Einrichtungen / Angebot

Kinderhaus – 8 Plätze
Wohnhaus für Kinder und Jugendliche

In unserem Kinderhaus finden Kinder und Jugendliche vom dritten Lebensjahr bis zur Beendigung der Schulpflicht eine Wohnmöglichkeit, wenn ein Verbleib in der Herkunftsfamilie aus unterschiedlichen Gründen nicht mehr möglich ist. Die Kinder besuchen die schulvorbereitende Einrichtung oder unsere private Förderschule mit Tagesstätte des HPZ-Irchenrieth e.V. Das Wohnhaus ist eine vollstationäre Einrichtung, in der die Betreuung und Erziehung das ganze Jahr sicher gestellt ist. Eine enge Zusammenarbeit mit der Herkunftsfamilie, dem Jugendamt und der privaten Förderschule bilden die Grundlage für eine optimale Erziehung und Versorgung unserer Bewohner.

Ein Wohnheim kann niemals eine Familie ersetzen. Dennoch wird versucht, den Alltag der Bewohner so familiennah wie möglich zu gestallten. Betreut werden die Kinder von Erzieherinnen, Heilerziehungspflegerinnen und Kinderpflegerinnen. Eine Sozialpädagogin begleitet die Mitarbeiter in fachlichen Fragen.

Nach Beendigung der Schulpflicht kann der junge Erwachsene in andere Bereiche der Wohnstätten GmbH wechseln oder für selbständigere Wohnformen befähigt werden.

 Kinderhaus

 

Heilpädagogisch-therapeutische Kindergruppe  – 7 Plätze
Für Kinder und Jugendliche mit besonderem Betreuungsbedarf

Im September  2013 eröffneten wir eine  heilpädagogisch therapeutische Gruppe für Kinder und Jugendliche mit herausforderndem Verhalten und/oder erhöhtem Betreuungsbedarf. Erhebliche Eigengefährdung, starke Weglauftendenzen oder gefährdende Verhaltensweisen gegenüber der Um- und Mitwelt, die wiederum Eigengefährdungen auslösen, machen dieses geschlossene Angebot erforderlich. Nur mit einem entsprechenden richterlichen Unterbringungsbeschluß ist ein Wohnen in dieser Gruppe möglich. Der Besuch der HPZ – Förderschule mit angegliederter Tagesstätte ist natürlich sichergestellt.

Die Kinder und Jugendlichen sollen on dieser Gruppe in Ihrer Persönlichkeit soweit stabilisiert werden, daß ein Leben im nicht beschützenden Bereich möglich wird. In dieser Wohngruppe stellen wir auch einen Platz für kurzzeitige Aufnahmen bei Verhinderung der Eltern zur Verfügung.

Gruppenhaus

Wohnheim  – 120 Plätze
Für Werkstattmitarbeiter und Förderstättenbesucher

Das Wohnheim für Werkstattmitarbeiter und Förderstättenbesucher bietet derzeit 120 Bewohnerinnen und Bewohner, vom schwerstmehrfachbehinderten bis zum sozialhandlungsfähigen Bewohner, ein zu Hause. In den Wohngruppen wird jeder Mitbewohner entsprechend seiner Fähigkeiten und Fertigkeiten in den Tagesablauf mit eingebunden. So können Wohngemeinschaften mit etwa 10 – 14 Betreuten je Wohngruppe ohne „Hotelcharakter“ harmonisch zusammenleben.

Die Zusammensetzung der Wohngruppe richtet sich nach vielen Faktoren, oft ist die Gruppe auch einfach mit den Jahren gewachsen. In unseren Wohngruppenleben Männer und Frauen. Es stehen Einzel- und Doppelzimmer zur Verfügung.Betreut werden die Bewohner von Mitarbeiter/innen mit einer Berufsausbildungals Heilerziehungspfleger/ innen, Erzieher/innen, Kinderpfleger/ innen und Hauswirtschafter/ innen unter der Leitung eines Dipl.-Sozialpädagogen FH.

Wohnheim

Seniorengruppe – 10 Plätze

Dieses Angebot des Wohnens richtet sich an Mitbürger mit einer geistigen Behinderung, die aus ihrem aktiven Arbeitsleben ausgeschieden sind. Die Seniorengruppe wird im sogenannten „dritten Lebensabschnitt“, als ein Ort der Ruhe, Erholung und Freizeitgestaltung gesehen. Auch in dieser Wohngruppe wird auf „aktives Wohnen“ wert gelegt. Es ist kein „Altersheim“ mit Hotelcharakter, sondern auch hier ist die aktive Mithilfe an den alltäglichen Pflichten von unseren Bewohnern gefordert, soweit es ihre individuelle Verfassung zulässt.

