahr und die Beifahrer höchstens bis zum 75. Lebensjahr im Einsatz sind?
  • …die Busse nach rund 10 Jahren oder 300.000 gelaufenen Kilometern ersetzt werden?
  • …der Fahrdienst wochentags von 5.50 bis 18 Uhr (freitags bis 16.30 Uhr) geöffnet ist?

Ein Zuhause, in dem sich alle rundum wohlfühlen

Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ am HPZ Irchenrieth seit September 2020 in Betrieb genommen – Heller, moderner und perfekt ausgestatteter Neubau – Personal wird gesucht!

Hochmodern, hell, freundlich und in allen Belangen perfekt auf die Bedürfnisse der Bewohner aus- und eingerichtet – so präsentiert sich das Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“ im Heilpädagogischen Zentrum (HPZ) Irchenrieth. Der Neubau, für den im Herbst 2017 die Grundsteinlegung über die Bühne gegangen war, wurde im September 2020 eröffnet und seiner Bestimmung übergeben. „Wir wollen unseren Kindern und Jugendlichen ein schönes  Zuhause bieten, in dem sie sich rundum wohlfühlen“, umschreibt Leiterin Stephanie Filchner auf den Punkt gebracht die Grundidee der Einrichtung.

Wohnen, das individuell auf die Mädchen und Jungen angepasst ist, hat im Konzept des HPZ eine wichtige Funktion. Schließlich gehört Wohnen zu den Grundbedürfnissen des Menschen und ist Grundlage eines weitgehend selbst bestimmten Lebens – in jungen und in älteren Jahren. „Unser Wohnheim bietet 365 Tage im Jahr freundliche Wohn- und Lebensbedingungen für gehandicapte Kinder und Jugendliche im Alter von drei bis 20“, so Filchner weiter.

Mit dem Neubau und dem erfolgten Umzug geht für die Leiterin und ihr rund 20-köpfiges Team, die „am Kleefeld“ nun ebenso ihre neuen Büro- und Besprechungsräume vorfinden, ein Traum in Erfüllung: „Bereits mit dem Eintritt in den Kindergarten und die Schulvorbereitende Einrichtung (SVE) können die bei uns betreuten Kinder und Jugendlichen hier wohnen und werden ganzheitlich und individuell in ihrer Entwicklung begleitet und gefördert. Therapie und Heilpädagogik arbeiten hierbei Hand in Hand und stellen sicher, dass sie genau die Förderung erhalten, die sie benötigen.“

Dabei spielen ein fester und geregelter Tagesablauf sowie das Wohnumfeld, in dem sich leicht zu orientieren sein muss, eine wichtige Rolle. Die drei Häuser im HPZ bieten Platz für insgesamt 24 Bewohnerinnen und Bewohner und sind dabei ganz auf die Bedürfnisse derer zugeschnitten. Drei Wohngruppen, unterteilt in blau, gelb und grün, fördern die familiäre Atmosphäre. Jede Wohngruppe verfügt über einen gemütlichen Gemeinschaftsraum mit integrierter Küche. „Wir bieten 20 Einzel- und zwei Doppelzimmer“, erzählt Filchner.

Alle sind jeweils mit einem großen und barrierefreien Bad mit Dusche, Waschbecken und WC ausgestattet. In jedem der drei Häuser befindet sich zudem ein modernes Pflegebad mit Lichteffekten. Jede Gruppe verfügt zudem einen eigenen Gartenbereich mit entsprechenden Spielgeräten, die auch Platz für Grillabende bieten. „An den alten Räumlichkeiten hatte der Zahn der Zeit genagt. Zudem veränderten sich in den letzten Jahren die Anforderungen, so dass der Neubau nötig wurde“, weiß die Leiterin. Jetzt habe man alles unter einem Dach und könne so Synergie-Effekte perfekt nutzen.

In der blauen Gruppe, der heilpädagogischen, stehen acht Plätze, darunter ein Kurzzeitpflegeplatz, zur Verfügung. In der voll belegten gelben, der heilpädagogisch-therapeutischen, sechs und einer für Kurzzeitpflege. Die grüne, die eigentlich als Internatsgruppe angedacht war, soll im Laufe des Jahres umgewandelt werden.

„Für das Internat gibt es leider zu wenig Anfragen. Dafür ist der Bedarf an heilpädagogisch-therapeutischen Plätzen umso größer. Wir haben Nachfragen aus ganz Bayern und darüber hinaus“, sagt Filchner. Fast logisch, dass das HPZ für die Umwandlung Personal sucht, Interessenten können  sich  jederzeit schon jetzt bei ihr melden: Stephanie Filchner, Leitung – Kinder- und Jugendwohnen „Am Kleefeld“, HPZ-Wohnstätten GmbH, Zur Lebenshilfe 1, 92699 Irchenrieth, Tel.: 0 9659/91450, Fax: 09659/91452, Mail: s.filchner@hpz-irchenrieth.de.

„Unser Wohnheim bietet beste Voraussetzungen für die Individualität und das Zusammenleben seiner Bewohnerinnen und Bewohner. „Die Kinder und Jugendlichen sollen hier nicht nur in allen Lebensbereichen  gefördert werden, sondern ein echtes Zuhause vorfinden“, erzählt Filchner weiter. Heißt konkret: Es herrscht an  allen Wochentagen und am Wochenende ein völlig normaler Tagesablauf, wie auch in Familien, vor.

Die Kinder und Jugendlichen werden in der Früh geweckt. Es folgt das gemeinsame Frühstück, ehe sie von 8 bis 13 Uhr die HPZ-Schule, dann anschließend bis 16 Uhr die Tagesstätte besuchen und schließlich wieder in die Wohnstätte zurückkehren und dort gemeinsam zu Abend essen. „Wir sind für sie aber kein Hotel,  sondern wir wollen ein Zuhause sein“, sagt die „Kleefeld“-Leiterin. Sprich: Für die Kinder und Jugendlichen gibt es klare Regeln, jeder muss im Haushalt mithelfen, jeder hat seine  festen Aufgaben.

„Sie sollen individuell zur Selbstständigkeit erzogen werden. Und das beinhaltet unter anderem auch das Einkaufen vor Ort in Irchenrieth. Wir geben ihnen das Rüstzeug für das Alltagsleben“, umschreibt Filchner die Arbeit ihres Teams. Dazu gehört ebenso ein Wochenend-Programm mit Ausflügen, Spaziergängen, Bastel- oder Rama-Dama-Aktionen oder jahreszeitlichen Veranstaltungen. Das sei  zurzeit jedoch aufgrund der Corona-Pandemie stark eingeschränkt. Man freue sich schon auf die Rückkehr zur völligen Normalität – ein weiteres Puzzleteil zum Wohlfühlen.


 

Zertifizierung schreitet fort – Qualitätsmanagementsystem des HPZ wiederum erweitert