Aktive Freizeitgestaltung soll einem schnellen körperlichen und geistigen Verfall entgegenwirken. Auch ein „normaler Mitbürger“ im Rentenalter hält sich durch Beschäftigungen fit. Unter Anleitung von pädagogisch ausgebildetem Personal wird der Tag strukturiert, Beschäftigung angeboten, Feste entsprechend der Jahreszeit gemeinsam vorbereitet und gefeiert, Freizeiten geplant und durchgeführt.

Seniorengruppe

 Beschützte Gruppe – 8 Plätze

Dieses relativ neue Angebot des Wohnens richtet sich an erwachsene Menschen mit einer primär geistigen Behinderung, die ganztags einen besonders hohen Betreuungs-,  Förderungs- oder  Beaufsichtigungsbedarf haben. Erhebliche Eigengefährdung, starke Weglauftendenzen oder gefährdende Verhaltensweisen gegenüber der Um- und Mitwelt, die wiederum Eigengefährdungen auslösen, machen dieses geschlossene Angebot erforderlich. Nur mit einem entsprechenden richterlichen Unterbringungsbeschluß ist ein Wohnen in dieser Gruppe möglich.

Dabei ist es unser Bestreben, diese Bewohner dergestalt zu stabilisieren und zu fördern, daß für die eine oder den anderen ein weniger intensives Wohnangebot in Frage kommt. Und selbstverständlich wollen wir auch so wenig wie möglich einschränken oder versagen, sondern Möglichkeiten schaffen und integrieren, auch wenn´s nicht immer leicht ist.

 Gruppenhaus

Pflegeheim nach SGB XI – 67 Plätze
Für Menschen mit geistiger und/oder Mehrfachbehinderung

Im Herbst 2000 konnte das Angebot Wohnen um einen wichtigen Teilbereich erweitert werden, und zwar das Pflegeheim. In diesem Haus finden in 31 Einzelzimmern und 3 Doppelzimmern der oben genannte Personenkreis, bei hoher Pflegebedürftigkeit ein Zuhause.

Im Jahr 2012 haben wir die Erweiterung in Betrieb genommen. Weitere 30 Bewohner können nun in Einzelzimmern wohnen und angemessen gepflegt und gefördert werden.

Zielgruppe sind Mitbürger und Mitbürgerinnen, die nicht nur wegen ihrer geistigen Behinderung sondern auch wegen körperlichen Gebrechen, unabhängig von ihrem Lebensalter, weder die Förderstätte noch die WfbM besuchen können. Dieser Personenkreis findet neben einer ausgezeichneten Pflege, eine Einbindung in die Gemeinschaft. Dies wird ermöglicht durch das Miterleben des Gruppenalltages. Ferner wird durch gezielte Förderung versucht, ihr vorhandenes Potential zu erhalten, respektive zu verbessern. Dazu holen wir uns – falls erforderlich – auch Hilfe von Außen, durch Krankengymnastik, Ergotherapie und Logopädie. Wir sind zwar keine Reha-Einrichtung, trotzdem ist es unser Ziel, vor allem bei jüngeren Bewohnern sie körperlich und geistig so zu stabilisieren, dass ein Besuch der Förderstätte oder
sogar der WfbM möglich wird.

Pflegeheim

Außenwohngruppe in Weiden – 9 Plätze

Unsere Außenwohngruppe ist in weiten Teilen auf Selbständigkeit und Teilhabe aus-gerichtet. Das Heranführen und die Festigung von selbständigem Leben und Eigenverantwortung nimmt großen Raum ein. Trotzdem ist der Bedarf an Begleitung und ggf. Anleitung noch größer, als dies bei Betreutem Wohnen der Fall ist. Für die meisten Bewohner ist diese Wohnform eine gute Alternative zum „Werkstattwohnheim“ und genau das Richtige. Für andere bildet diese Wohngruppe ein Sprungbrett zu noch mehr Selbständigkeit und evtl. zur eigenen Wohnung.

Aktive Mitwirkung bei alltäglichen Dingen wie Einkaufen, Haus- und Gartenarbeit und Selbstversorgung sind Programm – jeder nach seinen Möglichkeiten. Aufgaben mit Verantwortung in der Hausgemeinschaft gehören zum Alltag. Tägliche Pflichten auch nach der Arbeit sind normal.

Aber nicht nur Pflichten bestimmen den Alltag. Sich mal zurückziehen, in seinem Zimmer für sich sein und seine Ruhe haben ist auch schön! Und Freizeit ist wichtig. So spielt z.B. die Förderung des Freizeitverhaltens durch Training und Motivation eine wichtige Rolle. Durch die Förderung und Vermittlung von Kontakten zu den Mitmenschen, den Nachbarn, zu Freunden hat der Bewohner die Möglichkeit, sich selbst als eigenständige Persönlichkeit zu erkennen. Auch die „Gesellschaft“ erlebt den Betreuten als eigenständigen Menschen und lernt, ihn als solchen auch zu akzeptieren. Diese Erfahrungen sind für eine kontinuierliche Integration unerlässlich. Wir fördern wir auch die Teilnahme am Vereinsgeschehen in Weiden und Umgebung, sowohl durch aktive Teilnahme, als auch durch Besuche von Veranstaltungen in gesellschaftlichen und kulturellen Bereichen.

Jeder Menschen will Selbstverwirklichung, Anerkennung, mittendrin sein! Wir helfen dabei. Freundschaft, Partnerschaft und Sexualität gehören dazu.

Die Bewohner der Außenwohngruppe sollen lernen und erleben können, ein so weit wie möglich selbständiges und unabhängiges Leben zu führen.

Außenwohnungruppe

Ambulant Betreutes Wohnen – 12 Plätze
Weiden und Umgebung

Bei keiner Personengruppe in unserem Wohnstättenverbund kommt der Anspruch der Selbständigkeit und Teilhabe so zum Tragen, wie beim „Ambulant Betreuten Wohnen“ (ABW) für erwachsene Menschen mit einer geistigen Behinderung. Normalisierung und Integration stehen bei dieser Gruppe besonders im Mittelpunkt.

ABW ist ein am Individuum und dessen Bedarf orientiertes komplementäres Angebot gemäß §§ 53 ff. SGB XII i.V.m. § 55 SGB IX. Dies ist eine Leistung zur sozialen Ein-gliederung im Rahmen der Hilfen zur Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft. Es ist als ein Baustein eines flexiblen Systems von Wohn- und Lebensformen anzusehen, das die Entwicklungspotentiale aber auch Einschränkungen von Menschen mit Behinderung berücksichtigt. Hat ein Mensch mit Behinderung den Wunsch sowie die Fähigkeiten und Fertigkeiten allein oder mit anderen zusammen zu wohnen, dann soll er auch die entsprechende Wohn- und Lebensform wählen können und die dafür benötigte Unterstützung erhalten. Es handelt sich um ein Angebot, das auf der Freiwilligkeit des Nutzers basiert.

Vorrangiges Ziel der Betreuungsleistung ist, Menschen mit Behinderung in ihrer Lebensgestaltung dahingehend zu unterstützen, dass sie entsprechend ihrer individuellen Wünsche und Fähigkeiten so selbständig wie möglich in einer eigenen Wohnung leben und ihren Lebensweg gestalten können. Mittendrin doch nicht allein. Unser Mobiller Dienst unterstützt sie dabei.

Betreutes Wohnen

Kurzzeit – und Verhinderungspflege

Dieses Angebot richtet sich nicht primär an Mitbürger mit einer geistigen Behinderung, sondern deren Angehörigen. Wir bieten in der Wohnanlage auf Grundlage der Pflegeversicherung Mitbürgern mit einer geistigen Behinderung, wenn ihr ständiger Lebensmittelpunkt außerhalb unseres Wohnheims liegt, die Möglichkeit für eine bestimmte Zeit bei uns zu wohnen. Dies ermöglicht den betreuenden oder pflegenden Angehörigen beruhigt in den dringend benötigten Urlaub zu fahren oder bei eigener Erkrankung, den betreuten Angehörigen gut versorgt zu wissen, um sich so besser auf die eigene Genesung konzentrieren zu können.

Außerdem lernt der Mensch mit Behinderung das Leben und den Alltag im Wohnheim kennen. Dies ermöglicht ihm, sich mit einem Leben außerhalb der Familie vertraut zu machen. Ein eventuell zukünftiger Einzug ins Wohn- bzw. Pflegeheim kann dadurch erleichtert werden.

Kurzzeit